Württembergische Vollversicherung: Die Modultarife

Seit dem 1. April 2021 bietet die Württembergische ihre private Krankenvollversicherung als Modultarife an, die sich flexibel mit einzelnen Bausteinen an unterschiedliche Lebenslagen anpassen lassen. Dieses modulare Konzept unterscheidet sich von den älteren, starrer aufgebauten Vorgängertarifen.

MerkmalModultarifeLegacy-Tarife (KN, EKN, GN, ESN)
EinführungSeit 1. April 2021Bestandstarife, nicht mehr neu abschließbar
StrukturFlexible BausteineKlassisch, fest definiert
ZielgruppeNeukundenBestandskunden

Modultarife Kompakt, Komfort und Premium: Ambulant und stationär

LeistungKompaktKomfortPremium
Ambulante Behandlungen, Arznei-/Verbandmittel100 %100 %100 %
Heilmittel80 % bis 2.500 €/Jahr, danach 100 %80 % bis 2.500 €/Jahr, danach 100 %100 %
Vorsorge und Impfungen (SB-frei)100 % bis 500 €/Jahr100 % bis 500 €/Jahr100 % bis 1.000 €/Jahr
Psychotherapie ambulant80 %80 %100 %
Beleg-/Wahlarzt (z. B. Chefarzt)Nur Belegarzt, bis GOÄ-HöchstsatzBeleg- und Wahlarzt, auch über HöchstsatzBeleg- und Wahlarzt, auch über Höchstsatz
Unterkunft im KrankenhausMehrbettzimmerZweibettzimmerEinbettzimmer
Komfortleistungen (Verpflegung, Telefon, TV)Keine100 %100 %
Stationäre Psychotherapie100 %100 %100 %
Selbstbehalt (nur ambulant, wählbar)0/480/960/1.440 €0/480/960/1.440 €0/480/960/1.440 €

Quelle: wuerttembergische.de, offizielle Leistungsübersicht der Modultarife, Stand 2026. Rooming-in für Begleitpersonen bis zum 16. Lebensjahr ist in allen drei Paketen eingeschlossen.

Modultarife Kompakt, Komfort und Premium: Zahnleistungen

LeistungKompaktKomfortPremium
Zahnersatz60 %75 %90 % (+5 % bei Partnerlabor)
Kieferorthopädie (mit Heil-/Kostenplan)60 %75 %90 %
Zahnärztlicher GebührenrahmenBis GOZ/GOÄ-HöchstsatzBis GOZ/GOÄ-HöchstsatzAuch darüber, max. 5-facher Satz
Zahnprophylaxe (SB-frei)100 % bis 300 €/Jahr100 % bis 400 €/Jahr100 % bis 500 €/Jahr
HeilpraktikerEingeschränkt80 % bis 500 €/Jahr80 % bis 2.000 €/Jahr
Arzthonorare (GOÄ)Bis HöchstsatzBis HöchstsatzAuch über Höchstsatz, mit Honorarvereinbarung

Die separate Zahnzusatzversicherung ergänzt die Modultarife mit den Bausteinen ZahnKompakt (ZE50, 50 % Zahnersatz), ZahnKomfort (ZE70, 70 %) und ZahnPremium (ZE90, 90 %) in Kombination mit dem Baustein ZahnbehandlungPlus (ZBE) – ohne Wartezeit trotz bis zu vier fehlender Zähne, dafür mit verlängerter Zahnstaffel von bis zu 96 Monaten.

Diese Kombinierbarkeit aus modularer Vollversicherung und optionaler Zahnzusatzversicherung erlaubt es Versicherten, die Zahnersatzquote ihrer Modultarif-Stufe gezielt aufzustocken, ohne gleich in eine höherwertige Gesamtstufe wechseln zu müssen. Wer beispielsweise im Kompakttarif mit 60 Prozent Zahnersatzerstattung startet, kann diese Lücke über die separate Zahnzusatzversicherung schließen, statt direkt in den beitragsintensiveren Komfort- oder Premiumtarif zu wechseln.

Bei Zahnersatzmaßnahmen im Rahmen der Modultarife legt die Württembergische zudem keine Begrenzung für hochwertige Keramikverblendungen fest, und auch medizinisch notwendige Veneers werden nach individueller Einzelfallprüfung erstattet. Diese Detailtiefe im Leistungsversprechen unterscheidet die Württembergische von manchen Wettbewerbern, deren Zahnersatzleistungen bei aufwendigeren Materialien an feste Obergrenzen stoßen.

Nach Anbieterangaben passt sich der Versicherungsschutz mit den flexiblen Bausteinen der Modultarife jeder Lebenslage an. Versicherungsfähig sind grundsätzlich alle Personen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland; wird eine Vollversicherung erst nach einem Wegzug beantragt, besteht keine Versicherungsfähigkeit mehr.

Diese Bestimmung zum ständigen Wohnsitz sollte besonders von Personen beachtet werden, die einen Umzug ins Ausland planen und gleichzeitig einen Wechsel in die private Krankenversicherung erwägen. Wer bereits einen festen Umzugstermin ins Ausland vor Augen hat, sollte den Antrag auf eine Vollversicherung bei der Württembergischen entsprechend frühzeitig vor dem geplanten Wegzug stellen.

Alle drei Modultarif-Stufen erstatten Arznei-, Verband- und Heilmittel im Rahmen der jeweiligen Höchstsätze zu 100 Prozent, sofern diese ärztlich verordnet wurden. Auch Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen sind unabhängig von der gewählten Stufe unabhängig vom vereinbarten Selbstbehalt und beeinflussen die spätere Beitragsrückerstattung nicht.

Württembergische Bestandstarife: KN, EKN, GN, ESN und KS 3000

Für Bestandskunden, die ihren Vertrag bereits vor Einführung der Modultarife abgeschlossen haben, bietet die Württembergische weiterhin die klassischen Tarife KN, EKN, GN und ESN an. Auch der Tarif KS 3000 kann für die private Krankenvollversicherung genutzt werden.

Bewährte Tarifstruktur seit Jahrzehnten

Diese älteren Tarife bestehen bereits seit vielen Jahren erfolgreich am Markt und sind bei Bestandskunden weiterhin gefragt. Ein Wechsel von einem dieser Legacy-Tarife in die neueren Modultarife ist grundsätzlich über den internen Tarifwechsel nach § 204 VVG möglich.

Der Tarif KS 3000 nimmt dabei eine gewisse Sonderstellung ein, da er ursprünglich für eine andere Zielgruppe konzipiert wurde, sich aber auch für die klassische private Krankenvollversicherung nutzen lässt. Wer diesen Tarif in Erwägung zieht, sollte die genauen Leistungsdetails vorab mit einem unabhängigen Berater besprechen, um die tatsächliche Eignung für die eigene Situation einzuschätzen. Auch die übrigen Legacy-Tarife unterscheiden sich in Details wie der Zimmerkategorie oder der Erstattungshöhe für Zahnersatz teils spürbar voneinander. Ein detaillierter Vergleich der einzelnen Bestandstarife lohnt sich daher besonders für Versicherte, die bereits seit vielen Jahren einen dieser Verträge halten und über einen internen Wechsel nachdenken.

Wer sich unsicher ist, ob der eigene Bestandstarif oder ein neuerer Modultarif die passendere Wahl darstellt, sollte die genauen Leistungsunterschiede sorgfältig miteinander vergleichen, bevor eine Wechselentscheidung getroffen wird.

Ein vorschneller Wechsel vom Bestandstarif in einen neueren Modultarif kann sich mitunter nachteilig auswirken, wenn der bisherige Tarif in bestimmten Leistungsbereichen tatsächlich großzügiger ausgestaltet ist als die aktuelle Tarifgeneration. Eine sorgfältige Gegenüberstellung beider Leistungskataloge lohnt sich daher, bevor eine endgültige Entscheidung für einen Wechsel getroffen wird.

Württembergische für Beamte: Modultarife Kompakt, Komfort und Premium nach Beihilfesatz

Anders als viele andere Anbieter führt die Württembergische für Beihilfeberechtigte keinen separat benannten Beihilfetarif, sondern wendet die regulären Modultarife Kompakt, Komfort und Premium mit einer auf den individuellen Beihilfebemessungssatz abgestimmten Erstattungsstufe an. Wie sich Beihilfe und private Restkostenversicherung allgemein zu 100 Prozent ergänzen, erklärt der Ratgeber zur PKV-Beihilfe für Beamte.

Einstieg

Württembergische Kompakt

  • Mehrbettzimmer, nur Belegarzt bis GOÄ-Höchstsatz
  • Psychotherapie ambulant zu 80 %
Mittlere Stufe

Württembergische Komfort

  • Zweibettzimmer, Beleg- und Wahlarzt auch über GOÄ-Höchstsatz
  • Komfortleistungen wie Verpflegung, Telefon, TV
Höchste Stufe

Württembergische Premium

  • Einbettzimmer, Psychotherapie ambulant zu 100 %
  • Vorsorge und Impfungen bis 1.000 €/Jahr statt 500 €

Da sich die Beihilfesätze zwischen Bund und den einzelnen Bundesländern zum Teil erheblich unterscheiden, wird bei der Württembergischen der Erstattungsprozentsatz innerhalb des gewählten Moduls individuell so festgelegt, dass sich Beihilfe und private Restkostenversicherung zu genau 100 Prozent addieren.

Rechenbeispiel: Restkostenversicherung bei 50 Prozent Beihilfe

Erhält ein Beamter von seinem Dienstherrn eine Beihilfe von 50 Prozent, sollte die bei der Württembergischen gewählte Restkostenversicherung entsprechend 50 Prozent der Kosten abdecken, damit sich beide Anteile zu genau 100 Prozent ergänzen. Bei einer Behandlung mit Gesamtkosten von 1.600 Euro übernähme die Beihilfe in diesem Fall 800 Euro, während die private Restkostenversicherung die verbleibenden 800 Euro erstattet.

Für Beamte, die neben der ambulanten und zahnärztlichen Versorgung auch Wert auf stationären Komfort legen, empfiehlt sich das Modul Komfort mit Zweibettzimmer und Wahlarzt, während besonders anspruchsvolle Beihilfeberechtigte mit dem Modul Premium ein Einbettzimmer sowie eine vollständige Erstattung der ambulanten Psychotherapie erhalten. Für Beamtenanwärter, die sich noch in der Ausbildungsphase befinden und daher besonders auf niedrige Beiträge angewiesen sind, kann eine passende Tarifwahl von Anfang an dazu beitragen, die eigenen Ausgaben während dieser finanziell oft angespannten Lebensphase überschaubar zu halten. Nach erfolgreicher Verbeamtung auf Lebenszeit sollte diese Tarifwahl erneut überprüft werden, da sich mit der dauerhaften Anstellung häufig auch die finanziellen Möglichkeiten für einen umfassenderen Versicherungsschutz verbessern.

Da sich der individuelle Beihilfesatz im Laufe einer Beamtenlaufbahn ändern kann, etwa durch Beförderung oder Familienzuwachs, sollten Beihilfeberechtigte ihre gewählte Restkosten-Erstattungsquote in regelmäßigen Abständen überprüfen und bei Bedarf anpassen lassen. Ein solcher interner Wechsel innerhalb der Modultarife erfolgt in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung, sofern lediglich der Erstattungsprozentsatz angepasst wird.

Württembergische für Studenten: Früher PKV-Einstieg

Auch Studenten zählen zu den Personengruppen, für die sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnen kann, da sie unabhängig von ihrem Einkommen wechseln dürfen. Studenten können sich innerhalb einer bestimmten Frist nach ihrer Immatrikulation von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen.

Junges Eintrittsalter zahlt sich aus

Ein Einstieg in die private Krankenversicherung bereits während des Studiums bringt in der Regel deutlich günstigere Beiträge mit sich, weil sich diese vor allem am Eintrittsalter bemessen. Da eine Vollversicherung nur bei ständigem Wohnsitz in Deutschland möglich ist, sollten Studenten mit Auslandssemestern diesen Aspekt bei der Planung ihres Versicherungsschutzes berücksichtigen.

Nach einem erfolgreichen Studienabschluss und dem Sprung ins Berufsleben empfiehlt sich eine erneute Prüfung der gewählten Tarifkombination, da das höhere Einkommen häufig Spielraum für einen umfassenderen Versicherungsschutz eröffnet. Ein interner Wechsel in eine höherwertige Tarifstufe innerhalb der Württembergischen ist dabei ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich, sofern sich der Gesundheitszustand seit dem ursprünglichen Vertragsabschluss nicht verschlechtert hat.

Ärzte bei der Württembergischen: Was der Versicherer bietet

Auch für Ärzte und andere akademische Heilberufe steht das Tarifportfolio der Württembergischen offen. Da Fachrichtung, Anstellungsform und individueller Absicherungsbedarf bei Medizinern stark variieren, lohnt sich vor der Entscheidung ein sorgfältiger Vergleich der verfügbaren Tarife.

Krankentagegeld für niedergelassene Ärzte

Für niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis lohnt sich zusätzlich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung, da bei einer krankheitsbedingten Praxisschließung neben dem persönlichen Einkommen häufig auch laufende Praxiskosten wie Miete und Personal unabhängig von der eigenen Arbeitsfähigkeit weiterlaufen.

Niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis können als Selbstständige unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit zur Württembergischen wechseln. Angestellte Mediziner in Kliniken hingegen müssen erst ein Einkommen oberhalb der regulären Versicherungspflichtgrenze erreichen, ehe ein Wechsel in die private Krankenversicherung infrage kommt. Welche Gehaltsbestandteile dabei im Detail mitzählen, erklärt der Ratgeber zum Thema Gehalt und PKV.

Für Medizinstudenten, die bereits während des Studiums bei der Württembergischen versichert waren, gestaltet sich der Übergang in die reguläre Vollversicherung nach dem Berufseinstieg als approbierter Arzt unkompliziert, sofern lediglich eine höherwertige Tarifstufe innerhalb desselben Anbieters gewählt wird. Ebenso profitieren approbierte Zahnärzte und Tierärzte als Angehörige akademischer Heilberufe von vergleichbaren Konditionen wie ihre humanmedizinischen Kollegen.

Im Gegensatz zu manchen spezialisierten Ärzteversicherern bietet die Württembergische keine eigenständigen, ausschließlich auf medizinische Berufsgruppen zugeschnittenen Ärztetarife an. Wer als Mediziner besonderen Wert auf ein spezielles Praxisschutzkonzept legt, sollte diesen Aspekt beim Vergleich mit anderen Anbietern entsprechend berücksichtigen und gegebenenfalls einen spezialisierten Ärzteversicherer in die eigene Entscheidung einbeziehen.

Württembergische für Ehepartner, Hausfrauen und Hausmänner

Bei der Württembergischen gelten für berufstätige Ehepartner dieselben Aufnahmebedingungen wie für den Hauptantragsteller. Eine Besonderheit gibt es jedoch bei nicht berufstätigen Ehepartnern: Hausfrauen und Hausmänner sind nur versicherbar, wenn die Ehefrau oder der Ehemann bereits eine Vollversicherung im Bestand hat.

Wichtige Voraussetzung vor Antragstellung prüfen

Wer plant, den nicht berufstätigen Ehepartner bei der Württembergischen mitzuversichern, sollte diese Voraussetzung vorab genau prüfen, um bei der Antragstellung keine unangenehme Überraschung zu erleben. Diese Regelung ist bei privaten Krankenversicherern nicht unüblich, sollte aber bei der Familienplanung von Anfang an berücksichtigt werden.

Für Familien mit Kindern gilt zudem, dass jedes Kind einen eigenständigen Vertrag mit individuellem Beitrag erhält, da es bei der Württembergischen keinen klassischen Familientarif mit beitragsfreier Mitversicherung gibt.

Beitragsvorsorge fürs Alter bei der Württembergischen

Mit dem Eintritt ins Rentenalter vermindert sich in der Regel das Einkommen, während die Fixkosten bestehen bleiben. Mit den Sonderbedingungen SBVU und SBZU bietet die Württembergische eine Beitragsentlastungskomponente an, mit der sich bewusst vorsorgen lässt, damit die Beiträge im Alter bezahlbar bleiben.

Diese Sonderbedingungen wurden erstmals 2021 im Rahmen der Modultarife-Einführung aktualisiert und stehen seither in überarbeiteter Form zur Verfügung. Versicherte, die bereits vor 2021 eine Beitragsentlastungskomponente vereinbart hatten, sollten prüfen, ob ein Wechsel zu den aktuellen Sonderbedingungen für die eigene Situation vorteilhaft wäre.

Frühzeitiger Einstieg lohnt sich finanziell

Wer sich frühzeitig, etwa bereits im mittleren Erwachsenenalter, für diese Beitragsentlastung entscheidet, profitiert von einem günstigeren Einstiegsbeitrag, da sich dieser maßgeblich am Eintrittsalter orientiert. Ein Einstieg zu einem späteren Zeitpunkt bleibt zwar grundsätzlich möglich, führt aber üblicherweise zu einem deutlich höheren monatlichen Zusatzbeitrag.

Besonders für Selbstständige, die anders als Angestellte nicht automatisch auf Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zurückgreifen können, lohnt sich dieser Baustein, da die private Krankenversicherung im Ruhestand oft zu einem der größten regelmäßigen Ausgabenposten wird.

Wer sich frühzeitig mit dem Thema Beitragsentlastung auseinandersetzt, profitiert von einem doppelten Vorteil: Zum einen wächst das eingezahlte Kapital über einen längeren Zeitraum, zum anderen lässt sich der monatliche Zusatzbeitrag durch die frühzeitige Einzahlung vergleichsweise niedrig halten. Diese Kombination macht die Beitragsentlastung im Alter zu einem sinnvollen Baustein der langfristigen finanziellen Planung.

So gelingt der Wechsel zur Württembergischen

Ein Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung bei der Württembergischen läuft in mehreren Schritten ab: Zunächst wird ein passender Tarif ausgewählt, wobei auf Leistungen, Beiträge und mögliche Altersrückstellungen geachtet werden sollte. Anschließend ist eine Gesundheitsprüfung zu absolvieren.

Vollständige Angaben bei der Gesundheitsprüfung sind Pflicht

Bei der Gesundheitsprüfung müssen sämtliche Angaben wahrheitsgemäß und vollständig gemacht werden. Werden Vorerkrankungen verschwiegen, kann die Württembergische den Vertrag im Nachhinein anfechten oder die Leistung im jeweiligen Behandlungsfall verweigern.

Angestellte benötigen für einen Wechsel ein Bruttoeinkommen oberhalb der jeweils gültigen Versicherungspflichtgrenze, während Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten unabhängig vom Einkommen wechseln können.

Diese unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen sind gesetzlich geregelt und gelten branchenweit für alle privaten Krankenversicherer in Deutschland. Wer sich über die genaue Höhe der aktuell gültigen Versicherungspflichtgrenze informieren möchte, findet die entsprechenden Werte jährlich aktualisiert auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit sowie bei der Württembergischen selbst.

Da sich diese Grenzwerte jährlich zum 1. Januar anpassen, lohnt sich für Angestellte, die knapp unterhalb der aktuellen Schwelle liegen, eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Einkommenssituation im Hinblick auf einen möglichen künftigen Wechsel in die private Krankenversicherung.

Angestellte benötigen für einen Wechsel ein Bruttoeinkommen oberhalb der jeweils gültigen Versicherungspflichtgrenze, während Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten unabhängig vom Einkommen wechseln können.

Diese unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen sind gesetzlich geregelt und gelten branchenweit für alle privaten Krankenversicherer in Deutschland. Wer sich über die genaue Höhe der aktuell gültigen Versicherungspflichtgrenze informieren möchte, findet die entsprechenden Werte jährlich aktualisiert auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit sowie bei der Württembergischen selbst.

Da sich diese Grenzwerte jährlich zum 1. Januar anpassen, lohnt sich für Angestellte, die knapp unterhalb der aktuellen Schwelle liegen, eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Einkommenssituation im Hinblick auf einen möglichen künftigen Wechsel in die private Krankenversicherung.

Abhängig vom Resultat der Gesundheitsprüfung besteht für die Württembergische die Möglichkeit, einen Beitragszuschlag zu verlangen oder einzelne Vorerkrankungen von der Leistungspflicht auszunehmen. Bei jungen und gesunden Antragstellern verläuft die Prüfung in aller Regel unkompliziert und ohne Zuschläge, während mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit für Risikozuschläge steigt.

Vor dem eigentlichen Antrag empfiehlt sich eine anonyme Risikovoranfrage, bei der geprüft wird, ob und zu welchen Konditionen die Württembergische den gewünschten Versicherungsschutz gewähren würde. Diese Voranfrage schafft Klarheit über mögliche Risikozuschläge, ohne dass eine spätere Ablehnung im offiziellen Antrag bei anderen Versicherern vermerkt würde.

Wer bereits mit spürbaren Vorerkrankungen zur Württembergischen wechseln möchte, sollte sich von vornherein auf mögliche Zuschläge einstellen und diese realistisch in die eigene Budgetplanung mit einbeziehen. Bei jungen und gesunden Antragstellern verläuft die Gesundheitsprüfung dagegen in aller Regel unkompliziert und ohne besondere Auffälligkeiten.

Nach erfolgreicher Risikovoranfrage und Antragstellung prüft die Württembergische die eingereichten Gesundheitsangaben im Rahmen der regulären Risikoprüfung, bevor ein verbindliches Vertragsangebot erstellt wird. Von der Antragstellung bis zum tatsächlichen Vertragsbeginn vergehen dabei üblicherweise mehrere Wochen, die für die Planung eines nahtlosen Übergangs von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung von Anfang an einkalkuliert werden sollten.

Württembergische Beitragsanpassung 2026 und Sparmöglichkeiten

Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 mussten rund 60 Prozent der Privatversicherten der Württembergischen mit höheren Beiträgen rechnen. Durchschnittlich zahlten Betroffene ab Januar um etwa 13 Prozent höhere Beiträge, was in etwa dem branchenweiten Durchschnitt entsprach.

Interner Tarifwechsel mit rund 43 Prozent durchschnittlicher Ersparnis

Der interne Tarifwechsel nach § 204 VVG gilt als eine der wirkungsvollsten Strategien gegen Beitragserhöhungen. Kunden, die intern zu einem günstigeren Tarif wechseln, sparen nach Anbieterangaben im Durchschnitt rund 43 Prozent. Ein solcher Wechsel ist üblicherweise nur bei Mehrleistungen mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden, während die bereits angesparten Altersrückstellungen vollständig erhalten bleiben.

Bei Beitragserhöhungen steht Versicherten zudem ein Sonderkündigungsrecht zum 1. des jeweiligen Monats zu. Die Württembergische ist in der Vergangenheit nicht durch extreme Beitragssteigerungen aufgefallen, was für eine insgesamt solide Kalkulation der angebotenen Tarife spricht.

Wer eine deutliche Beitragserhöhung für unwirksam hält, sollte eine rechtliche Prüfung der Anpassung in Betracht ziehen. In jedem Fall ist es ratsam, vor einer endgültigen Entscheidung eine unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen, um die für die eigene Situation optimale Lösung zu finden – sei es ein interner Tarifwechsel, eine rechtliche Prüfung oder ein kompletter Anbieterwechsel.

Württembergische private Krankenversicherung für Kinder

Auch für Kinder bietet die Württembergische die Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung, sofern mindestens ein Elternteil selbst privat krankenversichert ist. Für Neugeborene besteht in der Regel eine Frist von zwei Monaten nach der Geburt, innerhalb derer eine Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung möglich ist.

Niedrige Einstiegsbeiträge für den Nachwuchs

Kinder profitieren in der privaten Krankenversicherung häufig von einem besonders niedrigen Einstiegsbeitrag, da sich der Beitrag maßgeblich am jungen Eintrittsalter orientiert und die Alterungsrückstellungen über eine besonders lange Laufzeit hinweg angespart werden können. Wer sein Kind frühzeitig bei der Württembergischen versichert, sichert sich zudem den zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehenden, meist noch unbelasteten Gesundheitszustand für die gesamte künftige Vertragslaufzeit.

Gerade bei Kindern mit bereits absehbaren gesundheitlichen Besonderheiten, etwa aufgrund familiärer Vorbelastung, kann eine möglichst frühzeitige Versicherung entscheidend sein, da sich der Gesundheitszustand im Laufe der Kindheit noch verändern und die spätere Aufnahme erschweren kann. Eltern sollten diese Überlegung daher bereits vor der Geburt oder unmittelbar danach in ihre Planung einbeziehen.

Wie bereits erwähnt gibt es bei der Württembergischen keinen klassischen Familientarif mit beitragsfreier Mitversicherung der Kinder. Für Eltern mit mehreren Kindern bedeutet dies, dass sich die Gesamtkosten für die private Absicherung des Nachwuchses entsprechend der Kinderanzahl summieren, was von Anfang an realistisch in die Familienplanung einbezogen werden sollte.

Eltern sollten bei der Entscheidung für eine private Kinderversicherung zudem bedenken, dass ein späterer Rückwechsel in die gesetzliche Krankenversicherung für das Kind unter Umständen erschwert sein kann, sobald bestimmte Altersgrenzen überschritten werden. Ein durchdachter Blick auf die möglichen langfristigen Folgen lohnt sich daher schon bei der ursprünglichen Entscheidung für die private Kinderversicherung.

Württembergische Zusatzschutz: Zahn, Klinik und mehr

Ergänzend zur Vollversicherung hält die Württembergische verschiedene Zusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte bereit, mit denen sich einzelne Lücken der GKV punktuell schließen lassen.

Zahn

Zahnersatz75/90/100 + ZZB(Plus)

Drei Erstattungsstufen für Zahnersatz

Stationär

Stationäre Zusatzversicherung

1-/2-Bett-Zimmer, Chefarztbehandlung, freie Krankenhauswahl

Ambulant

Kostenerstattungsprinzip

Privatpatient in der GKV nach § 13 SGB V

Diese Bausteine sprechen vor allem gesetzlich Versicherte an, die punktuell einzelne Lücken der GKV schließen möchten, ohne dafür gleich vollständig in die private Krankenversicherung wechseln zu müssen.

Württembergische Zahnzusatzversicherung: Kompakt, Komfort und Premium

Die Württembergische bietet mit den drei Paketen Kompakt, Komfort und Premium unterschiedliche Leistungsniveaus für Zahnersatz und Zahnprophylaxe an. Kombiniert werden diese Erstattungsstufen mit den Zahnbehandlungsbausteinen ZZB oder ZZBPlus. Diese modulare Bauweise erlaubt es Versicherten, den Baustein für Zahnersatz unabhängig von der Zahnbehandlung und Prophylaxe zu wählen, sodass sich der Versicherungsschutz individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Basis

Zahnersatz75 + ZZBPlus

  • 75 % Erstattung für Zahnersatz
  • Stiftung Warentest: 1,9 „gut"
Sehr gut

Zahnersatz90 + ZZBPlus

  • 90 % Erstattung für Zahnersatz
  • Stiftung Warentest 07/2025: 1,3 „sehr gut"
Testsieger

ZahnSchutz Premium (Zahnersatz100)

  • 100 % Erstattung für Zahnersatz
  • Stiftung Warentest: 0,5 „sehr gut" (Testsieger)
  • Finanztip: „Spitzenreiter"

Rechenbeispiel: Zahnersatz mit ZahnSchutz Premium

Kostet ein Zahnimplantat beispielsweise 1.900 Euro und übernimmt die gesetzliche Krankenkasse davon im Rahmen der Regelversorgung rund 65 bis 75 Prozent, verbleibt ohne Zusatzschutz ein spürbarer Eigenanteil. Mit dem Testsieger-Tarif ZahnSchutz Premium lässt sich dieser Eigenanteil durch die volle Erstattung von bis zu 100 Prozent nahezu vollständig ausgleichen. Ein Überblick über alle relevanten Ratingagenturen findet sich im Ratgeber zur PKV im Test.

Bei umfangreicheren Zahnersatzmaßnahmen, deren Gesamtkosten mehrere Tausend Euro erreichen können, zahlt sich die hohe Erstattungsquote des Premium-Tarifs besonders aus. Wer bereits absehbar mehrere Implantate oder eine größere Brückenversorgung benötigt, sollte diesen finanziellen Vorteil bei der Tarifwahl entsprechend berücksichtigen.

Alle Zahntarife der Württembergischen werden ohne Wartezeit angeboten und bieten damit einen sofortigen Versicherungsschutz ab Vertragsbeginn. Ein Abschluss ist grundsätzlich auch während einer bereits laufenden Behandlung möglich, wobei die Kosten für diese laufende Behandlung selbst zum Schutz der Versichertengemeinschaft nicht übernommen werden. Jeder Antrag enthält zudem Gesundheitsfragen zum eigenen Zahnstatus, die wahrheitsgemäß zu beantworten sind.

Diese fehlende Wartezeit unterscheidet die Württembergischen Zahnzusatztarife spürbar von manchen Wettbewerbern am Markt, bei denen üblicherweise eine mehrmonatige Karenzzeit vor der ersten möglichen Kostenerstattung liegt. Für Versicherte, die bereits absehbar größere Zahnbehandlungen benötigen, kann sich ein früher Vertragsabschluss daher besonders auszahlen, da die volle Erstattung unmittelbar nach Vertragsbeginn zur Verfügung steht.

Auch bei einer bereits laufenden Behandlung lohnt sich der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung häufig, da zumindest künftige Behandlungsschritte und weitere Zähne bereits vom vollen Versicherungsschutz profitieren. Wer sich unsicher ist, welche Leistungen im eigenen Fall bereits als laufende Behandlung gelten, sollte diesen Punkt vor Vertragsabschluss direkt mit der Württembergischen klären.

Württembergische Krankentagegeld und Pflegezusatz

Zur Absicherung des Einkommens im Krankheitsfall bietet die Württembergische eine eigenständige Krankentagegeldversicherung an. Ergänzend steht eine Pflege-Zusatzversicherung zur Verfügung, die im Pflegefall über die gesetzliche Pflegepflichtversicherung hinausgehende finanzielle Unterstützung leistet.

Rechenbeispiel: Krankentagegeld für Selbstständige

Bei einem vereinbarten Tagessatz von 90 Euro und einer vierwöchigen Erkrankung mit 28 Tagen ergibt sich ein Krankentagegeld von 2.520 Euro – steuerfrei und unabhängig von sonstigen Einkünften. Für Selbstständige ohne Anspruch auf gesetzliches Krankengeld gehört dieser Baustein zu den zentralen Elementen einer vollständigen Absicherung.

Für niedergelassene Ärzte, die im Krankheitsfall neben dem persönlichen Einkommensausfall auch laufende Praxiskosten wie Miete und angestelltes Personal weiterhin tragen müssen, kann die Kombination aus Krankentagegeld und einer stationären Zusatzversicherung eine besonders wichtige Absicherung darstellen. Diese doppelte finanzielle Belastung unterscheidet Selbstständige deutlich von Angestellten mit gesetzlichem Lohnfortzahlungsanspruch.

Angestellte legen den Leistungsbeginn ihres Krankentagegelds meist auf das Ende der sechswöchigen gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers, während Selbstständige in der Regel einen deutlich früheren Zeitpunkt wählen, da bei ihnen die finanzielle Lücke unmittelbar mit Beginn der Arbeitsunfähigkeit entsteht.

Die Höhe des gewählten Tagessatzes sollte sich an den tatsächlichen monatlichen Fixkosten sowie dem gewohnten Nettoeinkommen bemessen, damit im Ernstfall keine spürbare finanzielle Lücke entsteht. Wer sich unsicher ist, welcher Tagessatz für die eigene Situation angemessen ist, kann dies bei der Antragstellung individuell mit der Württembergischen klären.

Eine regelmäßige Überprüfung des vereinbarten Tagessatzes empfiehlt sich zudem bei wesentlichen Veränderungen der eigenen Einkommenssituation, etwa nach einer Gehaltserhöhung, einem Wechsel in die Selbstständigkeit oder einer Erweiterung der eigenen Praxis. Ein zu niedrig gewählter Tagessatz kann im Ernstfall eine deutlich spürbare finanzielle Lücke verursachen, während ein zu hoher Tagessatz unnötig hohe monatliche Beiträge nach sich zieht.

Pflegevorsorge bei der Württembergischen

Zum Leistungsumfang der Vollversicherung zählt bei der Württembergischen auch die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung, die die dem Leistungsniveau der gesetzlichen Pflegeversicherung entspricht. Weil diese Basisabsicherung im Pflegefall oft nicht ausreicht, um die tatsächlichen Kosten zu decken, lohnt sich für viele Versicherte eine zusätzliche Prüfung, ob die separat abschließbare Pflege-Zusatzversicherung für die eigene Situation sinnvoll wäre.

Je früher der Einstieg, desto günstiger

Versicherte, die sich schon im mittleren Erwachsenenalter für eine zusätzliche Pflegeabsicherung entscheiden, sichern sich einen niedrigeren Einstiegsbeitrag, da dieser stark vom Eintrittsalter abhängt. Ein späterer Einstieg bleibt zwar weiterhin möglich, ist dann aber meist mit einem spürbar höheren Beitrag verbunden.

Angesichts des demografischen Wandels in Deutschland gewinnt eine solide private Pflegevorsorge für zahlreiche Menschen zunehmend an Gewicht innerhalb der Gesamtabsicherung. Um im Pflegefall nicht auf einem beträchtlichen Eigenanteil sitzenzubleiben, empfiehlt es sich, diesen Punkt bereits bei der grundlegenden Absicherung von Anfang an mitzuberücksichtigen.

Auslandsschutz bei der Württembergischen

Für Auslandsaufenthalte lässt sich bei der Württembergischen eine eigenständige Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, die medizinisch notwendige Behandlungskosten im Ausland übernimmt. Gerade für gesetzlich Versicherte lohnt sich diese Ergänzung, da deren Krankenkasse außerhalb der EU und der gängigen Abkommensstaaten meist nur eine stark eingeschränkte Kostenübernahme vorsieht.

Jahrespolice für Vielreisende

Für Vielreisende, etwa Geschäftsreisende oder Familien mit häufigen Fernreisen, kann sich eine Jahrespolice finanziell besonders auszahlen, da sie unabhängig von der Reisehäufigkeit durchgehenden Schutz gewährleistet. Gelegentliche Auslandsreisende fahren dagegen häufig günstiger mit einer Einzelreiseversicherung, die ausschließlich für die jeweils geplante Reise abgeschlossen wird.

Besonders wichtig ist dabei der eingeschlossene Rücktransport im medizinischen Notfall, da ein solcher Transport aus dem Ausland ohne passenden Versicherungsschutz rasch mehrere Tausend Euro kosten kann.

Wer bereits eine Vollversicherung bei der Württembergischen besitzt, sollte vor dem Abschluss einer separaten Auslandsreisekrankenversicherung die eigenen Vertragsunterlagen prüfen, ob Auslandsaufenthalte darin bereits in gewissem Umfang berücksichtigt sind, um keine überflüssige Doppelabsicherung abzuschließen. Vor Vertragsabschluss lohnt sich zudem stets ein Blick auf die genauen Leistungsbedingungen, insbesondere hinsichtlich der maximalen Reisedauer und eingeschlossener Reiseländer.

Württembergische stationäre Zusatzversicherung

Für gesetzlich Versicherte, die im Krankenhaus mehr Komfort wünschen, bietet die Württembergische eine eigenständige stationäre Zusatzversicherung an. Diese ermöglicht typischerweise die Behandlung durch den Chefarzt sowie die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, kombiniert mit freier Krankenhauswahl.

Sinnvolle Ergänzung ohne vollständigen Systemwechsel

Wer grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, aber im Ernstfall auf privatärztlichen Komfort im Krankenhaus nicht verzichten möchte, findet in der stationären Zusatzversicherung eine gezielte Ergänzung. Diese Lösung eignet sich besonders für Versicherte, die einen vollständigen Wechsel in die private Krankenversicherung derzeit nicht anstreben, aber dennoch punktuell von privatärztlichen Leistungen profitieren möchten.

Da die stationäre Zusatzversicherung unabhängig von einer Vollversicherung abgeschlossen werden kann, eignet sie sich insbesondere für gesetzlich Versicherte, die sich noch nicht endgültig für oder gegen einen kompletten Systemwechsel entschieden haben.

Wer sich für die stationäre Zusatzversicherung entscheidet, sollte im Vorfeld genau prüfen, welche Zimmerkategorie und welche Behandlungsstandards im jeweils gewählten Tarif enthalten sind, da sich diese Leistungsmerkmale zwischen unterschiedlichen Anbietern spürbar unterscheiden können. Die freie Krankenhauswahl stellt dabei einen zusätzlichen Vorteil dar, der auch bei einem geplanten Eingriff in einer spezialisierten Klinik außerhalb der eigenen Region genutzt werden kann. Wer bereits eine bestimmte Klinik für einen geplanten Eingriff im Blick hat, sollte vorab prüfen, ob diese von der gewählten Zusatzversicherung tatsächlich abgedeckt wird.

Württembergische ambulante Zusatzversicherung nach dem Kostenerstattungsprinzip

Neben der stationären Zusatzversicherung bietet die Württembergische auch ambulante Tarife nach dem Kostenerstattungsprinzip an. Dabei rechnen gesetzlich Versicherte ihre medizinischen Behandlungskosten zunächst direkt mit dem behandelnden Arzt ab und erhalten die Kosten anschließend von ihrer Krankenkasse teilweise zurückerstattet.

Privatpatient in der GKV nach § 13 SGB V

Dieses Kostenerstattungsprinzip ist seit 2004 als Wahlleistung nach § 13 Absatz 2 SGB V gesetzlich verankert. Aus einem klassischen Kassenpatienten wird auf diese Weise faktisch ein Privatpatient beziehungsweise Selbstzahler, der von den erweiterten Behandlungsmöglichkeiten privatärztlicher Versorgung profitieren kann, ohne dafür vollständig aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszusteigen.

Für gesetzlich Versicherte, die sich einen erweiterten Zugang zu ambulanten Facharztleistungen wünschen, ohne dabei ihren bestehenden GKV-Schutz vollständig aufzugeben, kann diese Kombination eine interessante Zwischenlösung darstellen.

Wer sich für das Kostenerstattungsprinzip entscheidet, sollte im Vorfeld bedenken, dass die Vorleistung durch den behandelnden Arzt zunächst selbst getragen werden muss, bevor die Erstattung durch die gesetzliche Krankenkasse und die private Zusatzversicherung erfolgt. Diese zeitliche Verzögerung zwischen Behandlung und Erstattung sollte bei der eigenen Liquiditätsplanung entsprechend berücksichtigt werden. Wer regelmäßig größere Facharztrechnungen erwartet, sollte daher stets über ausreichende finanzielle Rücklagen verfügen, um die Zeit bis zur Erstattung überbrücken zu können.

Basistarif und Standardtarif bei der Württembergischen

Auch die Württembergische unterliegt der gesetzlichen Pflicht, einen Basistarif zu führen, dessen Leistungsumfang und Höchstbeitrag an die gesetzliche Krankenversicherung angelehnt sind. Eine Ablehnung aufgrund von Vorerkrankungen ist bei diesem gesetzlichen Auffangtarif nicht möglich.

Wer seinen Vertrag bereits vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen hat, kann zusätzlich in den branchenweit einheitlichen Standardtarif wechseln. Für die überwiegende Mehrheit der heute Wechselwilligen mit üblichem, unauffälligem Gesundheitszustand bleiben Basis- und Standardtarif dennoch die Ausnahme, da die regulären Modultarife der Württembergischen in Leistung und Komfort deutlich darüber liegen.

Württembergische Testergebnisse und Kundenbewertungen

Die Zahnzusatzversicherung der Württembergischen gehört mit ihrem Tarif ZahnSchutz Premium zu den bestbewerteten Angeboten Deutschlands: Bei Stiftung Warentest erzielte der Tarif die Bestnote 0,5 „sehr gut" und wurde damit zum Testsieger gekürt. Auch Finanztip empfiehlt den Tarif als „Leistungssieger" mit besonders guten Leistungen.

Positive Gesamtbewertung bei durchwachsenen App-Rezensionen

Mit 4,8 Sternen auf der Bewertungsplattform eKomi erreicht die Württembergische von unabhängigen Bewertern die Endnote „sehr gut". Kritischer fallen dagegen Bewertungen der Rechnungs-Apps im Apple und Google App Store aus, die von einigen Nutzern als verbesserungswürdig beschrieben werden. Dieser Kontrast zwischen der starken Gesamtbewertung und den durchwachsenen App-Rezensionen sollte bei der Entscheidung für digital-affine Versicherte berücksichtigt werden.

Wer seine Rechnungen überwiegend digital einreichen möchte, sollte sich vor Vertragsabschluss selbst ein Bild von der aktuellen App-Qualität machen, da sich Nutzerbewertungen und Funktionsumfang von Apps im Laufe der Zeit durchaus verändern können. Alternativ stehen bei der Württembergischen weiterhin die klassischen Einreichungswege per Post oder E-Mail zur Verfügung, die von der App-Qualität unabhängig funktionieren.

Diese Flexibilität bei der Rechnungseinreichung kommt unterschiedlichen Kundenbedürfnissen entgegen, unabhängig davon, wie digital-affin der jeweilige Versicherte im eigenen Alltag ist. Wer besonderen Wert auf einen zuverlässigen digitalen Prozess legt, sollte die App-Bewertungen dennoch regelmäßig im Blick behalten, da sich die Qualität mobiler Anwendungen durch Updates jederzeit verändern kann.

Sowohl Standard & Poor's als auch Fitch Ratings kamen bei ihren Untersuchungen zu positiven Testergebnissen, die sich in erster Linie auf die Beitragsstabilität der Württembergischen auswirken. Diese gute Kapitalausstattung unterstreicht die wirtschaftliche Substanz des Unternehmens.

Diese unabhängigen Bewertungen zweier renommierter internationaler Ratingagenturen bieten Interessenten eine zusätzliche Orientierungshilfe bei der Einschätzung der langfristigen wirtschaftlichen Verlässlichkeit eines Versicherers. Für Versicherte, die ihren Vertrag über Jahrzehnte hinweg planen, kann eine solche externe Bestätigung der finanziellen Stabilität ein wichtiges Entscheidungskriterium neben den reinen Tarifleistungen darstellen. Wer sich vor Vertragsabschluss selbst ein Bild von den aktuellen Ratings machen möchte, findet die entsprechenden Berichte in der Regel auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Ratingagenturen.

Die Württembergische: Traditionsversicherer aus Stuttgart

Die Württembergische Krankenversicherung mit Sitz in Stuttgart wurde bereits 1828 gegründet und zählt damit zu den traditionsreichsten Versicherern Deutschlands. Seit 1999 bildet sie gemeinsam mit der Wüstenrot die Wüstenrot & Württembergische Gruppe, ein umfassend agierendes Versicherungs- und Bausparunternehmen.

Über die Württembergische Krankenversicherung AG bietet das Unternehmen sowohl die private Krankenvollversicherung als auch verschiedene Krankenzusatzversicherungen an und deckt damit umfassenden Gesundheitsschutz ab. Die Einbindung in die größere Wüstenrot & Württembergische Gruppe verschafft dem Unternehmen zusätzliche wirtschaftliche Stabilität im Hintergrund.

Diese Konzernstruktur aus Bausparkasse und Versicherungsunternehmen ist im deutschen Markt keine Seltenheit, bietet Kunden aber den praktischen Vorteil, verschiedene Finanzdienstleistungen unter einem gemeinsamen Dach zu bündeln. Wer bereits Kunde der Wüstenrot Bausparkasse ist, findet mit der Württembergischen Krankenversicherung einen naheliegenden Ansprechpartner innerhalb derselben Unternehmensgruppe.

Nach unabhängiger Einschätzung wirbt die Württembergische für ihre Produkte mit dem Slogan „Der Fels in der Brandung" – ein Anspruch, der sich nach langjährigen Erfahrungen mit den Zahnzusatzversicherungen des Unternehmens durch Zuverlässigkeit und Stabilität bestätigen lässt. Selbst über zwei Jahrzehnte alte Zahntarife wie ZGU, BZGU und ZBU sind bei Bestandskunden bis heute gefragt.

Diese Kontinuität über mehrere Tarifgenerationen hinweg unterscheidet die Württembergische von manchen jüngeren Wettbewerbern, deren Produktportfolio noch keine vergleichbare Langzeitbewährung vorweisen kann. Für Versicherte, die Wert auf einen Anbieter mit nachgewiesener Beständigkeit über Jahrzehnte hinweg legen, kann diese Tradition ein wichtiges Entscheidungskriterium darstellen.

Diese lange Historie bedeutet zugleich, dass die Württembergische über eine umfangreiche Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verfügt, von Inflationsphasen bis hin zu Zeiten wirtschaftlicher Stabilität. Diese Erfahrung fließt nach eigenen Angaben in die langfristige Kalkulation der angebotenen Tarife ein.

Württembergische PKV: Die Modultarife im Fazit

Die Württembergische eignet sich besonders für Versicherte, die einen traditionsreichen, wirtschaftlich stabilen Anbieter mit positiven Ratings von Standard & Poor's und Fitch Ratings schätzen. Mit den seit 2021 angebotenen Modultarifen lässt sich der Versicherungsschutz zudem flexibel an individuelle Lebenslagen anpassen.

Besonders überzeugend zeigt sich die Württembergische bei der Zahnzusatzversicherung: Mit dem Testsieger-Tarif ZahnSchutz Premium und der Bestnote 0,5 bei Stiftung Warentest gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern in diesem Segment. Die fehlende Wartezeit bei allen Zahntarifen macht einen sofortigen Versicherungsschutz möglich.

Ein Punkt, der vor Vertragsabschluss beachtet werden sollte, ist die besondere Regelung für nicht berufstätige Ehepartner, die nur versicherbar sind, wenn der Partner bereits eine Vollversicherung im Bestand hat. Auch die kritischeren Bewertungen der Rechnungs-Apps sollten digital-affine Interessenten in ihre Entscheidung einbeziehen.

Als über 190 Jahre alter Traditionsversicherer mit Sitz in Stuttgart und Einbindung in die Wüstenrot & Württembergische Gruppe bietet die Württembergische eine solide Basis für private Krankenversicherungsschutz. Wer die Kombination aus langer Unternehmensgeschichte, positiven Ratings und einer ausgezeichneten Zahnzusatzversicherung schätzt, findet in der Württembergischen einen ernst zu nehmenden Anbieter im deutschen PKV-Markt.

Familien mit Kindern sollten dabei berücksichtigen, dass es bei der Württembergischen keine beitragsfreie Mitversicherung gibt, sondern jedes Kind einen eigenen, separat zu finanzierenden Vertrag erhält. Beihilfeberechtigte Beamte profitieren dagegen von passgenauen Restkostentarifen, die sich flexibel an unterschiedliche Beihilfesätze anpassen lassen. Auch für Selbstständige und Freiberufler bietet die Württembergische mit den flexiblen Modultarifen eine gute Ausgangsbasis, um den Versicherungsschutz an die jeweilige wirtschaftliche Situation anzupassen.

Württembergische: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die Württembergische bietet mit ihren seit 2021 eingeführten Modultarifen eine flexible Vollversicherung, ergänzt durch die ausgezeichnete Zahnzusatzversicherung ZahnSchutz Premium mit der Bestnote 0,5 bei Stiftung Warentest. Positive Ratings von Standard & Poor's und Fitch Ratings unterstreichen die wirtschaftliche Stabilität des seit 1828 bestehenden Traditionsversicherers. Vor der endgültigen Tarifwahl empfiehlt sich stets ein gründlicher Blick auf die jeweiligen Leistungsdetails der einzelnen Bausteine. Ein Vergleich der Württembergischen mit anderen privaten Krankenversicherern lässt sich unkompliziert über das Formular auf dieser Seite anstoßen.