R+V Vollversicherung: Das GesundheitsKonzept AGIL

Die R+V bündelt ihre private Krankenvollversicherung im GesundheitsKonzept AGIL, das in den drei Leistungsstufen AGIL classic pro, AGIL comfort und AGIL premium erhältlich ist. Diese Struktur soll es Versicherten ermöglichen, flexibel zu entscheiden, welcher Versicherungsschutz zu welcher Zeit der richtige für sie ist.

MerkmalAGIL classic proAGIL comfortAGIL premium
LeistungsniveauPreisgünstigFlexibler RundumschutzHöchste Leistungsstufe
KrankenhausMehrbettzimmerEin-/Zweibettzimmer, ChefarztEin-/Zweibettzimmer, Chefarzt
Auslandsschutz6 Monate EU-Ausland6 Monate EU-AuslandUnbegrenzt
ArztzugangHausarztprinzip (100 % mit Überweisung, sonst 75 %)Hausarztprinzip (100 % mit Überweisung, sonst 75 %)Freie Arztwahl, 100 %
Zahnbehandlung100 %100 %100 %
Zahnersatz/Kieferorthopädie75 %75–80 %80 % (keine Zahnstaffel)
Heilpraktiker/Naturheilverfahren75 %Erweitert100 % nach GebüH
PsychotherapieEingeschränktErweitert100 % bei approbierten Therapeuten
SehhilfenBasisniveauErweitertBis 900 € alle 3 Jahre (keine Lasik/OP)
Selbstbehaltstufen0/480/960/1.920 €0/480/960/1.920 €0/480/960/1.920 €
Musterbeitrag (30 J., mit Krankentagegeld)Günstigster der drei StufenMittleres NiveauAb 196,12 € (Stufe 240 SB) bis 273,14 €

Vor Beginn einer Zahnersatz- oder kieferorthopädischen Behandlung ist eine Kostenzusage der R+V erforderlich, sonst Kürzung der Leistung um 50 %.

Auffällig ist, dass der Premiumtarif AGIL premium beim Zahnersatz mit 80 Prozent nicht automatisch die höchste Erstattung aller drei Stufen bietet und zudem keine Zahnstaffel in den ersten Vertragsjahren vorsieht – anders als bei manchen Wettbewerbern üblich. Wer besonderen Wert auf eine möglichst hohe Zahnersatzquote legt, sollte diesen Punkt vor Vertragsabschluss genau prüfen und gegebenenfalls eine zusätzliche Zahnzusatzversicherung in Erwägung ziehen.

Bei den Sehhilfen zeigt sich ein ähnliches Bild: AGIL premium erstattet bis zu 900 Euro für Brillen und Kontaktlinsen alle drei Jahre, deckt operative Sehschärfenkorrekturen wie Lasik jedoch nicht ab – ein Punkt, der in manchen Tarifvergleichen missverständlich dargestellt wird. Wer eine solche Augenoperation plant, sollte diese Kosten daher separat einkalkulieren oder gezielt nach einem Tarif mit entsprechender Zusatzleistung suchen.

R+V Selbstbehalt-Wahlrecht: 0, 480, 960 oder 1.920 Euro

Bei allen drei AGIL-Tarifen besteht ein Wahlrecht zwischen vier Selbstbehaltstufen: 0 Euro, 480 Euro, 960 Euro und 1.920 Euro pro Jahr. Diese Flexibilität erlaubt es Versicherten, den monatlichen Beitrag gezielt an die eigene finanzielle Situation anzupassen.

Höherer Selbstbehalt senkt den monatlichen Beitrag spürbar

Wer sich für einen höheren Selbstbehalt entscheidet, senkt damit in der Regel den monatlichen Beitrag deutlich, trägt im Behandlungsfall aber auch einen größeren Anteil der Kosten selbst. Ein absoluter Selbstbehalt von beispielsweise 480 Euro gilt dabei üblicherweise nicht für Schutzimpfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Zahnprophylaxe und professionelle Zahnreinigung, sodass diese wichtigen Präventionsleistungen unabhängig vom gewählten Selbstbehalt in Anspruch genommen werden können.

Für Versicherte, die überwiegend gesund sind und selten zum Arzt gehen, kann sich ein höherer Selbstbehalt von 1.920 Euro finanziell auszahlen, da die daraus resultierende Beitragsersparnis über mehrere Jahre hinweg die gelegentlich anfallenden Eigenanteile deutlich übersteigen kann. Wer sich für die mittleren Selbstbehaltstufen von 480 oder 960 Euro entscheidet, wählt damit häufig einen guten Kompromiss zwischen Beitragshöhe und finanzieller Belastung im Behandlungsfall.

Rechenbeispiel: Selbstbehalt 0 versus 960 Euro

Angenommen, die monatliche Beitragsdifferenz zwischen dem Selbstbehalt von 0 Euro und 960 Euro beträgt 35 Euro, ergibt sich über ein Jahr eine Ersparnis von 420 Euro bei Wahl der höheren Selbstbehaltstufe. Fallen in einem Jahr keine oder nur geringe Behandlungskosten an, übersteigt diese Ersparnis den möglichen Mehraufwand durch den höheren Selbstbehalt deutlich.

R+V für Beamte: Die Beihilfe classic/comfort/premium-Reihe

Für Beihilfeberechtigte bietet die R+V mit Beihilfe classic, Beihilfe comfort und Beihilfe premium drei eigenständige Tarife an. Der Tarif Beihilfe classic umfasst zahnärztliche, ambulante und stationäre Leistungen, während comfort und premium zusätzlich die Krankenhausunterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer ermöglichen. Einen bundesländerübergreifenden Überblick zu den Beihilfesätzen liefert der eigene Beihilfe-Ratgeber.

Grundschutz

R+V Beihilfe classic

  • Zahnbehandlung 100 %, Zahnersatz und Kieferorthopädie 80 %, auch über GOZ-Höchstsatz
  • Krankenhaus: allgemeine Pflegeleistungen im Mehrbettzimmer
  • Kein Zahnstaffel, keine Erstattungshöchstbeträge bei Zahnersatz
Erweitert

R+V Beihilfe comfort

  • Zusätzlich Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • Arzthonorare auch über den GOÄ-Höchstsatz hinaus erstattungsfähig
  • Top-Leistungen für Vorsorge und Schutzimpfungen, ohne Einfluss auf die Beitragsrückerstattung
Premium

R+V Beihilfe premium

  • Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus wählbar
  • Refraktive Chirurgie (z. B. Lasik) ohne begrenzende Höchstsumme
  • Unbegrenzter Auslandsschutz (classic/comfort: 6 Monate EU-Ausland)

Vergünstigungen für Beamtenanwärter

Für Beamtenanwärter bietet die R+V bei allen drei Beihilfetarifen besondere Vergünstigungen an, die den Einstieg in die private Krankenversicherung während der oft finanziell angespannten Ausbildungszeit erleichtern. Ergänzend steht ein Beihilfeergänzungstarif zur Verfügung, aus dem sich auch nicht beihilfefähige Medikamente erstatten lassen, die bereits aus dem Haupttarif der R+V übernommen wurden.

Arznei- und Verbandsmittel werden dabei in vollem Umfang erstattet. Diese zusätzliche Absicherung schließt eine Lücke, die bei rein beihilfekonformen Tarifen entstehen kann, wenn einzelne verschriebene Medikamente nicht vollständig von der Beihilfe abgedeckt werden – Versicherte erhalten dennoch weiterhin einen Anspruch auf die reguläre Beitragsrückerstattung.

Nach unabhängiger Einschätzung ist das Bedingungswerk des Beamtentarifs der R+V hervorragend ausgestaltet: Nahezu alle Leistungen werden umfassend abgedeckt, insbesondere bei Hilfsmitteln und zahnärztlichen Leistungen bestehen kaum Einschränkungen. Dafür gehört der Tarif zu den beitragsmäßig kostenintensiveren am Markt, wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis angesichts der Leistungsbreite als gerechtfertigt gilt. Das BeihilfeKonzept wurde zudem von Assekurata mit „Tarifqualität sehr gut", von Morgen & Morgen mit „ausgezeichnet" und von Focus Money als „Fairster Leistungsregulierer" bewertet.

Ob sich dieser umfassende, aber vergleichsweise teurere Beamtentarif für die eigene Situation lohnt, hängt maßgeblich vom individuellen Einstiegsalter und Gesundheitszustand ab. Jüngere Beamtenanwärter mit noch unbelastetem Gesundheitszustand profitieren dabei besonders von den bereits erwähnten Einstiegsvergünstigungen, während für ältere Wechselwillige mit bestehenden Vorerkrankungen ein genauer Vergleich mit anderen Beihilfetarifen ratsam ist.

Rechenbeispiel: Restkostenversicherung bei 50 Prozent Beihilfe

Erhält ein Beamter von seinem Dienstherrn eine Beihilfe von 50 Prozent, sollte die bei der R+V gewählte Restkostenversicherung entsprechend 50 Prozent der Kosten abdecken, damit sich beide Anteile zu genau 100 Prozent ergänzen. Bei einer Behandlung mit Gesamtkosten von 1.800 Euro übernähme die Beihilfe in diesem Fall 900 Euro, während die private Restkostenversicherung die verbleibenden 900 Euro erstattet.

R+V für Studenten: Studenten-Tarife im Überblick

Die Studenten-Tarife der R+V gelten bis zum Ende des 30. Lebensjahres und können bis zum 14. Fachsemester abgeschlossen werden. Die R+V stellt dabei teilweise Leistungen zur Verfügung, die den Kassenleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen.

Frühzeitiger Einstieg sichert günstige Beiträge

Ein früher Einstieg in die private Krankenversicherung während des Studiums sichert in der Regel besonders günstige Beiträge, da sich diese maßgeblich am jungen Eintrittsalter orientieren. Die Begrenzung auf das 14. Fachsemester und das 30. Lebensjahr sollte dabei von Anfang an in die eigene Studienplanung einbezogen werden, insbesondere bei einem längeren Studium mit mehreren Fachrichtungswechseln.

Sobald das Studium erfolgreich abgeschlossen ist und der Berufseinstieg gelingt, lohnt sich ein erneuter Blick auf die gewählte Tarifkombination, da das gestiegene Einkommen häufig einen umfassenderen Versicherungsschutz finanziell möglich macht. Ein interner Wechsel vom Studenten-Tarif in eine höherwertige AGIL-Stufe ist bei der R+V grundsätzlich ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich, sofern sich der Gesundheitszustand seit dem ursprünglichen Vertragsabschluss nicht verschlechtert hat.

R+V für Ärzte: Tarife und Konditionen

Auch für Ärzte und andere akademische Heilberufe steht das GesundheitsKonzept AGIL mit seinen drei Leistungsstufen offen. Da sich die passende Tarifwahl je nach Fachrichtung, Anstellungsverhältnis und individuellem Absicherungsbedarf unterscheidet, empfiehlt sich für Mediziner ein gezielter Tarifvergleich vor der endgültigen Entscheidung.

Krankentagegeld für die eigene Praxis mitdenken

Für Ärzte mit eigener Praxis empfiehlt sich zusätzlich ein Krankentagegeld, da im Krankheitsfall neben dem eigenen Einkommen auch laufende Betriebskosten wie Praxismiete und Personal unabhängig von der persönlichen Arbeitsfähigkeit weiterlaufen. Angestellte mit gesetzlichem Lohnfortzahlungsanspruch sind von dieser zusätzlichen finanziellen Belastung in der Regel nicht betroffen.

Niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis können als Selbstständige unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit zur R+V wechseln. Angestellte Mediziner in Kliniken müssen dagegen erst die reguläre Versicherungspflichtgrenze überschreiten, ehe ein Wechsel in die private Krankenversicherung infrage kommt. Wann genau ein Wechsel möglich wird, zeigt der Ratgeber zu den PKV-Zeitpunkten.

Für Medizinstudenten, die bereits während des Studiums bei der R+V versichert waren, gestaltet sich der Übergang in die reguläre Vollversicherung nach dem Berufseinstieg als approbierter Arzt unkompliziert, sofern lediglich eine höherwertige Tarifstufe innerhalb desselben Anbieters gewählt wird. Auch approbierte Zahnärzte und Tierärzte können als Angehörige akademischer Heilberufe von denselben Konditionen profitieren wie Humanmediziner.

Im Gegensatz zu manchen spezialisierten Ärzteversicherern bietet die R+V keine eigenständigen, ausschließlich auf medizinische Berufsgruppen zugeschnittenen Ärztetarife an. Wer als Mediziner besonderen Wert auf ein spezielles Praxisschutzkonzept legt, sollte diesen Aspekt beim Vergleich mit anderen Anbietern entsprechend berücksichtigen. Für Ärzte, die vor allem eine solide, breit aufgestellte Vollversicherung ohne Spezialisierung auf die eigene Berufsgruppe suchen, bleibt das GesundheitsKonzept AGIL dennoch eine überlegenswerte Option.

R+V für Selbstständige und Freiberufler

Auch für Selbstständige und freiberuflich Tätige bietet die R+V das GesundheitsKonzept AGIL mit den drei Leistungsstufen classic pro, comfort und premium an. Selbstständige können dabei unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit in die private Krankenversicherung wechseln.

Preis-Leistungs-Empfehlung für Selbstständige

Nach unabhängiger Einschätzung gehört das GesundheitsKonzept AGIL zu den Tarifen mit einer Preis-Leistungs-Empfehlung für Selbstständige. Die Tarifstufen unterscheiden sich dabei hauptsächlich in der Unterbringung im Krankenhaus, der Erstattungshöhe bei Zahnersatz und Kieferorthopädie sowie der Höhe der wählbaren Selbstbeteiligung.

Existenzgründer, die sich in der finanziell oft herausfordernden Anfangsphase ihrer Selbstständigkeit befinden, profitieren von der Möglichkeit, zunächst den kostengünstigeren Tarif AGIL classic pro zu wählen und später bei verbesserter wirtschaftlicher Lage in eine höherwertige Tarifstufe zu wechseln.

Für Freiberufler aus beratenden oder kreativen Berufen, deren Einkommen von Auftrag zu Auftrag schwanken kann, bietet die R+V mit ihren vier Selbstbehaltstufen eine zusätzliche Möglichkeit, den monatlichen Beitrag flexibel an die eigene wirtschaftliche Situation anzupassen. Wer in einem besonders erfolgreichen Geschäftsjahr mehr finanzielle Reserven aufbauen konnte, kann den Selbstbehalt entsprechend erhöhen und dadurch den laufenden Beitrag senken.

Die genossenschaftliche Ausrichtung der R+V kann für Selbstständige, die bereits geschäftliche Beziehungen zu einer Volksbank oder Raiffeisenbank unterhalten, einen zusätzlichen Anknüpfungspunkt bieten. Wer ohnehin regelmäßig mit der örtlichen Genossenschaftsbank in Kontakt steht, kann diese Verbindung nutzen, um sich zu den passenden R+V-Tarifen für Selbstständige beraten zu lassen. Diese Nähe zur regionalen Bankberatung unterscheidet die R+V von reinen Onlineversicherern ohne vergleichbares Filialnetz.

R+V im Alter: Wie sich die Beitragslast dämpfen lässt

Mit dem Eintritt ins Rentenalter vermindert sich in der Regel das Einkommen, während die Fixkosten bestehen bleiben. Um die Beiträge für die private Krankenversicherung im höheren Lebensalter zu senken, bietet die R+V eine Beitragsentlastung im Alter an.

Niedrigere Beiträge im Alter ohne Leistungseinschränkung

Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung lässt sich die Beitragsentlastung im Alter in den Versicherungsschutz einschließen. Dieser Baustein sorgt dafür, dass Versicherte im höheren Lebensalter niedrigere Beiträge zahlen, ohne dabei Einschränkungen beim Leistungsumfang hinnehmen zu müssen.

Je früher dieser Baustein in den eigenen Vertrag integriert wird, desto länger kann das eingezahlte Kapital wachsen und desto stärker fällt die spätere Beitragsentlastung im Verhältnis zum eingezahlten Zusatzbeitrag aus.

Besonders für Selbstständige, die anders als Angestellte nicht automatisch auf Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zurückgreifen können, lohnt sich dieser Baustein, da die private Krankenversicherung im Ruhestand oft zu einem der größten regelmäßigen Ausgabenposten wird. Wer frühzeitig vorsorgt, kann diese finanzielle Belastung im Alter spürbar abmildern, ohne dabei Abstriche beim gewohnten Versicherungsschutz hinnehmen zu müssen.

R+V Beitragsrückerstattung

Wenn über ein Jahr keine Arztrechnungen bei der R+V eingereicht werden, erhalten Versicherte einen Teil der Monatsbeiträge zurück. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen können dabei eingereicht werden, ohne die Beitragsrückerstattung zu gefährden.

Bis zu drei Monatsbeiträge bei mehrjähriger Leistungsfreiheit

Die Beitragsrückerstattung fällt je nach Dauer der Leistungsfreiheit unterschiedlich hoch aus: Bei ein bis fünf Jahren ohne Leistungsanspruch erhalten Versicherte zwischen einem und drei Monatsbeiträgen zurück, ohne dass Vorsorgeleistungen und Schutzimpfungen dabei berücksichtigt werden. Voraussetzung ist üblicherweise eine mindestens einjährige Leistungsfreiheit sowie eine Weiterversicherung im Tarif bis zur Jahreshälfte des Folgejahres.

Wer zusätzlich sparen möchte, kann für alle drei AGIL-Tarife einen Selbstbehalt vereinbaren, der sich mit der Beitragsrückerstattung sinnvoll kombinieren lässt, um die eigenen PKV-Kosten weiter zu senken.

Diese Kombination aus Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung kann sich für Versicherte mit stabiler finanzieller Situation besonders auszahlen: Wer über ausreichende Rücklagen verfügt, um gelegentliche Behandlungskosten selbst zu tragen, profitiert doppelt von einem niedrigeren monatlichen Beitrag durch den Selbstbehalt und einer zusätzlichen Rückerstattung bei mehrjähriger Leistungsfreiheit.

Pflegevorsorge bei der R+V: Pflicht- und Zusatzversicherung

Zum Versicherungsumfang der R+V-Vollversicherung zählt auch die gesetzlich vorgeschriebene Pflege-Pflichtversicherung, die dem Leistungsniveau der gesetzlichen Pflegeversicherung entspricht. Sie muss immer dann im Zusammenhang mit der privaten Krankenversicherung abgeschlossen werden, wenn bei der R+V eine Vollversicherung für medizinische Leistungen besteht.

Ergänzendes Pflegetagegeld für weitergehenden Schutz

Da die gesetzliche Pflegepflichtversicherung im Ernstfall häufig nicht ausreicht, um die tatsächlichen Pflegekosten vollständig zu decken, bietet die R+V mit dem Pflegetagegeld eine ergänzende Absicherung an. Wer sich frühzeitig für diesen Zusatzbaustein entscheidet, profitiert von einem günstigeren Einstiegsbeitrag, da sich dieser maßgeblich am Eintrittsalter orientiert.

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland gewinnt eine durchdachte private Pflegevorsorge zunehmend an Bedeutung. Wer im Pflegefall nicht auf einem erheblichen Eigenanteil sitzenbleiben möchte, sollte diesen Aspekt bereits bei der grundlegenden Absicherung mitdenken.

Wer als Angehöriger selbst die häusliche Pflege eines Familienmitglieds übernimmt, profitiert bei einem zusätzlichen Pflegetagegeld besonders: Anders als bei einer reinen Sachleistung, die nur nachgewiesene professionelle Pflegedienste vergütet, lässt sich diese Zahlung völlig frei für die eigenen individuellen Bedürfnisse während der aufopferungsvollen Pflegetätigkeit einsetzen.

Von der GKV zur R+V: Ablauf und Voraussetzungen

Ein Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung bei der R+V setzt voraus, dass eine der grundlegenden Zugangsvoraussetzungen erfüllt ist. Selbstständige oder freiberuflich Tätige sowie Studenten und Beamte können unabhängig vom Einkommen wechseln, während Angestellte ein Bruttoeinkommen oberhalb der jeweils gültigen Jahresarbeitsentgeltgrenze benötigen.

Gesundheitsprüfung als Voraussetzung für den Vertragsabschluss

Vor dem eigentlichen Vertragsabschluss prüft die R+V die eingereichten Gesundheitsangaben im Rahmen der üblichen Risikoprüfung. Je nach individuellem Gesundheitszustand kann dies zu einem Risikozuschlag oder in Einzelfällen zum Ausschluss bestimmter Vorerkrankungen führen.

Wer nahtlos von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchte, sollte die übliche Bearbeitungszeit von mehreren Wochen für Risikoprüfung und Vertragserstellung von Beginn an in die eigene Planung einbeziehen und die Kündigungsfrist der bisherigen Krankenkasse entsprechend abstimmen.

Vor dem eigentlichen Antrag empfiehlt sich zudem eine anonyme Risikovoranfrage, bei der geprüft wird, ob und zu welchen Konditionen die R+V den gewünschten Versicherungsschutz gewähren würde. Diese Voranfrage klärt mögliche Risikozuschläge bereits im Vorfeld, ohne dass eine spätere Ablehnung im offiziellen Antrag bei anderen Versicherern vermerkt würde.

R+V Beitragsanpassung 2026: Optionen für Versicherte

Zum 1. Januar 2026 waren rund 60 Prozent der R+V-Versicherten von einer durchschnittlichen Beitragserhöhung von etwa 13 Prozent betroffen. Die Classic-pro-Tarife lagen dabei je nach Alterskohorte teils im zweistelligen Bereich bis über 25 Prozent, während auch bei Premium kräftige Zuschläge in den mittleren bis hohen 20er-Prozentbereichen verzeichnet wurden.

Neuverträge mit moderateren Erhöhungen

Neuverträge im aktuellen Versicherungsjahr können mit vergleichsweise moderateren Beitragserhöhungen zwischen 3 und 12 Prozent geschlossen werden. Erhöhungen bei Bestandskunden fallen dagegen je nach Tarif deutlich höher aus oder entfallen in einzelnen Fällen ganz.

Im Rahmen der Vollversicherung möchte die R+V den Tarifwechsel unkompliziert gestalten. Betroffene Versicherte haben zudem ein Sonderkündigungsrecht bei Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen, während die reguläre Kündigungsfrist bei der R+V drei Monate beträgt.

Wer von einer deutlichen Beitragserhöhung betroffen ist, sollte zunächst einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG prüfen lassen, bevor eine Kündigung des gesamten Vertrags in Erwägung gezogen wird. Ein interner Wechsel erfolgt unter Anrechnung der bereits angesparten Alterungsrückstellungen und ohne erneute Gesundheitsprüfung, sofern der neue Tarif keinen erweiterten Leistungsumfang gegenüber dem bisherigen Vertrag bietet.

Wer dagegen einen kompletten Anbieterwechsel erwägt, sollte beachten, dass nur ein Teil der bereits angesammelten Alterungsrückstellungen übertragbar ist. Ein interner Tarifwechsel bleibt daher für die meisten langjährigen Versicherten die finanziell vorteilhaftere Option gegenüber einem vollständigen Wechsel zu einem anderen Anbieter. Betroffene Versicherte sollten das jährliche Informationsschreiben der R+V zur anstehenden Beitragsanpassung sorgfältig lesen und bei Unklarheiten Rücksprache mit dem eigenen Berater oder dem Kundenservice halten.

Die Gesundheitsprüfung der R+V im Detail

Wer bei der R+V eine Vollversicherung oder umfangreichere Zusatzversicherungen abschließen möchte, muss üblicherweise eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Dabei werden typischerweise Angaben zu bereits überstandenen und aktuell bestehenden Krankheiten sowie regelmäßig genommenen Arzneimitteln erfragt, damit der Versicherer das individuelle Risiko einschätzen kann.

Wahrheitsgemäße Angaben sind entscheidend

Bei der Gesundheitsprüfung müssen sämtliche Angaben vollständig und der Wahrheit entsprechend erfolgen. Bleiben Vorerkrankungen unerwähnt, riskieren Versicherte, dass die R+V den Vertrag später anficht oder im jeweiligen Behandlungsfall die Leistung verweigert – auch dann, wenn der Vertrag schon seit Jahren läuft.

Abhängig vom Resultat dieser Prüfung besteht für die R+V die Möglichkeit, einen Beitragszuschlag zu verlangen oder einzelne Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz auszunehmen. Bei jungen und gesunden Antragstellern verläuft die Prüfung in aller Regel unkompliziert und ohne Zuschläge.

Wer bereits mit spürbaren Vorerkrankungen zur R+V wechseln möchte, sollte sich von vornherein auf mögliche Zuschläge einstellen und diese realistisch in die eigene Budgetplanung mit einbeziehen. Die im vorherigen Abschnitt beschriebene Risikovoranfrage kann in solchen Fällen besonders hilfreich sein, um vorab Klarheit über die zu erwartenden Konditionen zu gewinnen. Bei jungen und gesunden Antragstellern verläuft die Gesundheitsprüfung dagegen in aller Regel unkompliziert und ohne besondere Auffälligkeiten.

R+V Zusatzschutz: Von Zahn bis Pflege

Neben den drei Vollversicherungstarifen bietet die R+V eine Auswahl an Zusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte an, die gezielt die typischen Lücken der gesetzlichen Krankenversicherung schließen.

Zahn

Z1U+ZV / Z2U+ZV / Z3U+ZV

Kombitarife mit unterschiedlichen Erstattungsniveaus

Einkommen

Krankentagegeld

Absicherung des Einkommens im Krankheitsfall

Pflege

Pflegetagegeld

Ergänzung zur gesetzlichen Pflegepflichtversicherung

Diese Bausteine sprechen vor allem gesetzlich Versicherte an, die punktuell einzelne Lücken der GKV schließen möchten, ohne dafür gleich vollständig in die private Krankenversicherung wechseln zu müssen.

R+V Zahnzusatzversicherung: Z1U+ZV, Z2U+ZV und Premium-Schutz

Die R+V bietet mehrere Kombitarife aus Zahnbaustein und ZahnVorsorge (ZV) an, die sich in ihrem Erstattungsniveau für Zahnersatz deutlich unterscheiden. Diese modulare Bauweise erlaubt es Versicherten, den Baustein für Zahnersatz unabhängig von der Zahnbehandlung und Prophylaxe zu wählen, wobei sich die Komplexität der Tarifstruktur laut unabhängigen Einschätzungen ohne Beratung nicht immer leicht durchschauen lässt.

Einsteiger

R+V Z3U+ZV

  • Fokus auf Zahnbehandlung und Vorsorge
  • Einfachster Zahnzusatztarif der R+V
Gut

R+V Z2U+ZV

  • FINANZtest 07/2025: 2,0 „gut"
  • 70 % Zahnersatz, 100 % Zahnbehandlung
Sehr gut

R+V Z1U+ZV

  • FINANZtest 07/2025: 1,1 „sehr gut"
  • 90 % Zahnersatz, 100 % Zahnbehandlung
  • 100 % Zahnreinigung einmal pro Jahr

Premium- und Comfort-Schutz für Implantate

Beim Premium-Schutz-Baustein der R+V werden mindestens 90 Prozent der Kosten für Implantate erstattet, was bei Stiftung Warentest die Bestnote 1,0 „sehr gut" einbrachte. Der günstigere Comfort-Schutz übernimmt mindestens 70 Prozent der Implantatkosten und erstattet in den ersten vier Kalenderjahren bis zu 10.000 Euro für alle Zahnersatzmaßnahmen; nach Ablauf dieser vier Jahre entfällt die Summenbegrenzung vollständig. Wie sich Testurteile verschiedener Institute wie Stiftung Warentest und Franke und Bornberg richtig einordnen lassen, erklärt der Ratgeber zur PKV im Test.

Diese zeitlich befristete Summenbegrenzung in den ersten Vertragsjahren ist bei Zahnzusatzversicherungen ein verbreitetes Instrument, um das Versichertenkollektiv vor einer sofortigen, kostenintensiven Inanspruchnahme direkt nach Vertragsabschluss zu schützen. Wer bereits absehbar größeren Zahnersatzbedarf hat, sollte diese Fristen bei der Tarifwahl entsprechend berücksichtigen und gegebenenfalls den höherwertigen Premium-Schutz ohne diese Begrenzung bevorzugen. Ein Vergleich der genauen Vertragsbedingungen vor Abschluss lohnt sich in jedem Fall, um Überraschungen im tatsächlichen Behandlungsfall zu vermeiden.

Alle Premium-Schutz-Varianten können nach Anbieterangaben ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden, was den Einstieg auch bei bestehenden Vorerkrankungen erheblich erleichtert. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt bei den R+V-Zahntarifen zwei Jahre. Wie bei den meisten Zahnzusatzversicherungen üblich, übernimmt die R+V keine Kosten für bereits begonnene oder vom Zahnarzt angeratene Behandlungsmaßnahmen.

Rechenbeispiel: Zahnersatz mit Z1U+ZV

Kostet ein hochwertiger Zahnersatz beispielsweise 3.000 Euro und übernimmt die gesetzliche Krankenkasse davon im Rahmen der Regelversorgung rund 850 Euro, verbleibt ohne Zusatzschutz ein Eigenanteil von 2.150 Euro. Mit dem Tarif Z1U+ZV und seiner 90-prozentigen Erstattung für Zahnersatz lässt sich dieser Eigenanteil deutlich reduzieren.

R+V Krankentagegeld und Pflegetagegeld

Zur Absicherung des Einkommens im Krankheitsfall bietet die R+V ein eigenständiges Krankentagegeld an. Ergänzend steht mit dem Pflegetagegeld eine Zusatzversicherung zur Verfügung, die im Pflegefall über die gesetzliche Pflegepflichtversicherung hinausgehende finanzielle Unterstützung leistet.

Rechenbeispiel: Krankentagegeld für Selbstständige

Bei einem vereinbarten Tagessatz von 100 Euro und einer vierwöchigen Erkrankung mit 28 Tagen ergibt sich ein Krankentagegeld von 2.800 Euro – steuerfrei und unabhängig von sonstigen Einkünften. Für Selbstständige ohne Anspruch auf gesetzliches Krankengeld gehört dieser Baustein zu den zentralen Elementen einer vollständigen Absicherung.

Der individuell vereinbarte Tagessatz sollte sich dabei stets realistisch an den tatsächlich laufenden Fixkosten sowie dem üblichen Nettoeinkommen orientieren, damit im Ernstfall keine finanzielle Lücke entsteht. Wer sich unsicher ist, welcher Tagessatz für die eigene Situation angemessen ist, kann dies bei der Antragstellung individuell mit der R+V klären. Eine regelmäßige Überprüfung des vereinbarten Tagessatzes empfiehlt sich zudem bei wesentlichen Veränderungen der eigenen Einkommenssituation, etwa nach einer Gehaltserhöhung oder einem Wechsel der Selbstständigkeit.

Angestellte legen den Leistungsbeginn ihres Krankentagegelds meist auf das Ende der sechswöchigen gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers, während Selbstständige in der Regel einen deutlich früheren Zeitpunkt wählen, da bei ihnen die finanzielle Lücke unmittelbar mit Beginn der Arbeitsunfähigkeit entsteht.

Das Pflegetagegeld wiederum zahlt bei Eintritt eines Pflegefalls einen vereinbarten Tagessatz unabhängig von den tatsächlich nachgewiesenen Pflegekosten aus. Diese frei verwendbaren Mittel können sowohl für professionelle Pflegedienstleistungen als auch für die häusliche Pflege durch Angehörige eingesetzt werden, was den Versicherten eine hohe Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Pflegesituation ermöglicht.

Rechenbeispiel: Pflegetagegeld bei häuslicher Pflege

Bei einem vereinbarten Tagessatz von 50 Euro und einem vollen Monat häuslicher Pflege ergibt sich ein Pflegetagegeld von 1.500 Euro, das unabhängig von der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung ausgezahlt wird. Diese zusätzliche finanzielle Unterstützung kann etwa für die Entlohnung pflegender Angehöriger oder für ergänzende Pflegehilfsmittel eingesetzt werden.

Wer die Höhe des eigenen Pflegetagegelds festlegt, sollte dabei sowohl die gesetzlichen Leistungen der Pflegepflichtversicherung als auch die individuell erwarteten Zusatzkosten realistisch einschätzen. Eine zu niedrige Absicherung kann im Pflegefall zu einer erheblichen finanziellen Lücke führen, während eine übermäßig hohe Absicherung unnötig hohe Beiträge verursacht.

Was die R+V im Ausland absichert

Für Auslandsaufenthalte lässt sich bei der R+V eine eigenständige Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, die medizinisch notwendige Behandlungskosten im Ausland übernimmt. Diese Absicherung eignet sich besonders für gesetzlich Versicherte, deren Krankenkasse außerhalb der EU und einiger Abkommensstaaten in der Regel nur eingeschränkte Leistungen übernimmt.

Ergänzung zum bereits enthaltenen Auslandsschutz der Vollversicherung

Wer bereits eine R+V-Vollversicherung im Tarif AGIL premium besitzt, profitiert bereits vom unbegrenzten Auslandsschutz und benötigt in der Regel keine separate Auslandsreisekrankenversicherung. Versicherte in den Tarifen classic pro oder comfort mit ihrem auf sechs Monate begrenzten EU-Auslandsschutz sollten bei längeren oder außereuropäischen Reisen dagegen eine zusätzliche Absicherung prüfen.

Ein enthaltener Rücktransport bei medizinischer Notwendigkeit ist dabei ein zentrales Element des Auslandsschutzes, denn ohne entsprechende Absicherung können solche Transporte aus dem Ausland schnell mehrere Tausend Euro kosten. Wer regelmäßig außerhalb der EU verreist, etwa für Fernreisen oder berufliche Auslandsaufenthalte, sollte die genauen Vertragsbedingungen der eigenen Auslandsreisekrankenversicherung vorab sorgfältig prüfen.

Für Geschäftsreisende oder Familien mit regelmäßigen Fernreisen kann sich eine Jahrespolice finanziell besonders auszahlen, da sie unabhängig von der Reisehäufigkeit durchgehenden Schutz gewährleistet. Wer dagegen nur selten ins Ausland reist, ist mit einer Einzelreiseversicherung, die lediglich für die jeweilige Reisedauer gilt, meist finanziell besser bedient. Vor Vertragsabschluss lohnt sich stets ein Blick auf die genauen Leistungsbedingungen, insbesondere hinsichtlich der maximalen Reisedauer und eingeschlossener Reiseländer.

Der Nachwuchs und die R+V: Worauf Eltern achten sollten

Auch für Kinder bietet die R+V die Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung, sofern mindestens ein Elternteil selbst privat krankenversichert ist. Für Neugeborene besteht in der Regel eine Frist von zwei Monaten nach der Geburt, innerhalb derer eine Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung möglich ist.

Niedrige Einstiegsbeiträge für den Nachwuchs

Kinder profitieren in der privaten Krankenversicherung häufig von einem besonders niedrigen Einstiegsbeitrag, da sich der Beitrag maßgeblich am jungen Eintrittsalter orientiert und die Alterungsrückstellungen über eine besonders lange Laufzeit angespart werden können. Wer sein Kind frühzeitig bei der R+V versichert, sichert sich zudem den zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehenden, meist noch unbelasteten Gesundheitszustand für die gesamte künftige Vertragslaufzeit.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es bei der R+V keinen klassischen Familientarif mit beitragsfreier Mitversicherung der Kinder. Jedes Kind erhält vielmehr einen eigenständigen Vertrag mit individuellem Beitrag, was Familien bereits im Vorfeld realistisch in ihre Budgetplanung einbeziehen sollten.

Wer als privat versicherter Elternteil bei der R+V mehrere Kinder nachversichern möchte, sollte für jedes Kind die zweimonatige Frist nach der Geburt separat im Blick behalten, da diese individuelle Frist jeweils mit dem Geburtstermin des jeweiligen Kindes beginnt. Eine verspätete Nachversicherung außerhalb dieser Frist macht in der Regel eine reguläre Gesundheitsprüfung erforderlich. Werdende Eltern sollten diesen organisatorischen Aspekt daher bereits vor der Geburt in ihre Planung einbeziehen, um keine unnötigen Fristen zu verpassen.

R+V Apps und digitale Rechnungseinreichung

Die R+V bietet ihren Kunden gleich mehrere Apps zur digitalen Erleichterung ihrer Versicherungsverwaltung an. Rechnungen lassen sich dabei entweder per Post, E-Mail oder über ein Online-Erstattungsformular einreichen.

Mehrere Einreichungswege stehen gleichberechtigt zur Verfügung

Wer keine der Apps nutzen möchte, kann weiterhin auf klassische Einreichungswege wie Post oder E-Mail zurückgreifen. Diese Flexibilität kommt unterschiedlichen Kundenbedürfnissen entgegen, unabhängig davon, wie digital-affin der jeweilige Versicherte in seinem Alltag ist.

Für Versicherte, die ihre Verwaltung überwiegend digital erledigen möchten, bieten die R+V-Apps eine praktische Ergänzung zu den klassischen Einreichungswegen. Welche der Apps für welchen Anwendungsfall am besten geeignet ist, sollte im Einzelfall vorab mit dem eigenen Berater oder dem Kundenservice der R+V geklärt werden.

Basistarif und Standardtarif bei der R+V

Wie jeder private Krankenversicherer muss auch die R+V gesetzlich einen Basistarif führen, dessen Leistungsumfang und Höchstbeitrag an die gesetzliche Krankenversicherung angelehnt sind. Eine Ablehnung aufgrund von Vorerkrankungen ist bei diesem gesetzlichen Auffangtarif nicht möglich.

Wer seinen Vertrag bereits vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen hat, kann zusätzlich in den branchenweit einheitlichen Standardtarif wechseln. Für die überwiegende Mehrheit der heute Wechselwilligen mit üblichem, unauffälligem Gesundheitszustand bleiben Basis- und Standardtarif dennoch die Ausnahme, da die regulären AGIL-Tarife der R+V in Leistung und Komfort deutlich darüber liegen.

Wer sich zunächst aus finanziellen Gründen für den Basistarif entschieden hat, kann bei einer späteren Verbesserung der eigenen finanziellen Situation grundsätzlich in eine der regulären AGIL-Stufen wechseln. Bei einem solchen Wechsel ist üblicherweise eine erneute, gründliche Gesundheitsprüfung notwendig, weil der Basistarif von Anfang an als gesetzlich vorgeschriebene Auffanglösung ohne die sonst übliche Risikoprüfung gedacht war.

R+V Testergebnisse und Kundenbewertungen

Die Zahnzusatzversicherung der R+V gehört mit ihrem Kombitarif Z1U+ZV zu den gut bewerteten Angeboten am deutschen Markt: Bei Stiftung Warentest FINANZtest 07/2025 erzielte der Tarif die Note 1,1 „sehr gut", während der Premium-Schutz-Baustein sogar die Bestnote 1,0 erreichte. Der günstigere Tarif Z2U+ZV wurde mit „gut" (2,0) bewertet.

Mehrheitlich positive Kundenbewertungen bei eKomi

Mit einem Anteil von knapp über 88 Prozent positiver Bewertungen erhält die R+V auf der Bewertungsplattform eKomi eine gute Gesamtnote von ihren Kunden. Wiederkehrende positive Aussagen betreffen dabei vor allem die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Anliegen sowie die insgesamt zufriedenstellende Servicequalität.

Im direkten Vergleich der insgesamt sechs R+V-Zahntarife zeigt sich ein durchgängig solides Bild: Alle Tarife erreichen bei Stiftung Warentest mindestens die Bewertung „gut", was für eine insgesamt überzeugende Produktqualität über das gesamte Portfolio hinweg spricht.

Diese durchgängige Qualität über verschiedene Tarifstufen hinweg unterscheidet die R+V von manchen Wettbewerbern, bei denen sich gute Testnoten häufig auf einen einzelnen Premium-Tarif konzentrieren, während günstigere Einsteigertarife deutlich schwächer abschneiden. Für Versicherte mit begrenztem Budget bedeutet dies, dass auch die preisgünstigeren R+V-Zahntarife eine solide Absicherung bieten, ohne dabei auf ein Mindestmaß an Qualität verzichten zu müssen.

Wer sich für einen der günstigeren Einsteigertarife wie Z3U+ZV entscheidet, sollte dennoch die genauen Leistungsgrenzen für Zahnersatz vorab prüfen, da der Fokus dieser Tarifstufe stärker auf Zahnbehandlung und Vorsorge liegt als auf umfangreicherem Zahnersatz. Für Versicherte mit absehbar höherem Zahnersatzbedarf empfiehlt sich daher meist der direkte Vergleich mit den leistungsstärkeren Tarifen Z1U+ZV oder dem Premium-Schutz-Baustein. Ein Blick auf die individuelle Zahngesundheit und familiäre Vorbelastung kann bei dieser Entscheidung zusätzliche Orientierung bieten.

Für Verbraucher, die vor einer Vertragsentscheidung unabhängige Bewertungen heranziehen möchten, lohnt sich neben dem Blick auf aktuelle Testnoten auch ein Vergleich über mehrere Testjahre hinweg. Die wiederholt guten bis sehr guten Bewertungen der R+V-Zahntarife bei unterschiedlichen Testrunden unterstreichen die insgesamt solide Qualität der Produkte über einen längeren Zeitraum hinweg.

Die R+V: Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe

Die R+V wurde bereits 1922 gegründet und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Sie gehört zu den größten deutschen Versicherungsgruppen und ist Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Diese genossenschaftliche Verwurzelung unterscheidet die R+V von vielen anderen großen deutschen Versicherern und spiegelt sich bis heute in der engen Verbindung zu den Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort wider. Über die vergangenen mehr als hundert Jahre hinweg hat sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Anbieter im deutschen Versicherungsmarkt entwickelt, der neben der privaten Krankenversicherung auch zahlreiche weitere Versicherungssparten abdeckt.

Diese breite Aufstellung über verschiedene Versicherungssparten hinweg, von der Kranken- über die Lebens- bis zur Sachversicherung, unterscheidet die R+V von reinen Krankenversicherungsspezialisten. Für Kunden kann diese Vielfalt einen praktischen Vorteil bieten, wenn mehrere Versicherungsverträge bei einem einzigen Anbieter gebündelt werden sollen, etwa im Rahmen einer umfassenden Finanz- und Versicherungsberatung durch die örtliche Genossenschaftsbank.

Nach unabhängiger Einschätzung steht die R+V auch betriebswirtschaftlich aktuell gut da. Dennoch lässt sich nicht pauschal sagen, ob die R+V für jeden Versicherten die richtige Wahl darstellt – dies hängt maßgeblich vom individuellen Einstiegsalter und dem persönlichen Gesundheitszustand ab.

Wer sich vor der Vertragsentscheidung über die wirtschaftliche Stabilität eines Versicherers informieren möchte, findet in der langjährigen Marktpräsenz und der Einbindung in eine größere Finanzgruppe zusätzliche Anhaltspunkte. Eine über 100-jährige Unternehmensgeschichte allein ersetzt jedoch keine individuelle Prüfung des für die eigene Situation passenden Tarifs.

Die R+V zählt heute zu den größeren deutschen Versicherungsgruppen und deckt neben der Krankenversicherung auch zahlreiche weitere Sparten wie Lebens-, Sach- und Kraftfahrtversicherungen ab. Diese breite Produktpalette kann für Kunden praktisch sein, die ihre gesamte Versicherungssituation bei einem einzigen Anbieter bündeln möchten.

R+V PKV: Das GesundheitsKonzept AGIL zusammengefasst

Die R+V eignet sich besonders für Versicherte, die eine flexible Tarifstruktur mit klar abgestuften Leistungsniveaus und wählbaren Selbstbehaltstufen schätzen. Mit dem GesundheitsKonzept AGIL lässt sich der Versicherungsschutz individuell an die eigenen Ansprüche und das verfügbare Budget anpassen.

Besonders überzeugend zeigt sich die R+V bei der Zahnzusatzversicherung: Mit dem Tarif Z1U+ZV und der Note 1,1 „sehr gut" sowie dem Premium-Schutz-Baustein mit Bestnote 1,0 gehört das Unternehmen zu den gut bewerteten Anbietern in diesem Segment. Auch für Beamte bietet die R+V mit ihrem umfassend ausgestalteten Beihilfetarif ein überzeugendes Leistungspaket.

Ein Punkt, der vor Vertragsabschluss beachtet werden sollte, ist die für 2026 angekündigte, teils erhebliche Beitragsanpassung von durchschnittlich rund 13 Prozent, die bei einzelnen Tarifen sogar über 25 Prozent erreichen kann. Wer bereits bei der R+V versichert ist, sollte prüfen, ob ein interner Tarifwechsel die eigene Beitragsentwicklung dämpfen kann.

Als über 100 Jahre alter Traditionsversicherer mit Verwurzelung in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken bietet die R+V eine solide Basis für private Krankenversicherungsschutz. Wer die Kombination aus flexibler Tarifstruktur, wählbaren Selbstbehaltstufen und einer gut bewerteten Zahnzusatzversicherung schätzt, findet in der R+V einen ernst zu nehmenden Anbieter im deutschen PKV-Markt.

Für Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken kann sich der Abschluss bei der R+V zusätzlich als praktisch erweisen, da sich Versicherungs- und Bankgeschäfte auf diese Weise bei vertrauten Ansprechpartnern vor Ort bündeln lassen. Diese regionale Nähe unterscheidet die R+V von manchen bundesweit agierenden Versicherern ohne vergleichbare genossenschaftliche Struktur.

Für Familien mit Kindern sprechen zusätzlich die Möglichkeit einer frühzeitigen Kindernachversicherung sowie die klar gestaffelten Selbstbehaltstufen, die sich flexibel an die jeweilige familiäre Budgetplanung anpassen lassen. Wer zusätzlich Wert auf eine durchdachte Altersvorsorge legt, findet mit der Beitragsentlastung im Alter einen sinnvollen Baustein, um die PKV-Kosten im Ruhestand gezielt zu senken.

Auch für Selbstständige und Freiberufler bietet die R+V mit ihrer breiten Tarifpalette und den flexiblen Selbstbehaltstufen eine gute Ausgangsbasis, um den Versicherungsschutz an die jeweilige wirtschaftliche Situation anzupassen. Wer zusätzlich die genossenschaftliche Verwurzelung des Unternehmens schätzt, findet in der R+V einen Anbieter mit einem etwas anderen Selbstverständnis als bei rein aktienrechtlich organisierten Versicherern.

R+V: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die R+V bietet mit dem GesundheitsKonzept AGIL eine flexible Vollversicherung in drei Leistungsstufen mit vier wählbaren Selbstbehaltstufen, ergänzt durch die mit „sehr gut" bewertete Zahnzusatzversicherung Z1U+ZV. Als Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken blickt das Unternehmen auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Vor der endgültigen Tarifwahl empfiehlt sich ein gründlicher Blick auf die jeweiligen Leistungsdetails der einzelnen AGIL-Stufen. Über das Formular auf dieser Seite lässt sich die R+V unkompliziert mit anderen privaten Krankenversicherern vergleichen.