WGV: Kommunalversicherer ohne Krankenvollversicherung
Die WGV (Württembergische Gemeinde-Versicherung a. G.) bietet keine private Krankenvollversicherung an. Das Unternehmen konzentriert sich im Gesundheitsbereich auf drei Arten von Krankenzusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte: eine Zahnzusatzversicherung, eine ambulante Zusatzversicherung sowie eine stationäre Zusatzversicherung.
| Produkt | Bereich | Kernleistung |
|---|---|---|
| Zahnzusatz BASIS | Zahn | 70 % Zahnersatz, 100 % Zahnbehandlung |
| Zahnzusatz OPTIMAL | Zahn | 80 % Zahnersatz, 100 % Zahnbehandlung |
| Zahnzusatz PLUS | Zahn | 100 % Zahnersatz ohne Einschränkung |
| Ambulante Zusatzversicherung | Ambulant | Hörgeräte, Sehhilfen, Naturheilverfahren |
| Stationäre Zusatzversicherung | Krankenhaus | Chefarzt, Ein-/Zweibettzimmer, Rooming-in |
Diese Fokussierung auf klassische Zusatzversicherungen unterscheidet die WGV von Vollversicherern: Wer sich für die WGV interessiert, bleibt gesetzlich krankenversichert und ergänzt diesen Schutz gezielt in einzelnen Bereichen. Als Kommunalversicherer richtet sich die WGV ursprünglich vor allem an Städte, Gemeinden, Landkreise sowie kirchliche und soziale Einrichtungen, mittlerweile stehen die Produkte aber bundesweit auch Privatpersonen offen.
Alle drei Zusatzversicherungsbereiche lassen sich unabhängig voneinander abschließen: Wer ausschließlich eine bessere Zahnversorgung wünscht, muss nicht gleichzeitig eine ambulante oder stationäre Zusatzversicherung mitversichern, und umgekehrt. Diese Modularität erlaubt eine gezielte Kostenkontrolle, da sich der Versicherungsschutz exakt auf die tatsächlich gewünschten Leistungsbereiche beschränken lässt, ohne für ungenutzte Zusatzleistungen mitzahlen zu müssen.
Für Familien kann sich gerade die Kombination mehrerer WGV-Zusatzversicherungen lohnen: Während Eltern häufig besonderen Wert auf die stationäre Absicherung im Krankenhaus legen, profitieren Kinder besonders von der großzügigen Kieferorthopädie-Erstattung im Tarif PLUS. Alle Leistungsbereiche lassen sich bei der WGV für jedes Familienmitglied individuell und unabhängig voneinander zusammenstellen.
Diese Entkopplung der einzelnen Produktlinien bedeutet auch, dass sich die Beitragsentwicklung in jedem Bereich unabhängig voneinander vollzieht: Eine Anpassung im Zahnzusatztarif wirkt sich nicht automatisch auf den Beitrag der ambulanten oder stationären Zusatzversicherung aus, und umgekehrt. Für Versicherte, die mehrere WGV-Produkte kombinieren, bleibt dadurch stets nachvollziehbar, welcher Vertragsbestandteil für eine mögliche Beitragsänderung ursächlich ist.
WGV Zahnzusatz: BASIS, OPTIMAL und PLUS im Vergleich
Die Zahnzusatzversicherung der WGV ist in drei Tarifstufen erhältlich, die sich konsequent im Erstattungssatz für Zahnersatz unterscheiden: BASIS mit 70 Prozent, OPTIMAL mit 80 Prozent und PLUS mit 100 Prozent.
WGV Zahnzusatz BASIS
- 70 % Erstattung für Zahnersatz
- 100 % Erstattung für Zahnbehandlung
- Ab rund 3,20 € monatlich (Alter 0–25 Jahre)
WGV Zahnzusatz OPTIMAL
- 80 % Erstattung für Zahnersatz
- 100 % Erstattung für Zahnbehandlung und Zahnreinigung (max. 100 €/Jahr)
- „gut" (1,7) bei Stiftung Warentest
WGV Zahnzusatz PLUS
- 100 % Erstattung für Zahnersatz, unabhängig von der Versorgungsart
- 100 % Zahnbehandlung, Zahnreinigung bis 100 €/Jahr
- KFO für Kinder: 100 % bis 5.000 € (auch KIG 1–2)
Der Tarif PLUS gilt als das Spitzenprodukt der WGV und erstattet Zahnersatz zu 100 Prozent der Kosten – inklusive der Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse und unabhängig davon, ob eine Regel-, gleichartige oder andersartige Versorgung gewählt wird. Diese uneingeschränkte Erstattung unterscheidet PLUS von vielen anderen Zahnzusatztarifen am Markt, bei denen selbst Spitzentarife häufig noch zwischen unterschiedlichen Versorgungsarten differenzieren. Welche Kriterien die einzelnen Testinstitute jeweils bewerten, zeigt der eigene Ratgeber zu PKV-Tests.
Die Wahl der passenden Tarifstufe sollte sich am persönlichen Zahnstatus und der familiären Vorbelastung orientieren: Wer bereits absehen kann, dass in den kommenden Jahren umfangreicherer Zahnersatz notwendig wird, sollte trotz des höheren Beitrags den Tarif PLUS in Betracht ziehen, da die Differenz zwischen 70 und 100 Prozent Erstattung bei größeren Behandlungen schnell mehrere tausend Euro ausmachen kann. Wer dagegen selten Zahnersatz benötigt und primär die Grundversorgung absichern möchte, kann bereits mit dem BASIS-Tarif eine solide Absicherung erhalten.
Auch die Wartezeit von acht Monaten, die für alle drei Tarifstufen gleichermaßen gilt, sollte bei der Planung des Vertragsabschlusses berücksichtigt werden. Wer bereits absehen kann, dass in naher Zukunft eine Zahnersatzbehandlung notwendig wird, sollte den Vertrag entsprechend frühzeitig abschließen, um innerhalb der Wartezeit keine Deckungslücke zu riskieren.
WGV Regelversorgung: 100 Prozent trotz niedrigerem Grundsatz
Eine Besonderheit der WGV-Zahnzusatztarife BASIS und OPTIMAL betrifft die sogenannte Regelversorgung, also eine Versorgung ohne privatärztliche Zusatzleistungen.
Volle Erstattung bei einfacherem Zahnersatz
Bei einer Versorgung im Rahmen der kassenärztlichen Regelversorgung erstatten sowohl BASIS als auch OPTIMAL die Kosten zu 100 Prozent – auch wenn der reguläre Erstattungssatz für Zahnersatz in diesen Tarifen bei 70 beziehungsweise 80 Prozent liegt. Diese Regelung kann bei einfacherem, funktionalem Zahnersatz eine finanziell besonders attraktive Option darstellen, da Versicherte in diesem Fall keinen Eigenanteil tragen müssen.
Für Versicherte, die sich bewusst für eine einfachere, kassenkonforme Versorgung entscheiden, etwa aus Kostenbewusstsein oder weil die eigenen ästhetischen Ansprüche geringer sind, kann bereits der günstigere BASIS-Tarif eine vollständige Kostenübernahme bedeuten. Wer dagegen eine hochwertigere Versorgung mit besseren Materialien oder zusätzlichen privatärztlichen Leistungen wünscht, profitiert stärker von den höheren Prozentsätzen der Tarife OPTIMAL oder PLUS.
Diese Regelung zur Regelversorgung zeigt, wie wichtig es vor einer größeren Zahnersatzmaßnahme ist, die genauen Tarifbedingungen zu prüfen und gegebenenfalls das Gespräch mit dem behandelnden Zahnarzt zu suchen. Wer sich unsicher ist, ob die geplante Behandlung als Regelversorgung oder als gleichartige beziehungsweise andersartige Versorgung gilt, sollte diese Frage vor Behandlungsbeginn klären, um realistische Erwartungen an die tatsächliche Erstattungshöhe zu entwickeln.
WGV Beitragskalkulation ohne Alterungsrückstellungen
Alle drei WGV-Zahnzusatztarife werden nach Art der Schadenversicherung kalkuliert – die WGV bildet also keine klassischen Alterungsrückstellungen.
Günstiger Einstieg, steigende Beiträge im Zeitverlauf
Diese Kalkulationsweise bedeutet: Der Beitrag orientiert sich stärker am jeweils aktuellen Risiko und steigt daher im Zeitverlauf tendenziell an, ist dafür aber zu Vertragsbeginn vergleichsweise günstig – der BASIS-Tarif ist für junge Versicherte im Alter von 0 bis 25 Jahren bereits ab rund 3,20 Euro monatlich erhältlich (Stand Juli 2025).
Für junge Versicherte, die zunächst einen günstigen Einstieg suchen, kann diese Kalkulationsweise besonders attraktiv sein. Wer dagegen von Beginn an eine über die gesamte Vertragslaufzeit stabile Beitragsentwicklung wünscht, sollte diesen Aspekt vor Vertragsabschluss mit Anbietern vergleichen, die ihre Zahnzusatztarife mit klassischen Alterungsrückstellungen kalkulieren, bei denen der Beitrag über die Laufzeit tendenziell konstanter bleibt.
Der Verzicht auf Alterungsrückstellungen wirkt sich auch auf die Vertragsgestaltung aus: Die Mindestvertragslaufzeit der WGV-Zahnzusatztarife endet zum 31. Dezember des auf den Vertragsabschluss folgenden Kalenderjahres, wobei das erste Vertragsjahr dabei als Rumpfjahr gilt. Nach Ablauf dieser Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
WGV Zahnstaffel und Kieferorthopädie für Kinder
Wie bei den meisten Zahnzusatzversicherungen üblich, begrenzt auch die WGV die Erstattungshöhe in den ersten Versicherungsjahren durch eine sogenannte Zahnstaffel.
Eigene Staffelbeträge für Kieferorthopädie
Für Kieferorthopädie gelten bei der WGV eigene, von der allgemeinen Zahnstaffel abweichende Höchsterstattungsbeträge in den ersten vier Versicherungsjahren: 500 Euro im ersten, 1.000 Euro im zweiten, 1.500 Euro im dritten und 2.000 Euro im vierten Jahr. Ab dem fünften Versicherungsjahr sowie bei unfallbedingten Maßnahmen entfallen diese Begrenzungen vollständig.
Im Tarif PLUS gilt für Kieferorthopädie eine eigene, großzügigere Regelung: Hier werden entsprechende Behandlungen bei Kindern zu 100 Prozent bis zu einem Höchstbetrag von 5.000 Euro erstattet – ausdrücklich auch für die Kieferindikationsgruppen (KIG) 1 und 2, die von der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich nicht bezuschusst werden. Für umfangreichere kieferorthopädische Behandlungen im Tarif PLUS gilt zudem eine gesonderte Staffel von 4.000 Euro innerhalb der ersten vier Jahre.
Diese großzügige KFO-Absicherung bereits ab leichten Fehlstellungsgraden macht den Tarif PLUS besonders für Familien mit Kindern interessant, bei denen eine kieferorthopädische Behandlung absehbar ist. Da die gesetzliche Krankenkasse erst ab einer mittleren bis schweren Fehlstellung (KIG 3 bis 5) überhaupt leistet, schließt die WGV mit der Erstattung bereits ab KIG 1 eine für viele Familien finanziell relevante Lücke. Eine kieferorthopädische Behandlung erstreckt sich zudem häufig über mehrere Jahre, weshalb sich ein früher Vertragsabschluss besonders lohnt, um von der vollen Erstattung ohne zeitliche Begrenzung ab dem fünften Jahr zu profitieren.
WGV ambulante Zusatzversicherung: Hörgeräte, Sehhilfen, Naturheilverfahren
Ergänzend zur Zahnzusatzversicherung bietet die WGV eine ambulante Zusatzversicherung an, die typische Lücken der gesetzlichen Krankenversicherung im ambulanten Bereich schließt.
| Leistung | Erstattung | Höchstbetrag |
|---|---|---|
| Naturheilverfahren | 90 % | 1.000 €/Jahr |
| Hörgeräte | 90 % | 1.000 €/Jahr |
| Sehhilfen / Brillen | 100 % | 400 € innerhalb von 2 Jahren |
| Laser-Operation (Augen) | 100 % | 1.500 € |
| Gesetzliche Zuzahlungen (Arznei-, Verband-, Heil-, Hilfsmittel) | 100 % | Im Rahmen der Höchstbeträge |
| Schutzimpfungen und Vorsorge | 100 % | 500 €/Jahr insgesamt |
Diese Kombination aus Naturheilverfahren, Hörgeräten und Sehhilfen deckt einen breiten Bereich typischer ambulanter Zusatzkosten ab, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nur anteilig oder gar nicht übernommen werden. Besonders die vollständige Erstattung für Laser-Operationen am Auge bis 1.500 Euro kann für Versicherte, die über eine Sehschärfenkorrektur nachdenken, einen spürbaren finanziellen Unterschied bedeuten, da die gesetzliche Krankenversicherung solche Eingriffe grundsätzlich nicht übernimmt.
Auch die Erstattung von Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen bis insgesamt 500 Euro im Jahr rundet das Leistungsspektrum der ambulanten Zusatzversicherung sinnvoll ab. Wer regelmäßig Reiseimpfungen benötigt oder über die gesetzlich vorgesehenen Vorsorgeprogramme hinaus zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen möchte, profitiert von dieser zusätzlichen Erstattungsmöglichkeit, die viele einfachere ambulante Zusatztarife anderer Anbieter nicht in dieser Form vorsehen.
WGV stationäre Zusatzversicherung: Chefarzt und Rooming-in
Die stationäre Zusatzversicherung der WGV ermöglicht gesetzlich Versicherten eine Behandlung im Krankenhaus, die sich am Status eines Privatpatienten orientiert.
Freie Krankenhauswahl und Rooming-in
Zu den Kernleistungen zählen die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, gesondert berechenbare ärztliche Leistungen wie eine Chefarzt- oder Wahlarztbehandlung sowie die freie Krankenhauswahl, die bei Bedarf auch die Behandlung in einer Privatklinik einschließt. Zusätzlich erstattet die WGV im Rahmen des Rooming-in die Unterbringungskosten, wenn ein Partner oder ein Kind während eines Krankenhausaufenthalts begleitet werden soll.
Für Versicherte, die im Krankheitsfall besonderen Wert auf die freie Wahl des behandelnden Arztes und eine komfortablere Unterbringung legen, stellt die stationäre Zusatzversicherung der WGV eine gezielte Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung dar, ohne dass dafür ein vollständiger Wechsel in die private Krankenversicherung notwendig wäre. Für Familien ist besonders die Rooming-in-Leistung relevant, da sie eine durchgehende Begleitung von Kindern während eines stationären Aufenthalts finanziell absichert.
Gerade bei jüngeren Kindern, die einen längeren Klinikaufenthalt oft als besonders belastend empfinden, kann die durchgehende Anwesenheit eines vertrauten Elternteils maßgeblich zur emotionalen Stabilität und damit auch zum Behandlungserfolg beitragen. Die Kostenübernahme für die Begleitperson entlastet Familien in einer ohnehin angespannten Situation zusätzlich von finanziellen Sorgen um die eigene Unterbringung während des Klinikaufenthalts.
Auch für Erwachsene ohne mitversicherte Kinder bietet die stationäre Zusatzversicherung einen spürbaren Komfortgewinn: Wer sich für die Behandlung durch einen renommierten Chefarzt oder Spezialisten entscheidet, muss die dadurch entstehenden Mehrkosten nicht aus eigener Tasche tragen, sondern kann auf die vereinbarten Leistungen der WGV zurückgreifen.
WGV Auslandsschutz: Europa und Mittelmeerraum
Der Versicherungsschutz der WGV-Krankenzusatzversicherungen erstreckt sich grundsätzlich auf Europa, die Anliegerstaaten des Mittelmeers, die Kanarischen Inseln und Madeira.
Zwei Monate Schutz außerhalb des regulären Geltungsbereichs
Bei einem vorübergehenden Aufenthalt außerhalb dieses geografischen Geltungsbereichs, etwa bei einer Fernreise, besteht Versicherungsschutz für maximal zwei Monate. Wer regelmäßig oder für längere Zeiträume außerhalb dieses Bereichs unterwegs ist, sollte diese Begrenzung bei der eigenen Reiseplanung berücksichtigen und gegebenenfalls eine gesonderte Auslandsreisekrankenversicherung mit weltweitem Schutz in Erwägung ziehen.
Für die meisten Versicherten, die überwiegend innerhalb Europas und im Mittelmeerraum reisen, bietet dieser Geltungsbereich bereits eine solide Absicherung, ohne dass eine zusätzliche Versicherung notwendig wäre. Nur bei Reisen in andere Weltregionen, etwa nach Asien, Nordamerika oder Australien, wird der eingeschränkte Geltungsbereich der WGV-Zusatzversicherungen relevant.
Wer regelmäßig geschäftlich oder privat außerhalb des beschriebenen Geltungsbereichs unterwegs ist, sollte die Zwei-Monats-Grenze bei der eigenen Reiseplanung genau im Blick behalten. Für längere Auslandsaufenthalte außerhalb Europas, etwa im Rahmen eines Sabbaticals oder einer längeren beruflichen Entsendung, empfiehlt sich der zusätzliche Abschluss einer spezialisierten Auslandsreisekrankenversicherung, die einen weltweiten und zeitlich nicht begrenzten Schutz bietet.
Die WGV als Kommunalversicherer und Versicherungsverein
Die WGV (Württembergische Gemeinde-Versicherung a. G.) mit Sitz in Stuttgart wurde 1921 gegründet und ist als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert. Ursprünglich als Kommunalversicherer konzipiert, richtete sich die WGV zunächst vor allem an Städte, Gemeinden und Landkreise sowie an die beiden großen christlichen Kirchen und zahlreiche soziale Einrichtungen, öffentliche Sparkassen, kommunale Versorgungsbetriebe, Krankenhäuser und Zweckverbände.
Bundesweite Öffnung für Privatpersonen
Mittlerweile hat die WGV bundesweit Servicezentren eröffnet und ihr Versicherungsangebot deutlich auf Privatpersonen ausgeweitet. Zur WGV-Versicherungsgruppe gehören unter anderem die WGV Versicherung AG sowie die 1989 gegründete WGV-Lebensversicherung AG, die den sogenannten „Leben"-Bereich der Gruppe abdeckt.
Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist die WGV ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet, nicht externen Aktionären. Diese Rechtsform wird von manchen Versicherten als besonders vertrauenswürdig wahrgenommen, da Überschüsse den Mitgliedern selbst zugutekommen, statt als Dividende an außenstehende Anteilseigner ausgeschüttet zu werden. Die historische Verwurzelung im kommunalen und kirchlichen Bereich verschafft der WGV zudem eine besondere Nähe zu öffentlichen Institutionen, die sich bis heute in der Kundenstruktur widerspiegelt.
Diese enge Verbindung zu Kommunen, Kirchen und sozialen Einrichtungen unterscheidet die WGV von vielen anderen Krankenzusatzversicherern, die von Beginn an auf den freien Privatkundenmarkt ausgerichtet waren. Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst oder bei kirchlichen Trägern kann diese historische Nähe der WGV zum eigenen Arbeitgeber ein zusätzliches Argument für die Anbieterwahl darstellen, auch wenn die WGV-Produkte mittlerweile für alle gesetzlich Versicherten offenstehen.
WGV im Gesamturteil
Die WGV eignet sich besonders für gesetzlich Versicherte, die gezielt eine hochwertige Zahnzusatzversicherung suchen und dabei von einer klar gestuften Tarifstruktur mit drei übersichtlichen Stufen profitieren möchten. Der Tarif PLUS mit seiner uneingeschränkten 100-prozentigen Erstattung für Zahnersatz und der großzügigen Kieferorthopädie-Absicherung bis 5.000 Euro gehört zu den leistungsstärkeren Zahnzusatztarifen am deutschen Markt.
Ein Punkt, den Interessenten vor Vertragsabschluss beachten sollten, ist die Kalkulation ohne Alterungsrückstellungen: Wer langfristig eine möglichst stabile Beitragsentwicklung wünscht, sollte diesen Aspekt in die eigene Anbieterwahl einbeziehen. Für junge Versicherte, die zunächst von einem besonders günstigen Einstiegsbeitrag profitieren möchten, kann das WGV-Modell dagegen gerade attraktiv sein.
Für alle, die eine vollständige Krankenvollversicherung suchen, ist die WGV mangels entsprechendem Angebot nicht die passende Wahl. Wer sich dagegen gezielt auf Zahnersatz, ambulante Zusatzleistungen oder stationären Komfort konzentrieren möchte, findet in der WGV einen traditionsreichen, als Versicherungsverein organisierten Anbieter mit über hundertjähriger Markterfahrung.
Insgesamt positioniert sich die WGV als Anbieter, der eine klar strukturierte, überschaubare Tariflandschaft mit einer soliden Verankerung im kommunalen und kirchlichen Bereich verbindet. Wer sich für die WGV interessiert, sollte in jedem Fall die individuellen Beitrags- und Leistungsdaten für die eigene Situation einholen, da sich diese je nach Alter, gewählter Tarifstufe und persönlichem Absicherungsbedarf erheblich unterscheiden können.
WGV: die wichtigsten Punkte im Überblick
Die WGV bietet mit den Zahnzusatztarifen BASIS, OPTIMAL und PLUS eine klar gestufte Absicherung für Zahnersatz sowie ergänzende ambulante und stationäre Zusatzversicherungen. Wer sich für die passende Tarifstufe entscheiden möchte, sollte die genauen Leistungsunterschiede sowie die Beitragskalkulation ohne Alterungsrückstellungen sorgfältig mit den eigenen Bedürfnissen abgleichen.