Die Stuttgarter: Zusatzversicherer ohne Vollversicherung

Die Stuttgarter bietet keine private Krankenvollversicherung an. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen im Gesundheitsbereich auf gezielte Krankenzusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte. Das Kernportfolio umfasst dabei drei Bereiche: die Zahnzusatzversicherung smile!, den Tarif Krankenzusatz ambulant sowie ergänzend die private Unfallvorsorge aktiv.

ProduktBereichKernleistung
smile! ZahnKomfortZahn80 % Zahnersatz (inkl. GKV), 100 % Zahnbehandlung
smile! ZahnPremiumZahn90 % Zahnersatz (inkl. GKV), 100 % Zahnbehandlung
Krankenzusatz ambulantAmbulantBrillen, Vorsorge, gesetzliche Zuzahlungen
Unfallvorsorge aktivUnfallInvaliditätsleistung, Unfall-Krankenhaustagegeld

Diese Fokussierung unterscheidet die Stuttgarter von Vollversicherern: Wer sich für die Stuttgarter interessiert, bleibt gesetzlich krankenversichert und ergänzt diesen Schutz gezielt in einzelnen Bereichen. Für Interessenten, die eine komplette private Krankenvollversicherung suchen, ist die Stuttgarter daher nicht die passende Wahl – wohl aber für alle, die insbesondere beim Zahnarzt und bei ambulanten Zusatzkosten eine bessere Absicherung als die gesetzliche Krankenversicherung wünschen.

Im Vergleich zu Zusatzversicherern mit einem sehr breiten Produktportfolio – etwa mit eigenständigen Tarifen für Krankenhausaufenthalte, Krankentagegeld und Auslandsreisen – konzentriert sich die Stuttgarter bewusst auf ein überschaubares Kernangebot. Diese Konzentration kann für Interessenten von Vorteil sein, die gezielt eine besonders leistungsstarke Zahnzusatzversicherung suchen und sich nicht durch eine unübersichtliche Vielzahl an Zusatzprodukten verunsichern lassen möchten.

Wer dagegen eine möglichst breite Absicherung aus einer Hand wünscht, etwa mit zusätzlichem Krankenhaustagegeld oder einer eigenständigen Auslandsreisekrankenversicherung, sollte die Stuttgarter mit Anbietern vergleichen, die ein umfassenderes Zusatzportfolio anbieten. Für die Kernbereiche Zahn und ambulante Zusatzkosten zählt die Stuttgarter jedoch nach unabhängigen Testurteilen zu den leistungsstärkeren Anbietern am deutschen Markt.

Interessenten sollten bei der Entscheidung für die Stuttgarter berücksichtigen, dass sich die einzelnen Produkte unabhängig voneinander abschließen lassen: Wer beispielsweise ausschließlich eine Zahnzusatzversicherung sucht, muss nicht gleichzeitig Krankenzusatz ambulant oder die Unfallvorsorge aktiv mitversichern. Diese Modularität erlaubt eine gezielte Kostenkontrolle, da sich der Versicherungsschutz exakt auf die tatsächlich gewünschten Leistungsbereiche beschränken lässt.

smile!: ZahnKomfort und ZahnPremium im Vergleich

Die Zahnzusatzversicherung der Stuttgarter trägt den Produktnamen smile! und ist in zwei Tarifvarianten erhältlich: ZahnKomfort (intern als Tarif Z13 geführt) und ZahnPremium (Tarif Z14). Diese beiden aktuellen Tarife ersetzen die früheren Vorgängertarife Z3 und Z4.

Mittelstufe

smile! ZahnKomfort (Z13)

  • 80 % Erstattung für Zahnersatz (inklusive GKV-Leistung)
  • 100 % Erstattung für Zahnbehandlung und Inlays
  • Professionelle Zahnreinigung bis 160 €/Jahr
Testsieger

smile! ZahnPremium (Z14)

  • 90 % Erstattung für Zahnersatz (inklusive GKV-Leistung)
  • 100 % Erstattung für Zahnbehandlung
  • Keine Kostenbegrenzung für professionelle Zahnreinigung
  • 100 % Qualitätsurteil „sehr gut" bei Stiftung Warentest

Ein Merkmal, das die Stuttgarter am Markt hervorhebt: Anders als bei manchen Wettbewerbern gilt die professionelle Zahnreinigung im Tarif ZahnPremium ohne jede Kostenbegrenzung – in der Praxis also eine Flatrate für diese wichtige Vorsorgeleistung. Wer regelmäßig zur Zahnreinigung geht, profitiert davon unmittelbar, ohne ein jährliches Budget im Blick behalten zu müssen. Ein Überblick über alle relevanten Ratingagenturen findet sich im Ratgeber zur PKV im Test.

Beide Tarife erstatten die Kosten auf Basis der nach Abzug der GKV-Leistung verbleibenden Restkosten, nicht auf Basis der Gesamtrechnung. Dieser Unterschied wirkt sich bei Zahnersatz besonders deutlich aus: Da die gesetzliche Krankenkasse bereits einen Festzuschuss zur Regelversorgung übernimmt, erhöht sich die tatsächliche Erstattungsquote gegenüber dem reinen Prozentsatz spürbar, sobald die GKV-Vorleistung mit eingerechnet wird.

Für Versicherte, die zwischen den beiden Tarifen unentschlossen sind, lohnt sich eine Abwägung zwischen der Beitragsersparnis bei ZahnKomfort und der höheren Erstattung sowie dem Testsieger-Status bei ZahnPremium. Wer bereits absehen kann, dass in den kommenden Jahren umfangreicherer Zahnersatz notwendig wird, etwa aufgrund einer bekannten Vorerkrankung, sollte die höhere Erstattungsstufe von Beginn an in Betracht ziehen.

smile! Kieferorthopädie: Schutz bis zum 22. Lebensjahr

Im Tarif ZahnPremium sind kieferorthopädische Behandlungen für Kinder und Jugendliche mit 90 Prozent bis zu einem Betrag von 4.000 Euro abgesichert. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die Stuttgarter bereits bei leichten Zahnfehlstellungen der Kieferindikationsgruppen (KIG) 1 und 2 leistet – ein Bereich, den die gesetzliche Krankenkasse grundsätzlich nicht übernimmt, da sie erst ab höheren Schweregraden eintritt.

Leistung bis zur Vollendung des 22. Lebensjahres

Die Stuttgarter leistet bei kieferorthopädischen Behandlungen bis zur Vollendung des 22. Lebensjahres und damit bei jedem Schweregrad der Zahnfehlstellung. Für Eltern, deren Kinder bereits eine leichte, von der GKV nicht übernommene Fehlstellung aufweisen, kann dies einen spürbaren finanziellen Unterschied bedeuten, da entsprechende Behandlungen sonst vollständig aus eigener Tasche finanziert werden müssten.

Auch bei einem Unfall, der eine kieferorthopädische oder Zahnersatz-Behandlung notwendig macht, sieht die Stuttgarter ein zusätzliches Unfall-Schmerzensgeld vor. Für Familien mit Kindern, bei denen erblich bedingte Zahnfehlstellungen bereits absehbar sind, kann sich ein früher Abschluss der smile!-Zahnzusatzversicherung besonders lohnen, da der Leistungsanspruch nicht vom Schweregrad der Fehlstellung abhängt.

Diese Großzügigkeit bei der Kieferorthopädie unterscheidet die Stuttgarter von manchen Wettbewerbern, die eine Erstattung erst ab mittleren oder schweren Fehlstellungsgraden vorsehen. Gerade bei Kindern, deren Zahnfehlstellung noch nicht abschließend beurteilt werden kann, bietet dieser frühzeitige Schutz eine gewisse Planungssicherheit für die Eltern, da spätere Diagnosen unabhängig vom Schweregrad abgesichert bleiben.

Eltern sollten dabei beachten, dass die Vier-Jahres-Grenze bei der Zahnstaffel auch für kieferorthopädische Behandlungen gilt. Wer eine kieferorthopädische Behandlung des Kindes bereits in den ersten Versicherungsjahren absehen kann, sollte den Vertrag entsprechend frühzeitig abschließen, um von der vollen Erstattung ohne zeitliche Begrenzung zu profitieren.

Da kieferorthopädische Behandlungen häufig über mehrere Jahre laufen und mit regelmäßigen Kontrollterminen verbunden sind, lohnt sich ein früher Vertragsabschluss auch aus praktischen Gründen: Je früher die Versicherung besteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gesamte Behandlungsdauer bereits außerhalb der anfänglichen Staffelbegrenzung liegt und somit vollständig ohne Höchstbetrag erstattet wird.

smile! Zahnstaffel und Wartezeiten

Wie bei den meisten Zahnzusatzversicherungen üblich, begrenzt auch die Stuttgarter die Erstattungshöhe für Zahnersatz innerhalb der ersten vier Kalenderjahre durch eine sogenannte Zahnstaffel.

Rumpfjahr-Besonderheit bei der Zahnstaffel

Eine Besonderheit der Stuttgarter-Zahnstaffel: Das erste Versicherungsjahr wird als Rumpfjahr behandelt und endet unabhängig vom genauen Vertragsbeginn bereits zum 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres. Wer beispielsweise im Oktober einen Vertrag abschließt, profitiert dadurch potenziell früher vom zweiten Staffeljahr, als es bei Anbietern mit einer Zwölf-Monats-Zählung ab dem individuellen Vertragsbeginn der Fall wäre.

Vor Vertragsabschluss sollten Interessenten die genauen Ausschlüsse für bereits vorhandene fehlende Zähne und laufende Behandlungen sorgfältig mit den aktuellen Tarifbedingungen abgleichen. Unabhängige Beobachter haben in der Vergangenheit auf teils unklare Formulierungen bei den Ausschlussklauseln hingewiesen, weshalb sich ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen vor Antragstellung lohnt.

Grundsätzlich gilt bei den meisten Zahnzusatzversicherungen: Bereits fehlende, noch nicht dauerhaft ersetzte Zähne sowie bei Antragstellung bereits begonnene oder ärztlich angeratene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wer sich unsicher ist, ob eine bestimmte Vorbehandlung unter diesen Ausschluss fällt, sollte vor der verbindlichen Antragstellung direkt bei der Stuttgarter oder einem unabhängigen Vermittler nachfragen, um spätere Unklarheiten im Leistungsfall zu vermeiden.

Stuttgarter Krankenzusatz ambulant: Basis, Komfort, Premium

Der Tarif Krankenzusatz ambulant ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung um Leistungen, die im GKV-Alltag häufig nur anteilig oder gar nicht übernommen werden. Der Tarif ist in drei Stufen erhältlich: Basis, Komfort und Premium.

Einsteiger

Krankenzusatz ambulant Basis

  • Deckt eine Vielzahl von Leistungsarten ab
  • Geringere Erstattungssummen, dafür günstigerer Beitrag
Mittelstufe

Krankenzusatz ambulant Komfort

  • Höhere Erstattungssummen als im Basis-Tarif
  • Übernimmt zusätzlich LASIK und Hörhilfen
Umfassend

Krankenzusatz ambulant Premium

  • Hohe Erstattungssummen in allen Leistungsbereichen
  • Übernimmt zusätzlich Präventionskurse

Kein Ausschluss der gesetzlichen Zuzahlung

Gesetzlich Versicherte müssen bei vielen ambulanten Leistungen eine Zuzahlung von 10 Prozent der Kosten leisten, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro. Krankenzusatz ambulant befreit Versicherte von dieser Belastung. Auch Brillen und Kontaktlinsen werden erstattet, selbst wenn sich die Sehschärfe seit der letzten Anschaffung nicht verändert hat – ein Punkt, den die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nicht berücksichtigt.

Für junge, gesunde Versicherte kann bereits der Basis-Tarif eine sinnvolle Ergänzung darstellen, um die laufenden gesetzlichen Zuzahlungen abzudecken, ohne dabei einen hohen monatlichen Beitrag zu zahlen. Mit steigendem Alter und häufigerer Inanspruchnahme ambulanter Leistungen verschiebt sich die Kosten-Nutzen-Rechnung häufig zugunsten der höherwertigen Stufen Komfort oder Premium.

Stuttgarter Krankenzusatz ambulant: Hörgeräte, LASIK und Prävention

Ab der Tarifstufe Komfort übernimmt Krankenzusatz ambulant bis zu 100 Prozent der Kosten bis 800 Euro für Hörhilfen und operative Sehschärfenkorrekturen wie LASIK. Da die gesetzliche Krankenversicherung für hochwertige Hörgeräte häufig nur einen geringen Zuschuss zahlt und Laserverfahren am Auge grundsätzlich nicht übernimmt, kann diese Zusatzleistung im Bedarfsfall mehrere hundert Euro Eigenanteil einsparen.

Präventionskurse im Tarif Premium

Im Tarif Premium übernimmt die Stuttgarter bis zu 100 Prozent der Kosten bis 400 Euro für Präventionskurse wie Rückentraining, Yoga, Faszien-Training oder Wirbelsäulengymnastik innerhalb von zwei Versicherungsjahren. Anrechenbare Vorleistungen etwa der gesetzlichen Krankenversicherung werden dabei einbezogen, sodass sich die private Zusatzleistung und die GKV-Leistung sinnvoll ergänzen, statt sich zu überschneiden.

Ein weiterer Vorteil von Krankenzusatz ambulant: Der Vertrag beginnt ohne klassische Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit, und die Stuttgarter verzichtet ausdrücklich auf eine Kündigung im Leistungsfall. Für Versicherte, die im Alltag regelmäßig ambulante Zusatzkosten haben, etwa durch eine neue Brille oder wiederkehrende Vorsorgeuntersuchungen, kann sich der Tarif bereits nach kurzer Zeit finanziell auszahlen.

Diese Kombination aus fehlenden Gesundheitsfragen und dem Verzicht auf eine Kündigung im Leistungsfall unterscheidet Krankenzusatz ambulant von manchen anderen Zusatzversicherungen, bei denen der Versicherer nach einer größeren Schadensregulierung theoretisch die Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung hätte. Für Versicherte bedeutet dieser Verzicht eine zusätzliche Planungssicherheit: Der einmal abgeschlossene Schutz bleibt auch dann bestehen, wenn er im Laufe der Zeit intensiv in Anspruch genommen wird.

Bei der Wahl zwischen den drei Tarifstufen Basis, Komfort und Premium empfiehlt sich eine realistische Einschätzung der eigenen Inanspruchnahme: Wer regelmäßig neue Sehhilfen benötigt oder auf Hörgeräte angewiesen ist, profitiert stärker von den höherwertigen Stufen Komfort oder Premium, während Versicherte mit seltenerem Bedarf an ambulanten Zusatzleistungen mit dem günstigeren Basis-Tarif meist gut bedient sind.

Stuttgarter Unfallvorsorge aktiv: Ergänzung zur Krankenzusatzversicherung

Ergänzend zu den Krankenzusatzprodukten bietet die Stuttgarter mit der Unfallvorsorge aktiv eine private Unfallversicherung an, die in den Produktlinien Komfort und Premium erhältlich ist. Zu den Grundleistungen zählen eine Invaliditätsleistung, eine lebenslange Unfall-Rente sowie eine Todesfallleistung.

Zusatzleistungen für Familien

Für Kinder sieht die Stuttgarter besondere Zusatzleistungen vor: eine Soforthilfe bei erstmaliger Krebserkrankung bis zur Volljährigkeit sowie ein Schulausfallgeld, das ab dem 10. Tag gezahlt wird, wenn ein Kind infolge eines Unfalls nicht am Unterricht teilnehmen kann – etwa zur Finanzierung von Nachhilfeunterricht. Zusätzlich sind ein Unfall-Krankenhaustagegeld und ein optionales Schmerzensgeld bei Verletzungen wie Bänderrissen oder Knochenbrüchen verfügbar.

Die Unfallvorsorge aktiv lässt sich während der Vertragslaufzeit flexibel anpassen, etwa durch einen Wechsel der Produktlinie, eine andere Gliedertaxe oder die Ergänzung passender Zusatzleistungen wie der Option Schmerzensgeld. Diese Flexibilität erlaubt es Versicherten, den Schutz im Zeitverlauf an veränderte Lebensumstände anzupassen, ohne den Vertrag komplett neu abschließen zu müssen.

Auch für Frauen bietet die Stuttgarter innerhalb der Unfallvorsorge aktiv besondere Zusatzleistungen an: Bei erstmaliger Diagnose von Brust-, Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs während der Vertragslaufzeit zahlt die Stuttgarter eine Einmalzahlung aus – ohne erneute Gesundheitsprüfung bei Antragstellung. Vergleichbare Einmalzahlungen bei bestimmten Krebserkrankungen und Organschäden an Hirn, Herz, Nieren, Lunge oder Leber stehen grundsätzlich auch anderen Versicherten offen.

Diese Kombination aus klassischer Unfallabsicherung und zusätzlichen Einmalzahlungen bei schweren Diagnosen zeigt, dass die Stuttgarter ihre Unfallvorsorge nicht nur auf den klassischen Unfallbegriff beschränkt, sondern auch krankheitsbedingte Risiken punktuell mit einbezieht, die im Alltag vieler Versicherter eine relevante Rolle spielen können.

Auch für Menschen ab 50 Jahren hält die Stuttgarter besondere Aspekte in der Unfallvorsorge aktiv bereit: Da die Genesung nach einem Unfall in höherem Alter statistisch oft länger dauert, kann eine frühzeitige und ausreichend hohe Absicherung der Invaliditätsleistung gerade für diese Altersgruppe eine wichtige finanzielle Rolle spielen, um die Folgen eines möglicherweise langwierigen Heilungsprozesses abzufedern.

Die Stuttgarter als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Die Stuttgarter wurde 1908 als Württembergische Privat-, Kranken- und Sterbekasse gegründet und entwickelte sich aus dieser genossenschaftlich organisierten Versicherung im Laufe der Zeit zur heutigen Versicherungsgruppe mit Sitz in Stuttgart. Seit den 1950er Jahren weitete das Unternehmen sein Geschäft zunehmend auf ganz Deutschland aus.

Konzernstruktur mit spezialisierter Vertriebsgesellschaft

An der Spitze der Versicherungsgruppe steht die Stuttgarter Lebensversicherung a. G., die als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert ist und damit ihren Mitgliedern statt externen Aktionären verpflichtet ist. Die privaten Zahn- und Krankenzusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte vertreibt die Tochtergesellschaft Stuttgarter Versicherung AG. Daneben bietet die Versicherungsgruppe unter anderem Renten-, Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen an.

Diese Konzernstruktur mit einer auf Kranken- und Unfallzusatzversicherungen spezialisierten Tochtergesellschaft innerhalb einer größeren, als Versicherungsverein organisierten Gruppe ist im deutschen Versicherungsmarkt weit verbreitet und erlaubt es der Stuttgarter, sich im Gesundheitsbereich auf ein überschaubares, aber qualitativ hochwertiges Produktportfolio zu konzentrieren.

Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit unterscheidet sich die Konzernspitze der Stuttgarter grundlegend von börsennotierten Aktiengesellschaften: Überschüsse fließen nicht an externe Anteilseigner, sondern kommen im Rahmen der Unternehmensausrichtung den Mitgliedern selbst zugute. Diese Struktur wird von manchen Versicherten als besonders vertrauenswürdig wahrgenommen, da die Interessen des Versicherers und der Versicherten stärker gleichgerichtet sind als bei renditeorientierten Aktiengesellschaften.

Mit über 100 Jahren Markterfahrung im Versicherungsgeschäft kann die Stuttgarter auf eine lange Historie im Umgang mit Kranken- und Unfallrisiken zurückgreifen. Diese Kontinuität zeigt sich auch in der schrittweisen Weiterentwicklung der Produktlinien, wie der Ablösung der älteren Zahnzusatztarife Z3 und Z4 durch die aktuellen Tarife Z13 und Z14 mit erweitertem Leistungsumfang.

Die Stuttgarter im Gesamturteil

Die Stuttgarter eignet sich besonders für gesetzlich Versicherte, die gezielt eine hochwertige Zahnzusatzversicherung suchen und dabei Wert auf ein von Stiftung Warentest mehrfach bestätigtes Qualitätsniveau legen. Der Tarif smile! ZahnPremium gehört mit seiner Kombination aus 90 Prozent Zahnersatz-Erstattung, unbegrenzter Zahnreinigung und dem frühen Kieferorthopädie-Schutz bereits bei leichten Fehlstellungen zu den leistungsstärkeren Angeboten am deutschen Markt.

Wer darüber hinaus eine breitere Absicherung im ambulanten Bereich sucht, findet mit Krankenzusatz ambulant eine sinnvolle Ergänzung, die ohne Gesundheitsfragen und Wartezeit startet. Für Interessenten, die eine umfassendere Absicherung wünschen, etwa im stationären Krankenhausbereich oder bei Auslandsreisen, bietet die Stuttgarter im Kranken-Zusatzsegment aktuell kein eigenständiges Produkt an – hier sollte gegebenenfalls ein Vergleich mit spezialisierten Anbietern erfolgen.

Diese Lücke im Produktportfolio sollte bei der Anbieterwahl realistisch einkalkuliert werden: Wer sowohl eine hochwertige Zahnzusatzversicherung als auch einen umfassenden Krankenhausschutz aus einer Hand wünscht, muss bei der Stuttgarter für den stationären Bereich auf einen zweiten Anbieter zurückgreifen oder gezielt prüfen, ob die eigene gesetzliche Krankenversicherung in diesem Bereich bereits ausreichend Schutz bietet.

Für alle, die eine vollständige Krankenvollversicherung suchen, ist die Stuttgarter mangels entsprechendem Angebot ohnehin nicht die passende Wahl. Wer sich dagegen auf Zahnersatz, ambulante Zusatzkosten und ergänzenden Unfallschutz konzentrieren möchte, findet in der Stuttgarter einen traditionsreichen und in unabhängigen Tests gut bewerteten Anbieter.

Insgesamt positioniert sich die Stuttgarter als Anbieter, der bewusst auf ein fokussiertes statt auf ein möglichst breites Produktportfolio setzt. Diese Konzentration auf wenige, dafür besonders sorgfältig ausgearbeitete Tarife zeigt sich sowohl in den wiederholten Bestnoten für smile! ZahnPremium als auch in der flexiblen, kündigungssicheren Ausgestaltung von Krankenzusatz ambulant. Wer sich für die Stuttgarter interessiert, sollte in jedem Fall die individuellen Beitrags- und Leistungsdaten für die eigene Situation einholen, da sich diese je nach Alter und gewählter Tarifstufe unterscheiden können.

Die Stuttgarter: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die Stuttgarter konzentriert sich als Zusatzversicherer auf die ausgezeichnete Zahnzusatzversicherung smile!, den flexiblen Tarif Krankenzusatz ambulant sowie die Unfallvorsorge aktiv. Wer sich für die passende Tarifstufe entscheiden möchte, sollte die genauen Leistungsunterschiede zwischen ZahnKomfort und ZahnPremium sowie zwischen den drei Stufen von Krankenzusatz ambulant sorgfältig vergleichen.