Mecklenburgische Vollversicherung: proME3 und proMEaktiv im Überblick

Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG bietet für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler mehrere Vollversicherungstarife an, die sich im Leistungsumfang und in der Beitragshöhe deutlich unterscheiden.

TarifZielgruppeKernmerkmal
proME3Selbstständige, freiwillig VersichertePreiswerter Einstieg, mit/ohne Selbstbehalt
proMEaktiv 900 / proMEaktivplus 450Angestellte, SelbstständigeErstattung bis GOÄ-Höchstsätze
proME 1-CAngestellte über VersicherungspflichtgrenzeVollwertige PKV-Lösung

Diese Differenzierung erlaubt es Interessenten, je nach individueller finanzieller Situation und Anspruch an den Leistungsumfang die passende Tariflinie zu wählen. Wer zunächst einen günstigen Einstieg sucht, findet in proME3 eine sinnvolle Option, während Versicherte mit höherem Leistungsanspruch eher zu proMEaktiv oder proME 1-C tendieren. Details zu den genauen Wechselvoraussetzungen für Angestellte, Selbstständige, Beamte und Studenten liefert der Ratgeber zum PKV-Wechsel.

Diese Vielfalt an Tarifoptionen zeigt, dass die Mecklenburgische versucht, unterschiedliche Kundengruppen mit jeweils passenden Angeboten anzusprechen, statt sich auf einen einzigen Standardtarif zu beschränken. Für Interessenten bedeutet dies allerdings auch, dass eine gründliche Vorabprüfung der eigenen Bedürfnisse notwendig ist, um innerhalb dieser Tarifvielfalt die passende Option zu identifizieren.

Alle Vollversicherungstarife der Mecklenburgischen lassen sich grundsätzlich unabhängig von der jeweils beschriebenen typischen Zielgruppe abschließen, sofern die allgemeinen Voraussetzungen für den Wechsel in die private Krankenversicherung erfüllt sind. Die Zuordnung zu Selbstständigen oder Angestellten beschreibt lediglich, für welche Situation der jeweilige Tarif nach Einschätzung der Mecklenburgischen am besten passt.

Mecklenburgische proME3: der preiswerte Einsteigertarif

Der Tarif proME3 ist ein preiswerter Einsteigertarif, der sich besonders für Selbstständige oder freiwillig gesetzlich Versicherte eignet und wahlweise mit oder ohne Selbstbehalt abgeschlossen werden kann.

Regelleistungen im stationären Bereich, 100 Prozent für Zahnbehandlung

Bis zu den Regelhöchstsätzen werden beim Arzt sämtliche Leistungen übernommen, ebenso Arzneimittel sowie Heil- und Hilfsmittel. Im stationären Bereich gelten die Regelleistungen. Beim Zahnarzt werden Zahnbehandlungen zu 100 Prozent erstattet, während Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 65 Prozent übernommen werden.

Ein wichtiges Merkmal von proME3: Unter bestimmten Voraussetzungen bietet der Tarif die Möglichkeit, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen leistungsstärkeren Tarif zu wechseln. Diese Option kann für junge Versicherte besonders attraktiv sein, die zunächst einen günstigen Einstieg wünschen, aber bereits absehen, dass sich ihre finanzielle Situation in den kommenden Jahren verbessern wird.

Für Existenzgründer und junge Selbstständige, die zu Beginn ihrer Tätigkeit häufig noch über ein begrenztes Budget verfügen, stellt proME3 eine Möglichkeit dar, privaten Versicherungsschutz zu einem überschaubaren Beitrag zu erhalten, ohne von Anfang an in einen umfassenderen und damit teureren Tarif investieren zu müssen. Die Wahlmöglichkeit zwischen einem Modell mit und ohne Selbstbehalt erlaubt zusätzlich eine individuelle Feinabstimmung der monatlichen Belastung.

Wer sich für proME3 mit Selbstbehalt entscheidet, sollte dabei ein ausreichendes finanzielles Polster für den Fall einplanen, dass der Selbstbehalt tatsächlich in Anspruch genommen werden muss. Eine realistische Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands und der familiären Vorbelastung hilft dabei, das Risiko einer plötzlichen finanziellen Belastung richtig einzuschätzen und die passende Selbstbehaltvariante auszuwählen.

Mecklenburgische proMEaktiv: Erstattung bis zu den GOÄ-Höchstsätzen

Für Versicherte, die einen höheren Leistungsumfang als beim Basistarif proME3 wünschen, bietet die Mecklenburgische die Tarife proMEaktiv 900 und proMEaktivplus 450 an, deren Bezeichnung sich jeweils auf die Höhe des vereinbarten Selbstbehalts bezieht.

Bis zum 3,5-fachen GOÄ-Satz für ärztliche Leistungen

Diese Tarife erstatten ärztliche Leistungen bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) – bis zum 3,5-fachen Satz für ärztliche Leistungen, bis zum 2,5-fachen Satz für technische Leistungen und bis zum 1,3-fachen Satz für Laborleistungen. Auch für Sehhilfen wie Gläser, Brillengestelle und Kontaktlinsen ist eine Erstattung bis 200 beziehungsweise 250 Euro vorgesehen, mit erneutem Anspruch nach zwei Jahren oder bei einer Änderung der Sehstärke um mindestens 0,5 Dioptrien.

Diese hochwertige Erstattung bis zu den GOÄ-Höchstsätzen unterscheidet proMEaktiv von einfacheren Tarifen, die sich auf niedrigere Vervielfältiger beschränken. Für Versicherte, die im Behandlungsfall Zugang zu besonders gefragten Fachärzten oder Spezialisten wünschen, deren Honorarforderungen häufig oberhalb der einfachen Sätze liegen, kann diese großzügige Erstattung einen spürbaren Unterschied machen.

Der Unterschied zwischen proMEaktiv 900 und proMEaktivplus 450 liegt vor allem in der Höhe des vereinbarten Selbstbehalts, der sich jeweils in der Tarifbezeichnung widerspiegelt. Wer sich für die niedrigere Selbstbehaltstufe entscheidet, zahlt einen höheren monatlichen Beitrag, profitiert dafür aber von einer geringeren finanziellen Belastung im tatsächlichen Behandlungsfall. Diese Wahlmöglichkeit erlaubt es Versicherten, das für sie passende Verhältnis zwischen laufendem Beitrag und Absicherung im Ernstfall selbst zu bestimmen.

Für Versicherte mit einem generell stabilen, guten Gesundheitszustand kann sich die höhere Selbstbehaltstufe proMEaktivplus 450 finanziell lohnen, da der niedrigere monatliche Beitrag über die Jahre hinweg die gelegentlich anfallenden Selbstbehaltszahlungen häufig übersteigt. Wer dagegen regelmäßigen medizinischen Behandlungsbedarf hat oder plant, in absehbarer Zeit größere Behandlungen durchführen zu lassen, sollte die niedrigere Selbstbehaltstufe proMEaktiv 900 in Betracht ziehen.

Mecklenburgische Krankentagegeld: proMETS und proMETA

Für Versicherte, die im Krankheitsfall ihren Verdienstausfall absichern möchten, bietet die Mecklenburgische zwei berufsgruppenspezifische Krankentagegeldtarife an.

Getrennte Tarife für Selbstständige und Angestellte

Der Tarif proMETS richtet sich speziell an Selbstständige, die keinen Anspruch auf gesetzliche Lohnfortzahlung haben und daher bereits ab dem ersten Krankheitstag auf eine finanzielle Absicherung angewiesen sein können. Für Angestellte steht dagegen der Tarif proMETA zur Verfügung, der auf die nach der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber typischerweise einsetzende Deckungslücke zugeschnitten ist.

Beide Ergänzungstarife lassen sich individuell zum jeweiligen Krankenvollversicherungstarif hinzubuchen, wobei sich die Höhe des vereinbarten Tagessatzes am tatsächlichen Einkommen orientieren sollte, um im Ernstfall den entstehenden Verdienstausfall möglichst vollständig aufzufangen.

Für Selbstständige ist der Tarif proMETS angesichts der fehlenden gesetzlichen Lohnfortzahlung nahezu unverzichtbar: Wer im Krankheitsfall längere Zeit arbeitsunfähig ist, muss ohne diese Absicherung mit einem vollständigen Wegfall des Einkommens rechnen, während laufende Fixkosten wie Miete, Versicherungen oder Kredite unverändert weiterlaufen. Der Tarif proMETS schließt diese Lücke, indem er ab einem vereinbarten Zeitpunkt ein tägliches Tagegeld auszahlt.

Angestellte profitieren dagegen zunächst von der gesetzlichen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, die in der Regel sechs Wochen andauert. Der Tarif proMETA setzt genau an diesem Punkt an und sichert das Einkommen für die Zeit danach ab, in der Angestellte sonst auf das deutlich niedrigere gesetzliche Krankengeld angewiesen wären, sofern sie überhaupt noch in der gesetzlichen Krankenversicherung verblieben sind.

Mecklenburgische für Beamte: proME 1-C mit wählbarer Erstattungsstufe

Für Beihilfeberechtigte bietet die Mecklenburgische ihren Vollversicherungstarif proME 1-C mit einer auf den individuellen Beihilfebemessungssatz abgestimmten, prozentual wählbaren Erstattungsstufe an – statt eines eigenen, separat benannten Beihilfetarifs passt sich damit der reguläre Vollversicherungstarif an die jeweilige Beihilfesituation an. Einen bundesländerübergreifenden Überblick zu den Beihilfesätzen liefert der eigene Beihilfe-Ratgeber.

Für Beihilfeberechtigte

Mecklenburgische proME 1-C

  • Erstattungsstufe wählbar entsprechend dem Beihilfebemessungssatz
  • Ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen bis zum GOÄ/GOZ-Höchstsatz
  • Kombinierbar mit proMEZZ-Zahnzusatz und proMETS-Krankentagegeld

Da sich die Beihilfesätze zwischen Bund und den einzelnen Bundesländern zum Teil erheblich unterscheiden, wird die Erstattungsstufe bei proME 1-C individuell so festgelegt, dass sie zusammen mit der Beihilfeleistung des Dienstherrn möglichst genau 100 Prozent der Krankheitskosten ergibt. Bei einem typischen Beihilfesatz von 50 Prozent für aktive Beamte ohne Kinder übernimmt proME 1-C entsprechend die übrigen 50 Prozent der erstattungsfähigen Kosten.

Beihilfeanspruch der Kinder separat berücksichtigen

Für Beamtenfamilien mit Kindern gilt zusätzlich, dass auch der Beihilfeanspruch der Kinder in die eigene Tarifentscheidung einbezogen werden sollte, da sich dieser vom Beihilfebemessungssatz der Eltern unterscheiden kann – Kinder erhalten in den meisten Bundesländern einen deutlich höheren Bemessungssatz von häufig 80 Prozent.

Für Beamtenanwärter und Referendare, die sich noch in der Ausbildungsphase befinden, kann sich ein frühzeitiger Einstieg in proME 1-C ebenfalls lohnen, da der Beitrag maßgeblich vom Eintrittsalter abhängt. Wer bereits während der Ausbildung einen passenden Vertrag abschließt, sichert sich einen günstigeren Einstiegsbeitrag für die gesamte weitere Vertragslaufzeit, auch wenn sich der genaue Beihilfebemessungssatz erst mit der späteren Verbeamtung endgültig festlegt.

Pensionäre, deren Beihilfesatz sich beim Übergang in den Ruhestand üblicherweise auf 70 Prozent erhöht, sollten rechtzeitig prüfen, ob die gewählte Erstattungsstufe von proME 1-C noch optimal auf den neuen, höheren Beihilfesatz abgestimmt ist. Eine unpassende Tarifstufe kann sonst entweder zu einer unnötigen Doppelabsicherung oder zu einer Deckungslücke führen, weshalb sich rund um den Ruhestand eine erneute Überprüfung der eigenen Tarifsituation empfiehlt – ein solcher Wechsel der Erstattungsstufe innerhalb von proME 1-C erfolgt in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Mecklenburgische für Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige und Freiberufler können unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit in die private Krankenversicherung der Mecklenburgischen wechseln, sofern die übrigen Aufnahmevoraussetzungen erfüllt sind.

proME3 als naheliegender Einstieg

Der Tarif proME3 wurde explizit für Selbstständige und freiwillig Versicherte konzipiert und bietet mit der Wahlmöglichkeit zwischen einem Modell mit oder ohne Selbstbehalt eine flexible Einstiegslösung. Ergänzend sollten Selbstständige den Krankentagegeldtarif proMETS in Betracht ziehen, um bei längerer Krankheit nicht ohne Einkommensersatz dazustehen.

Für Selbstständige mit schwankendem Einkommen kann sich zudem die Wahl eines höheren Selbstbehalts anbieten, um den laufenden Monatsbeitrag zu senken und finanzielle Flexibilität für Phasen mit geringeren Einnahmen zu erhalten. Wer später von einer verbesserten wirtschaftlichen Situation profitiert, kann über einen internen Tarifwechsel in eine leistungsstärkere Tariflinie wechseln.

Freiberufler in kreativen oder beratenden Berufen mit unregelmäßigen Einnahmen finden bei der Mecklenburgischen mit proME3 eine Möglichkeit, trotz schwankender Auftragslage dauerhaft privat krankenversichert zu bleiben, ohne durch einen zu hohen fixen Monatsbeitrag übermäßig belastet zu werden. Die Kombination aus wählbarem Selbstbehalt und späterer Wechselmöglichkeit in einen höherwertigen Tarif bietet dabei eine gewisse Flexibilität über die gesamte berufliche Laufbahn hinweg.

Niedergelassene Ärzte, Handwerksmeister mit eigenem Betrieb und andere Selbstständige mit stabilerem Einkommen sollten dagegen von Beginn an prüfen, ob sich der direkte Einstieg in einen der proMEaktiv-Tarife lohnt, da hier bereits ohne späteren Tarifwechsel ein höherer Leistungsumfang zur Verfügung steht.

Kinder bei der Mecklenburgischen: eigenständiger Vertrag

Wie bei den meisten privaten Krankenversicherern gibt es auch bei der Mecklenburgischen keine kostenlose Familienversicherung nach dem Vorbild der gesetzlichen Krankenkasse. Jedes Kind erhält einen eigenen, individuellen Vertrag mit entsprechendem Beitrag und Leistungsumfang.

Kieferorthopädie für Kinder bis zum 19. Lebensjahr

Im Zusatztarif proME Zahnplus ist Kieferorthopädie für Kinder bis zum 19. Lebensjahr mitversichert – ein Aspekt, der für Familien mit Nachwuchs bei der Tarifwahl besonders relevant sein kann, da kieferorthopädische Behandlungen häufig über mehrere Jahre andauern.

Da jedes Kind einen eigenständigen Vertrag mit individuellem Beitrag erhält, sollten Eltern die Gesamtkosten für die private Absicherung mehrerer Kinder von vornherein realistisch in die Familienplanung einbeziehen. Gleichzeitig profitieren Kinder in der privaten Krankenversicherung häufig von einem besonders niedrigen Einstiegsbeitrag, da sich dieser maßgeblich am jungen Eintrittsalter orientiert.

Wer sein Kind frühzeitig bei der Mecklenburgischen versichert, sichert sich zudem den zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehenden, meist noch unbelasteten Gesundheitszustand für die gesamte künftige Vertragslaufzeit. Gerade im Hinblick auf mögliche kieferorthopädische Behandlungen, die häufig erst im Schulkindalter erkennbar werden, kann ein früher Vertragsabschluss mit dem Zusatztarif proME Zahnplus finanzielle Vorteile bringen, da die entsprechende KFO-Erstattung dann bereits von Beginn an zur Verfügung steht.

Mecklenburgische Zahnzusatz: proMEZZ70, proMEZZ90 und proME Zahnplus

Für gesetzlich Versicherte, die ihre Zahnversorgung gezielt verbessern möchten, bietet die Mecklenburgische mit proMEZZ70, proMEZZ90 und proME Zahnplus drei kombinierbare Zahnzusatztarife an.

Zahnersatz 70 %

proMEZZ70

  • 70 % Erstattung nach GKV-Vorleistung
  • Max. 7.000 € pro Jahr
Zahnersatz 90 %

proMEZZ90

  • 90 % Erstattung nach GKV-Vorleistung
  • Max. 9.000 € pro Jahr
Prophylaxe & Behandlung

proME Zahnplus

  • Zahnreinigung bis 100 €/Jahr
  • KFO für Kinder bis 19 Jahre

Die Kombination proME Zahnplus + proMEZZ90 gilt als Top-Tarif der Mecklenburgischen und wurde von Stiftung Warentest in der Ausgabe 06/2023 mit der Note 1,6 „gut" bewertet. Diese Kombination erstattet 90 Prozent für Zahnersatz wie Implantate, Kronen und Brücken, 90 Prozent für Zahnbehandlung sowie 100 Prozent für Zahnreinigung bis maximal 100 Euro im Versicherungsjahr. Welche Kriterien die einzelnen Testinstitute jeweils bewerten, zeigt der eigene Ratgeber zu PKV-Tests.

Im direkten Vergleich mit den Testsiegertarifen anderer Anbieter, die teilweise Bestnoten von 0,5 oder 0,6 erreichen, liegt die Mecklenburgische mit ihrer Note 1,6 im oberen Drittel des Gesamtmarktes, jedoch nicht an der absoluten Spitze. Für Versicherte, die primär eine solide, überdurchschnittliche Zahnzusatzversicherung suchen, kann dieser Tarif dennoch eine sinnvolle Wahl darstellen, insbesondere wenn bereits andere Verträge bei der Mecklenburgischen bestehen und eine Bündelung der Versicherungen gewünscht ist.

Kein Heil- und Kostenplan für volle Erstattung nötig

Ein positiver Aspekt der Kombination proME Zahnplus + proMEZZ90: Ein Heil- und Kostenplan (HKP) muss nicht zwingend eingereicht werden, damit die Gesellschaft in vollem Umfang erstattet. Bei umfangreicherem und teurerem Zahnersatz empfiehlt sich dennoch die vorherige Einreichung eines HKP, um mögliche Unstimmigkeiten von vornherein auszuschließen.

Für Inlays sind bei proMEZZ70 und proMEZZ90 Höchstbeträge je Inlay vorgesehen, ebenso gelten in den ersten vier Versicherungsjahren zusätzliche Leistungsbegrenzungen. Funktionsanalytische Leistungen sowie allgemeine Zahnbehandlungen, professionelle Zahnreinigungen und sonstige Zahnerhaltungsmaßnahmen sind in den reinen Zahnersatztarifen proMEZZ70 und proMEZZ90 dagegen nicht enthalten – hierfür ist die Kombination mit proME Zahnplus erforderlich.

Diese Aufteilung in separate Bausteine für Zahnersatz einerseits und Zahnbehandlung/Prophylaxe andererseits unterscheidet die Mecklenburgische von Anbietern, die diese Leistungsbereiche in einem einzigen Komplett-Tarif zusammenfassen. Für Versicherte, die ausschließlich eine bessere Zahnersatz-Absicherung wünschen, ohne für Prophylaxe-Leistungen mitzuzahlen, kann diese Trennung finanzielle Vorteile bieten. Wer dagegen ein möglichst umfassendes Gesamtpaket sucht, sollte von vornherein die Kombination beider Bausteine in Betracht ziehen.

Die Wahl zwischen proMEZZ70 und proMEZZ90 sollte sich am persönlichen Zahnstatus und der familiären Vorbelastung orientieren: Wer bereits absehen kann, dass in den kommenden Jahren umfangreicherer Zahnersatz notwendig wird, sollte trotz des höheren Beitrags proMEZZ90 in Betracht ziehen, da die Differenz zwischen 70 und 90 Prozent Erstattung bei größeren Behandlungen schnell mehrere tausend Euro ausmachen kann.

Mecklenburgische ambulante Zusatzversicherung: proME Ambulant und proME Natur

Im ambulanten Bereich bietet die Mecklenburgische mit proME Ambulant und proME Ambulantplus zwei Tarifstufen für unterschiedliche Ansprüche an, die sich zusätzlich mit dem Baustein proME Natur kombinieren lassen.

Naturheilkundliche Behandlungen zusätzlich absicherbar

proME Ambulant und proME Ambulantplus decken unterschiedliche Leistungen für den Besuch beim Arzt, Apotheker oder Optiker ab. Wer zusätzlich Kosten von Heilpraktikern, Ärzten oder Osteopathen für naturheilkundliche Untersuchungen oder alternative Heilbehandlungen absichern möchte, kann beide Tarife mit proME Natur ergänzen.

Diese Bausteinstruktur erlaubt es Versicherten, ihre ambulante Absicherung gezielt an die eigenen gesundheitlichen Präferenzen anzupassen. Wer alternativen Heilmethoden gegenüber aufgeschlossen ist und regelmäßig entsprechende Behandlungen in Anspruch nimmt, findet mit proME Natur eine passende Ergänzung, die von der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Umfang üblicherweise nicht übernommen wird.

Der Unterschied zwischen proME Ambulant und proME Ambulantplus liegt vor allem im Umfang der abgedeckten Leistungsbereiche und der Höhe der jeweiligen Erstattungsgrenzen. Wer bereits eine gute Grundabsicherung im ambulanten Bereich über die gesetzliche Krankenversicherung hat, aber gezielt einzelne Lücken schließen möchte, kann bereits mit proME Ambulant eine sinnvolle Ergänzung finden. Wer dagegen einen umfassenderen ambulanten Schutz wünscht, sollte proME Ambulantplus in Betracht ziehen.

Mecklenburgische stationäre Zusatzversicherung und Auslandsschutz

Für eine bessere Absicherung im Krankenhaus bietet die Mecklenburgische zwei stationäre Zusatztarife an, die sich in ihrem Leistungsumfang unterscheiden. Ergänzend steht eine Auslandsreise-Krankenversicherung als weiterer Zusatzbaustein zur Verfügung.

Wahlmöglichkeit zwischen zwei Komfortstufen

Wer sich für eine der beiden stationären Zusatzversicherungen interessiert, sollte die genauen Leistungsunterschiede zwischen beiden Stufen sorgfältig vergleichen, um die für die eigene Situation passende Absicherung zu finden. Beide Tarife ermöglichen gesetzlich Versicherten eine verbesserte Behandlung im Krankenhaus, die sich am Status eines Privatpatienten orientiert.

Die zusätzlich erhältliche Auslandsreise-Krankenversicherung ergänzt den gesetzlichen Versicherungsschutz auf Reisen und kann insbesondere für Reisen außerhalb Europas eine wichtige Absicherung darstellen, da die gesetzliche Krankenversicherung dort häufig nur eingeschränkt oder gar nicht leistet.

Für Versicherte, die im Krankheitsfall besonderen Wert auf die freie Wahl des behandelnden Arztes und eine komfortablere Unterbringung legen, stellt eine der beiden stationären Zusatzversicherungen eine gezielte Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung dar, ohne dass dafür ein vollständiger Wechsel in die private Krankenvollversicherung notwendig wäre. Diese Möglichkeit kann besonders für Versicherte interessant sein, die aus finanziellen oder persönlichen Gründen zunächst gesetzlich versichert bleiben möchten, aber dennoch nicht auf einen gewissen Komfort im Krankheitsfall verzichten wollen.

Mecklenburgische Beitragsanpassung 2026 und interner Tarifwechsel

Wie alle privaten Krankenversicherer muss auch die Mecklenburgische ihre Beiträge anpassen, wenn gesetzlich definierte Schwellenwerte bei den sogenannten auslösenden Faktoren überschritten werden. Zum 1. Januar 2026 hat die Mecklenburgische in einigen Tarifen die Beiträge angehoben.

Verschiedene Spar-Optionen bei Beitragserhöhung

Nach Angaben des PKV-Verbands müssen etwa 60 Prozent der Privatversicherten 2026 branchenweit mit höheren Beiträgen rechnen. Detaillierte Informationen zur individuellen Beitragsanpassung erhalten Versicherte der Mecklenburgischen zusammen mit den Änderungsbescheiden, die spätestens im November verschickt werden. Wer eine Beitragserhöhung abmildern möchte, kann einen internen Tarifwechsel prüfen, den Selbstbehalt erhöhen oder eine bedarfsgerechte Feinjustierung bei den Leistungen vornehmen.

Ein interner Tarifwechsel nach § 204 VVG erhält die bereits angesparten Alterungsrückstellungen vollständig und erfordert für eine gleichwertige oder niedrigere Leistung keine erneute Gesundheitsprüfung. Wer sich unsicher ist, welche Tarifoption für die eigene Situation am sinnvollsten ist, sollte eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Diese jährlich wiederkehrenden Beitragsanpassungen sind branchenweit üblich und lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen: die allgemeine Inflation, eine steigende Lebenserwartung der Versicherten sowie in bestimmten medizinischen Bereichen regelrecht explodierende Behandlungskosten. Auch die medizinische Inflation durch neue Medikamente, innovative Therapien und fortschreitende Forschung trägt zu diesen Kostensteigerungen bei, denen sich kein privater Krankenversicherer vollständig entziehen kann.

Für Versicherte, die eine Beitragsmitteilung mit deutlicher Erhöhung erhalten, empfiehlt sich zunächst eine genaue Prüfung, welcher der auslösenden Faktoren die Anpassung ausgelöst hat, bevor über mögliche Gegenmaßnahmen entschieden wird. Ein pauschaler Wechsel zu einem anderen Anbieter ist dabei nicht immer die beste Lösung, da auch andere Versicherer von ähnlichen Kostensteigerungen betroffen sein können und beim Neuabschluss zudem eine erneute Gesundheitsprüfung sowie der Verlust bereits angesparter Alterungsrückstellungen drohen.

Die Mecklenburgische Versicherungsgruppe aus Hannover

Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG wurde im Jahr 2000 als eigenständige Gesellschaft gegründet und ist Teil der größeren Mecklenburgischen Versicherungsgruppe mit Sitz in Hannover.

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit langer Firmengeschichte

Die Mecklenburgische Versicherungsgruppe blickt auf eine deutlich längere Firmengeschichte zurück als die eigentliche Krankenversicherungssparte: 1971 entstand die Mecklenburgische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, die bereits ein Jahr später mit der Mecklenburgischen Rechtsschutz Versicherungs-Aktiengesellschaft verschmolz. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit verfolgt die Gruppe das erklärte Ziel, ihre Eigenständigkeit als unabhängige Versicherungsgruppe zu wahren.

Die Mecklenburgische Versicherungsgruppe konzentriert sich auf ganz Deutschland und betreut sowohl Privatkunden als auch Kunden aus Landwirtschaft und Gewerbe. Am Versicherungsmarkt gilt die Mecklenburgische als Unternehmen mit einer kontinuierlichen Unternehmenskultur, das sich nach eigenen Angaben bewusst von Geschäften zurückhält, die nicht mit den übergeordneten Zielen der Versicherungsgruppe übereinstimmen. Diese Zurückhaltung spiegelt eine eher konservative, auf Stabilität ausgerichtete Geschäftsstrategie wider.

Diese traditionelle, auf Landwirtschaft und Gewerbe ausgerichtete Kundenbasis unterscheidet die Mecklenburgische von rein auf den urbanen Privatkundenmarkt fokussierten Versicherern. Für Kunden aus diesen Berufsgruppen kann die langjährige Erfahrung der Mecklenburgischen im Umgang mit den spezifischen Bedürfnissen von Landwirten und Gewerbetreibenden ein zusätzliches Argument für die Anbieterwahl darstellen, auch im Bereich der privaten Krankenversicherung.

Als Teil einer größeren Versicherungsgruppe, die neben der Krankenversicherung auch Lebens-, Sach- und Rechtsschutzversicherungen anbietet, profitiert die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG von Synergien in der Verwaltung und im Vertrieb. Gleichzeitig bleibt die Krankenversicherungssparte als eigenständige Aktiengesellschaft für ihre spezifischen Tarife und Leistungsversprechen verantwortlich.

Mecklenburgische im Gesamturteil

Die Mecklenburgische eignet sich besonders für Selbstständige und freiwillig gesetzlich Versicherte, die mit proME3 einen preiswerten, flexiblen Einstieg in die private Krankenversicherung suchen. Wer einen höheren Leistungsanspruch hat, findet mit den proMEaktiv-Tarifen eine Alternative, die Erstattungen bis zu den GOÄ-Höchstsätzen vorsieht.

Im Bereich der Zahnzusatzversicherung zeigt sich die Mecklenburgische mit der Kombination proME Zahnplus + proMEZZ90 und der Bewertung 1,6 „gut" bei Stiftung Warentest als solide, wenn auch nicht die leistungsstärkste Option am Markt – im direkten Vergleich mit Testsiegertarifen anderer Anbieter liegt die Mecklenburgische im oberen Drittel, jedoch nicht an der Spitze.

Wer sich für die Mecklenburgische interessiert, sollte in jedem Fall die individuellen Beitrags- und Leistungsdaten für die eigene Situation einholen, da sich diese je nach Alter, gewähltem Tarif und persönlichem Absicherungsbedarf erheblich unterscheiden können. Als Teil einer soliden, konservativ wirtschaftenden Versicherungsgruppe aus Hannover bietet die Mecklenburgische eine verlässliche, wenn auch eher traditionelle Alternative im deutschen PKV-Markt.

Insgesamt positioniert sich die Mecklenburgische als Anbieter, der eine breite Palette an Tarifoptionen mit einer soliden, konservativ ausgerichteten Unternehmensphilosophie verbindet. Die Vielfalt an Vollversicherungs- und Zusatztarifen erlaubt es Interessenten, eine individuell passende Kombination zusammenzustellen, erfordert aber auch eine gründliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Tarifdetails, um die für die eigene Situation optimale Lösung zu finden.

Für Versicherte, die eine traditionsreiche, als Versicherungsverein organisierte Gruppe mit Wurzeln in Norddeutschland schätzen und dabei bereit sind, sich mit der teils komplexen Tarifstruktur auseinanderzusetzen, kann die Mecklenburgische eine überlegenswerte Option im PKV-Vergleich darstellen. Ein Vergleich mit anderen Anbietern, insbesondere im Bereich der Zahnzusatzversicherung, lohnt sich angesichts der eher durchschnittlichen Testurteile in diesem Bereich dennoch in jedem Fall.

Mecklenburgische: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG bietet mit proME3 einen preiswerten Einstiegstarif und mit proMEaktiv eine leistungsstärkere Alternative mit Erstattung bis zu den GOÄ-Höchstsätzen. Ergänzend steht ein breites Zusatzversicherungsportfolio zur Verfügung, von der Zahnzusatzversicherung proMEZZ bis zur ambulanten Absicherung proME Ambulant. Wer sich für die passende Tarifkombination entscheiden möchte, sollte die genauen Leistungsunterschiede sorgfältig mit den eigenen Bedürfnissen abgleichen.