DEVK Vollversicherung: das Baukastenprinzip AM-V, ZE-V und ST-V2/ST-V3

Die DEVK verzichtet auf starre Tariflinien und setzt stattdessen auf ein Baukastenprinzip, bei dem Versicherte ihren Schutz aus einzelnen Bausteinen individuell zusammenstellen. Für die ambulante Versorgung beim Arzt und für Zahnbehandlungen steht der Tarif AM-V zur Verfügung, für Zahnersatz der eigenständige Baustein ZE-V, und für den stationären Bereich im Krankenhaus die beiden Tarife ST-V2 und ST-V3 mit unterschiedlichem Komfortniveau.

BausteinBereichKernleistung
AM-VAmbulant, ZahnbehandlungFreie Arztwahl, 100 % Heilpraktiker-Erstattung
ZE-VZahnersatzHohe Erstattung für Zahnersatz und Kronen
ST-V2Stationär, PremiumEinbettzimmer, freie Krankenhauswahl, Chefarztbehandlung
ST-V3Stationär, GrundschutzZweibettzimmer, privatärztliche Betreuung durch Belegarzt
Zahnbehandlung, Prophylaxe (AM-V+ZE-V)Zahn100 % Erstattung
Zahnersatz, Implantate, KieferorthopädieZahn80 % Erstattung, keine Summenbegrenzung
Arzthonorare (GOÄ/GOZ)Ambulant/ZahnBis 3,5-fach (Zahn), 2,5-fach (technisch), 1,3-fach (Labor)
PsychotherapieAmbulant75 % bis 30 Sitzungen/Jahr (AM-V2), bis 52 Sitzungen (Premium)
Sehhilfen (Brille/Kontaktlinsen)Ambulant110–200 € für Gestell, 1x jährlich
Heil- und KostenplanZahnBei Zahnersatz/KFO erforderlich, sonst nur 10–30 % Erstattung

Die genauen Erstattungssätze variieren je nach gewählter AM-V-Stufe (V0 bis V2). Höhere Stufen bieten ein umfangreicheres Leistungsniveau bei Sehhilfen und Psychotherapie-Sitzungen.

Dieser modulare Aufbau erlaubt es, das Leistungsangebot entweder in ganzer Breite zu nutzen oder gezielt Prioritäten zu setzen, um den monatlichen Beitrag zu senken. Wer beispielsweise besonderen Wert auf hochwertigen Zahnersatz legt, kombiniert AM-V mit einem leistungsstarken ZE-V, während bei der stationären Komponente bewusst der günstigere Baustein ST-V3 gewählt werden kann.

Der Unterschied zwischen ST-V2 und ST-V3 zeigt sich vor allem im Komfort während eines Krankenhausaufenthalts: Während ST-V3 die Unterbringung im Zweibettzimmer mit privatärztlicher Betreuung durch den Belegarzt absichert, ermöglicht ST-V2 die Unterbringung im komfortablen Einbettzimmer inklusive freier Krankenhauswahl und Behandlung durch den Chefarzt. Diese wichtige Entscheidung sollte sich vor allem am persönlichen Anspruch an Privatsphäre und Komfort während eines stationären Aufenthalts orientieren.

Vorteile und Grenzen des DEVK-Baukastenprinzips

Das Baukastenprinzip der DEVK bringt für Versicherte sowohl Vorteile als auch Grenzen mit sich, die vor einem Vertragsabschluss gegeneinander abgewogen werden sollten. Auf der positiven Seite steht die hohe Flexibilität: Wer bereits genau weiß, welche Leistungsbereiche für die eigene Situation besonders wichtig sind, kann gezielt in diese Bausteine investieren und bei weniger relevanten Bereichen bewusst sparen.

Sorgfältige Planung als Voraussetzung

Diese Flexibilität setzt allerdings voraus, dass Versicherte sich vorab gründlich und intensiv mit den eigenen Bedürfnissen auseinandersetzen, da eine unpassende Bausteinkombination im Ernstfall zu unerwarteten Deckungslücken führen kann. Wer sich unsicher ist, welche Kombination aus AM-V, ZE-V und ST-V2/ST-V3 die eigene Situation am besten abdeckt, sollte eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen, bevor der endgültige Vertrag unterschrieben wird.

Im Vergleich zu Anbietern mit festen Tariflinien bietet das Baukastenprinzip zwar mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, erfordert aber auch mehr Eigenverantwortung bei der Zusammenstellung des passenden Schutzes. Für Versicherte, die eine einfache, vorgefertigte Lösung ohne eigene Entscheidungen zur Bausteinkombination bevorzugen, könnten Anbieter mit klassischen Tariflinien unter Umständen die einfachere Wahl darstellen.

Wer sich für das Baukastenprinzip der DEVK entscheidet, sollte die einmal getroffene Zusammenstellung nicht als endgültige Entscheidung betrachten, sondern regelmäßig überprüfen, ob die gewählte Kombination noch zur aktuellen Lebenssituation passt, etwa nach einem Umzug, einer Familiengründung oder einem beruflichen Wechsel.

DEVK Erstattung für Heilpraktikerleistungen

Ein besonderes Merkmal der DEVK-Vollversicherung ist die 100-prozentige Kostenerstattung für Heilpraktikerleistungen nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH), mit Ausnahme der Psychotherapie durch Heilpraktiker.

Volle Erstattung für alternative Heilmethoden

Für Versicherte, die neben der klassischen Schulmedizin auch alternative Heilmethoden in Anspruch nehmen möchten, bietet diese vollständige Kostenübernahme einen spürbaren finanziellen Vorteil gegenüber Tarifen, die Heilpraktikerleistungen nur anteilig oder mit einer jährlichen Höchstgrenze erstatten. Die Ausnahme bei der Psychotherapie durch Heilpraktiker sollte dabei jedoch beachtet werden, da für diesen Bereich gesonderte Regelungen gelten.

Wer regelmäßig Leistungen bei Heilpraktikern in Anspruch nimmt, etwa im Bereich der klassischen Naturheilkunde oder der traditionellen chinesischen Medizin, profitiert bei der DEVK von einer der großzügigsten Erstattungsregelungen am Markt in diesem speziellen Leistungsbereich. Diese großzügige Erstattungsregelung gilt dabei völlig unabhängig davon, welche der vier Bausteine der Vollversicherung im Übrigen letztlich gewählt wurden.

Rechenbeispiel: Heilpraktiker-Behandlung ohne Eigenanteil

Kostet eine Behandlungsserie bei einem Heilpraktiker beispielsweise 450 Euro, übernimmt die DEVK diesen Betrag im Rahmen des AM-V-Bausteins vollständig, sofern die Leistungen nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker abgerechnet werden. Bei vielen anderen Anbietern würde ein solcher Betrag nur anteilig erstattet, sodass ein spürbarer Eigenanteil verbliebe.

DEVK für Beamte: Restkostenversicherung nach Beihilfesatz

Für Beihilfeberechtigte bietet die DEVK eigene Beihilfe-Tarife an, die die von der Beihilfe nicht gedeckten Restkosten übernehmen. Der Bemessungssatz der Beihilfe richtet sich dabei nach dem jeweiligen Bundesland und dem Familienstand des Versicherten und liegt in der Regel zwischen 50 und 70 Prozent der beihilfefähigen Kosten. Die allgemeinen Bemessungssätze von Bund und Ländern fasst der Ratgeber zur Beihilfe für Beamte zusammen.

Passgenaue Ergänzung zur Beihilfe

Bei der Wahl des passenden Restkosten-Erstattungssatzes kommt es entscheidend darauf an, dass sich Beihilfe und private Ergänzung zu genau 100 Prozent addieren. Ein Beamter mit 70 Prozent Beihilfe sollte demnach eine Restkostenversicherung mit 30 Prozent Erstattung wählen, um weder eine Deckungslücke noch eine unnötige Doppelabsicherung zu riskieren.

Für den Beihilfe-Wahlleistungstarif der DEVK, intern als St-G2 geführt, bescheinigte Stiftung Warentest in der Ausgabe FINANZtest 10/2016 im Rahmen eines Tests von Beihilfeergänzungs- und Wahlleistungstarifen für Beamte die Note 1,6 „gut" – ein Ergebnis, das die Qualität dieses speziellen Tarifsegments unterstreicht. Ein Überblick über alle relevanten Ratingagenturen findet sich im Ratgeber zur PKV im Test.

FINANZtest 1,6 „gut"

DEVK Beihilfe-Wahlleistungstarif St-G2

  • Übernahme wahlärztlicher Leistungen im Krankenhaus (auch vor-/nachstationär)
  • Mehrkosten für Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer
  • Krankenhaustagegeld von 21 € bei Verzicht auf Wahlleistungen
Ohne Wartezeit

DEVK UST-G2 (nur nach Unfällen)

  • Wahlärztliche Leistungen und Zweibettzimmer nach Unfällen
  • Freie Krankenhauswahl inkl. Transportkosten bis 100 km
  • Keine Wartezeit, dafür Leistungsbeschränkung auf Unfallfolgen

Rechenbeispiel: Restkostenversicherung bei 60 Prozent Beihilfe

Erhält ein Beamter von seinem Dienstherrn eine Beihilfe von 60 Prozent, sollte die bei der DEVK gewählte Restkostenversicherung entsprechend 40 Prozent der Kosten abdecken, damit sich beide Anteile zu genau 100 Prozent ergänzen. Bei einer Zahnbehandlung mit Gesamtkosten von 1.000 Euro übernähme die Beihilfe in diesem Fall 600 Euro, während die DEVK-Restkostenversicherung die verbleibenden 400 Euro erstattet – ohne dass ein Eigenanteil verbleibt.

DEVK für Studenten: Günstiger PKV-Einstieg während der Ausbildung

Auch für Studenten hält die DEVK spezielle, auf die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten während des Studiums zugeschnittene Tarifkombinationen bereit. Diese ermöglichen einen kostenbewussten Einstieg in die private Krankenversicherung, ohne dabei auf die grundlegenden Vorzüge des Baukastenprinzips verzichten zu müssen.

Flexibler Einstieg mit späterer Anpassung

Studenten, die sich für eine reduzierte Tarifkombination entschieden haben, können nach dem Studienabschluss über einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG in eine umfassendere Bausteinkombination wechseln, sobald sich die eigene finanzielle Situation durch den Berufseinstieg verbessert hat – ohne dass dafür eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig wäre.

Studenten können sich innerhalb von drei Monaten nach ihrer Immatrikulation von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen und zur DEVK wechseln. Diese Entscheidung bindet für die gesamte Dauer des Studiums, ein späterer Rückwechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist während des laufenden Studiums nicht mehr vorgesehen.

Mit dem 30. Lebensjahr endet regulär die studentische Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits privat bei der DEVK versichert ist, muss sich um diese Umstellung nicht kümmern, da der bestehende Vertrag unverändert fortgeführt wird. Auch Auszubildende profitieren bei der DEVK von vergleichbaren, auf die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten während der Ausbildungszeit zugeschnittenen Konditionen.

Nach dem erfolgreichen Studienabschluss und dem Übergang in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis empfiehlt sich eine erneute Überprüfung der gewählten Bausteinkombination, da sich mit dem gestiegenen Einkommen häufig auch die finanziellen Möglichkeiten für einen umfassenderen Versicherungsschutz spürbar verbessern.

DEVK für Ärzte: Tarife und Konditionen

Neben den Tarifen für Studenten und Beamte bietet die DEVK auch spezielle Konditionen für Ärzte und andere medizinische Fachkräfte an. Da sich die Bewertung von Preis und Leistung je nach Berufsgruppe unterscheiden kann, lohnt sich für Mediziner ein gezielter Blick auf die für diese Berufsgruppe verfügbaren Tarifkombinationen.

Individuelles Angebot für Mediziner einholen

Da sich die genaue Beitragshöhe für Ärzte je nach Fachrichtung, Anstellungsverhältnis und gewählter Bausteinkombination erheblich unterscheiden kann, empfiehlt die DEVK die Einholung eines individuellen Angebots über das Online-Angebotsformular, das sowohl per E-Mail als PDF als auch auf dem Postweg zugestellt werden kann.

Niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis können als Selbstständige unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit zur DEVK wechseln. Angestellte Klinikärzte und Assistenzärzte müssen dagegen zunächst die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten, bevor ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich wird.

Für niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis lohnt sich zusätzlich der Abschluss eines Krankentagegelds, da bei einer krankheitsbedingten Praxisschließung neben dem persönlichen Einkommen häufig auch laufende Praxiskosten wie Miete und Personal unabhängig von der eigenen Arbeitsfähigkeit weiterlaufen. Auch approbierte Zahnärzte und Tierärzte können als Angehörige akademischer Heilberufe von den gleichen Regelungen profitieren wie Humanmediziner. Diese Konditionen stehen dabei grundsätzlich unabhängig davon zur Verfügung, ob die Anstellung an einer öffentlichen, freigemeinnützigen oder privaten Klinik erfolgt.

Kinder bei der DEVK: Was Eltern wissen sollten

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es bei der DEVK keinen klassischen Familientarif. Jede versicherte Person erhält einen eigenen, individuellen Vertrag mit entsprechendem Beitrag und Leistungsumfang. Kinder können separat privat versichert werden, sind jedoch nicht beitragsfrei über einen Elternteil mitversichert, wie es in der gesetzlichen Krankenversicherung üblich ist.

Voraussetzung für die Kinderversicherung

Eine Voraussetzung für die private Krankenversicherung eines Kindes bei der DEVK ist, dass mindestens ein Elternteil ebenfalls privat krankenversichert ist. Für Neugeborene besteht in der Regel eine Frist von zwei Monaten nach der Geburt, innerhalb derer eine Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung möglich ist, sofern diese Voraussetzung erfüllt ist.

Da jedes Kind einen eigenständigen Vertrag mit individuellem Beitrag erhält, sollten Eltern die Gesamtkosten für die private Absicherung mehrerer Kinder realistisch in die Familienplanung einbeziehen. Anders als bei der beitragsfreien Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse steigen die Gesamtkosten bei der DEVK mit jedem zusätzlich privat versicherten Kind spürbar an.

Auf der anderen Seite profitieren Kinder in der privaten Krankenversicherung häufig von einem sehr niedrigen Einstiegsbeitrag, da sich der Beitrag maßgeblich am jungen Eintrittsalter orientiert und die Alterungsrückstellungen über eine besonders lange Laufzeit angespart werden können. Wer sein Kind frühzeitig privat versichert, sichert sich zudem den zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehenden, meist noch unbelasteten Gesundheitszustand für die gesamte künftige Vertragslaufzeit.

Eltern sollten bei der Entscheidung für eine private Kinderversicherung auch bedenken, dass ein späterer Rückwechsel in die gesetzliche Krankenversicherung für das Kind unter Umständen erschwert sein kann, sobald bestimmte Altersgrenzen überschritten werden. Eine sorgfältige, vorausschauende Abwägung der langfristigen Konsequenzen ist daher bereits bei der ersten grundlegenden Entscheidung ratsam.

DEVK Pflegepflichtversicherung

Als Bestandteil der Vollversicherung bietet die DEVK die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung an, die dem Leistungsniveau der gesetzlichen Pflegeversicherung entspricht. Auf ihrer Website informiert die DEVK zudem ausführlich über die geltenden Begutachtungsfristen zur Feststellung einer Pflegebedürftigkeit.

Da die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur eine Basisabsicherung darstellt, die die tatsächlich anfallenden Pflegekosten selten vollständig deckt, sollten Versicherte zusätzlich prüfen, ob eine ergänzende private Pflegezusatzversicherung für die eigene Situation sinnvoll ist, um im Pflegefall nicht auf einen erheblichen Eigenanteil sitzen zu bleiben.

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland gewinnt eine solide private Pflegevorsorge zunehmend an Bedeutung. Wer sich frühzeitig, etwa bereits im mittleren Erwachsenenalter, für eine ergänzende Pflegezusatzversicherung entscheidet, profitiert zudem von einem günstigeren Einstiegsbeitrag, da sich dieser maßgeblich am Eintrittsalter orientiert. Ein späterer Einstieg in eine solche Zusatzabsicherung ist zwar weiterhin möglich, geht aber in der Regel mit einem spürbar höheren Beitrag einher.

DEVK Beitragsentwicklung 2026 und Sparmöglichkeiten

Wie alle privaten Krankenversicherer darf auch die DEVK die Beiträge nur dann anpassen, wenn gesetzlich definierte Schwellenwerte bei den sogenannten auslösenden Faktoren überschritten werden. Für 2026 informierte die DEVK ihre Kunden über eine entsprechende Beitragsanpassung, die branchenweit bei bis zu 6 Millionen Privatversicherten im Durchschnitt rund 12 Prozent betrug.

Interner Tarifwechsel als Alternative

Wer von der Beitragserhöhung 2026 betroffen ist, sollte einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG in Betracht ziehen. Ein Wechsel innerhalb der DEVK bleibt dabei besonders für langjährig Versicherte attraktiv, da die bereits angesparten Alterungsrückstellungen vollständig erhalten bleiben und keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist.

Vor einem internen Tarifwechsel sollten Versicherte die genauen Leistungsunterschiede zwischen dem bisherigen und dem neuen Baustein sorgfältig vergleichen, da eine reine Beitragsersparnis nicht automatisch mit einem gleichwertigen Leistungsniveau einhergeht. Eine persönliche Beratung hilft dabei, die für die eigene Situation passende Kombination aus Beitragshöhe und Leistungsumfang zu finden.

Auch ein sorgfältiger Blick auf die eigenen Alterungsrückstellungen lohnt sich vorab, da deren Höhe direkten Einfluss darauf hat, wie stark sich ein Tarifwechsel auf den künftigen Beitrag auswirkt. Gerade für Versicherte, die bereits seit vielen Jahren bei der DEVK versichert sind, kann ein interner Wechsel innerhalb des Baukastenprinzips eine spürbare Beitragsersparnis bringen, ohne dass die bereits erworbenen Ansprüche verloren gehen.

Wer einen Wechsel zu einem anderen Versicherer erwägt, sollte zusätzlich beachten, dass bei einem externen Anbieterwechsel die bereits angesparten Alterungsrückstellungen üblicherweise nicht vollständig mitgenommen werden können, sondern größtenteils beim bisherigen Versicherer verbleiben. Ein interner Tarifwechsel innerhalb der DEVK bleibt daher in den allermeisten Fällen finanziell deutlich vorteilhafter als ein kompletter Anbieterwechsel zu einem völlig neuen Versicherungsunternehmen.

DEVK Ergänzungstarife für GKV-Versicherte

Neben der Vollversicherung bietet die DEVK ein Portfolio an Zusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte an, das gezielt die typischen Lücken der gesetzlichen Krankenversicherung schließt.

Zahn

Zahnzusatzversicherung

Nur in Kombination mit Zahnersatz-Tarif, ab ca. 10 €/Monat

Einkommen

Krankentagegeld

Absicherung des Einkommens im Krankheitsfall

Krankenhaus

Krankenhaustagegeld

Ab ca. 15 €/Monat, frei verwendbarer Tagessatz

Ambulant

Ambulante Zusatzversicherung

Ab ca. 20 €/Monat für gesetzlich Versicherte

Diese Zusatzbausteine richten sich in erster Linie an gesetzlich Versicherte, die einzelne Versorgungslücken gezielt schließen möchten, ohne gleich in die volle private Krankenvollversicherung zu wechseln. Für eine genaue Beitragsberechnung empfiehlt sich stets die Einholung eines individuellen Angebots.

Wer noch unsicher ist, mit welchem Baustein begonnen werden sollte, orientiert sich am besten an der eigenen Lebenssituation: Berufstätige mit unregelmäßigem Einkommen oder ohne Anspruch auf Krankengeld profitieren zuerst von einem Krankentagegeld, während für gesetzlich Versicherte mit bereits absehbarem Zahnersatzbedarf die Zahnzusatzversicherung häufig die dringlichste Ergänzung darstellt.

DEVK Zahnzusatzversicherung: Leistungen und Wartezeiten

Die Zahnzusatzversicherung der DEVK für Zahnbehandlungen lässt sich nur in Kombination mit einem eigenständigen Tarif für Zahnersatz abschließen. Diese Kopplung stellt sicher, dass Versicherte sowohl bei der laufenden Zahnbehandlung als auch beim aufwendigeren Zahnersatz abgesichert sind.

Wartezeiten bei Vertragsabschluss beachten

Bei der DEVK gelten für bestimmte Leistungsbereiche gestaffelte Wartezeiten: Für Heilmittel und Sehhilfen sind es drei Monate, für Zahnbehandlungen acht Monate. Erst nach Ablauf dieser Fristen besteht der volle vertraglich vereinbarte Leistungsanspruch. Wer bereits absehbar eine größere Zahnbehandlung plant, sollte diese Wartezeiten bei der Planung des Vertragsabschlusses entsprechend berücksichtigen.

Bei einer unabhängigen ServiceValue-Befragung von rund 59.832 Kunden im Jahr 2023 zur Fairness von Schaden- und Leistungsregulierern erzielte die DEVK in der Sparte Zahnzusatzversicherung die Gesamtwertung „gut" – ein Beleg für eine kundenfreundliche und faire Regulierungspraxis im Leistungsfall.

Die verpflichtende Kopplung von Zahnbehandlungs- und Zahnersatz-Baustein unterscheidet die DEVK von manchen Wettbewerbern, die beide Bereiche unabhängig voneinander anbieten. Für Versicherte bedeutet dies zwar weniger Flexibilität bei der individuellen Zusammenstellung, gleichzeitig aber auch eine konsistente Absicherung über den gesamten Zahnbereich hinweg, ohne dass an der Schnittstelle zwischen Behandlung und Ersatz unbeabsichtigte Deckungslücken entstehen können.

Für Versicherte, die bereits vor Vertragsabschluss einen absehbaren Zahnersatzbedarf haben, etwa bei bereits diagnostizierten Zahnproblemen, lohnt sich eine besonders sorgfältige Prüfung der Wartezeitregelung von acht Monaten. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Vertragsabschluss zeitlich so zu planen, dass die Wartezeit bereits abgelaufen ist, bevor die geplante Behandlung ansteht.

Rechenbeispiel: Zahnersatz mit ZE-V

Kostet eine Zahnkrone beispielsweise 800 Euro und übernimmt die gesetzliche Krankenkasse davon im Rahmen der Regelversorgung rund 250 Euro, verbleibt ohne Zusatzschutz ein Eigenanteil von 550 Euro. Mit einem entsprechend gewählten ZE-V-Baustein lässt sich dieser Eigenanteil je nach vereinbartem Erstattungsprozentsatz deutlich reduzieren.

DEVK kombiniert: Einkommensschutz plus Klinikkomfort

Zur Absicherung des Einkommens im Krankheitsfall bietet die DEVK ein Krankentagegeld an. Gerade für Selbstständige und Freiberufler, denen im Krankheitsfall kein gesetzliches Krankengeld zusteht, gehört dieser Baustein zu den zentralen Elementen einer vollständigen Absicherung.

Ergänzend bietet die DEVK mit dem Krankenhaustagegeld eine Leistung an, die unabhängig von den tatsächlich entstandenen Kosten für jeden Tag eines stationären Aufenthalts einen vereinbarten Tagessatz auszahlt. Beide Tagegeldversicherungen lassen sich unabhängig voneinander abschließen und ermöglichen so eine zusätzliche finanzielle Absicherung für den Krankheitsfall.

Rechenbeispiel: Krankentagegeld für Selbstständige

Bei einem vereinbarten Tagessatz von 70 Euro und einer vierwöchigen Erkrankung mit 28 Tagen ergibt sich ein Krankentagegeld von 1.960 Euro – steuerfrei und unabhängig von sonstigen Einkünften. Für Selbstständige ohne Anspruch auf gesetzliches Krankengeld kann diese Summe entscheidend dazu beitragen, dass laufende Fixkosten auch während einer längeren Erkrankungsphase gedeckt bleiben.

Bei der Wahl des passenden Tagessatzes sollte sich der Betrag realistisch an den tatsächlich laufenden Fixkosten sowie dem üblichen Nettoeinkommen orientieren, damit im Ernstfall keine finanzielle Lücke entsteht. Angestellte legen den Leistungsbeginn meist auf das Ende der sechswöchigen gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers, während Selbstständige und Freiberufler in der Regel einen deutlich früheren Zeitpunkt wählen.

Rechenbeispiel: Krankenhaustagegeld bei einwöchigem Aufenthalt

Bei einem vereinbarten Tagessatz von 25 Euro und einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt ergibt sich ein Krankenhaustagegeld von 175 Euro – frei verwendbar für Fahrtkosten von Angehörigen, private Zuzahlungen oder sonstige Ausgaben während des Klinikaufenthalts.

DEVK Auslandsschutz

Im Rahmen bestimmter Zusatzbausteine übernimmt die DEVK die Kosten bei Krankheit oder Unfall im Ausland während der ersten 42 Tage einer Auslandsreise. Dieser Versicherungsschutz gilt weltweit und beinhaltet auch die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland.

Für Vielreisende, die regelmäßig längere Auslandsaufenthalte planen, sollte allerdings geprüft werden, ob die 42-tägige Höchstdauer für den eigenen Reisestil ausreichend ist, oder ob eine separate, speziell auf lange Aufenthalte zugeschnittene Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoller wäre. Wer beispielsweise ein Sabbatjahr oder einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt plant, sollte sich rechtzeitig vor Reiseantritt über die passende Zusatzabsicherung informieren.

Gerade für Geschäftsreisende oder Familien mit regelmäßigen Fernreisen kann sich eine ergänzende Jahrespolice finanziell lohnen, da sie unabhängig von der Anzahl der Reisen im Kalenderjahr durchgehenden Schutz über die 42-Tage-Grenze hinaus bietet. Wer unsicher ist, ob der bestehende Schutz für eine geplante Reise ausreicht, sollte die genauen Vertragsbedingungen vorab prüfen oder sich direkt bei der DEVK erkundigen.

Der eingeschlossene Rücktransport bei medizinischer Notwendigkeit stellt dabei einen besonders wichtigen Baustein dar, da die Kosten für einen solchen Transport aus dem Ausland ohne entsprechenden Versicherungsschutz schnell mehrere Tausend Euro erreichen können. Diese wichtige Leistung sollte bei der Bewertung des gesamten Auslandsschutzes daher unter keinen Umständen unterschätzt werden.

DEVK Krankenversicherungs-App: Rechnungen einreichen und digitale Beratung

Mit der kostenfreien DEVK Krankenversicherungs-App lassen sich Rechnungen und Bescheinigungen unkompliziert einreichen: Die benötigten Dokumente werden einfach mit dem Smartphone fotografiert und direkt an die DEVK weitergeleitet.

Funktionsumfang der App im Überblick

Neben dem Fotografieren und Einreichen von Rechnungen bietet die App eine Übersicht zu den eigenen Vertragsinhalten, eine vollständige Rechnungshistorie sowie Hilfestellungen im Ausland. Zusätzlich lassen sich über die App Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen erstellen. Über die integrierte DEVK-Chat-Beratung sowie die DEVK-Beratersuche erhalten Versicherte zudem einen direkten digitalen Draht zu ihrem persönlichen Ansprechpartner.

Ergänzend zur App bietet die DEVK in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst über den Anbieter Medgate Deutschland eine digitale Sprechstunde an, über die sich medizinischer Rat auch ohne einen klassischen Arztbesuch vor Ort einholen lässt. Auch Interessenten, die noch nicht bei der DEVK krankenversichert sind, können sich über die App bereits im Vorfeld über die angebotenen Leistungen und Services informieren.

Die digitale Sprechstunde eignet sich besonders für unkomplizierte medizinische Fragestellungen, bei denen ein persönlicher Arztbesuch nicht zwingend erforderlich ist, etwa bei der Einschätzung leichter Beschwerden oder bei Rückfragen zu bereits verordneten Medikamenten. Für ernsthaftere gesundheitliche Anliegen bleibt jedoch der Besuch bei einem niedergelassenen Arzt oder im Krankenhaus weiterhin der richtige Weg, den die digitale Sprechstunde nicht ersetzen soll, sondern sinnvoll ergänzt. Gerade außerhalb der regulären Sprechzeiten niedergelassener Praxen kann dieses Angebot eine wertvolle erste Anlaufstelle sein.

Die Gesundheitsfragen der DEVK: Was Antragsteller wissen sollten

Beim Abschluss einer Vollversicherung oder umfangreicherer Zusatzversicherungen bei der DEVK ist in der Regel eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Dabei werden Angaben zu bestehenden und vergangenen Erkrankungen sowie zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten abgefragt, um das individuelle Risiko für den Versicherer einschätzen zu können.

Wahrheitsgemäße Angaben sind entscheidend

Bei der Gesundheitsprüfung ist es unerlässlich, sämtliche Angaben wahrheitsgemäß und vollständig zu machen. Werden Vorerkrankungen verschwiegen, kann die DEVK den Vertrag im Nachhinein anfechten oder die Leistung im jeweiligen Behandlungsfall verweigern, selbst wenn der Vertrag bereits seit mehreren Jahren besteht. Eine vollständige Selbstauskunft schützt somit langfristig vor unangenehmen Überraschungen im Leistungsfall.

Je nach Ergebnis der Gesundheitsprüfung kann die DEVK einen Risikozuschlag auf den regulären Beitrag erheben oder bestimmte Vorerkrankungen von der Leistungspflicht ausschließen. Wer sich unsicher ist, wie sich bestimmte Vorerkrankungen auf die Konditionen auswirken, sollte vorab die bereits erwähnte anonyme Risikovoranfrage nutzen, um unangenehme Überraschungen im späteren Antragsverfahren zu vermeiden.

Bei jungen und gesunden Antragstellern verläuft die Gesundheitsprüfung in der Regel unkompliziert und ohne Zuschläge. Mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen steigt dagegen die Wahrscheinlichkeit für Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse, weshalb sich ein möglichst früher Einstieg in die private Krankenversicherung langfristig auszahlen kann. Wer bereits mit spürbaren Vorerkrankungen in die DEVK wechseln möchte, sollte sich von vornherein auf mögliche Zuschläge einstellen und diese realistisch in die eigene Budgetplanung mit einbeziehen.

DEVK als gesetzlich vorgeschriebener Auffangschutz

Wie jeder private Krankenversicherer muss auch die DEVK gesetzlich einen Basistarif führen, dessen Leistungsumfang und Höchstbeitrag an die gesetzliche Krankenversicherung angelehnt sind. Eine Ablehnung wegen Vorerkrankungen ist bei diesem Auffangtarif ausgeschlossen, da er als gesetzlich vorgeschriebenes Sicherheitsnetz für besondere Ausnahmefälle konzipiert wurde.

Versicherte, die ihren Vertrag bereits vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen haben, können zusätzlich in den branchenweit einheitlichen Standardtarif wechseln. Für die überwiegende Mehrheit der heute Wechselwilligen mit üblichem Gesundheitszustand bleiben Basis- und Standardtarif dennoch die Ausnahme, da die regulären Bausteine der DEVK in Leistung und Komfort deutlich darüber liegen.

Wer sich zunächst aus finanziellen Gründen für den Basistarif entschieden hat, kann bei einer späteren, spürbaren Verbesserung der eigenen finanziellen Situation grundsätzlich wieder in eine der regulären Bausteinkombinationen zurückwechseln. Ein solcher Rückwechsel setzt in aller Regel eine erneute, gründliche Prüfung des Gesundheitszustands voraus, da der Basistarif von vornherein als gesetzlich vorgeschriebene Auffanglösung ohne die üblichen Risikoprüfungen konzipiert wurde.

Der Beitrag im Basistarif orientiert sich am gesetzlichen Höchstsatz der jeweiligen gesetzlichen Krankenversicherung und kann bei nachgewiesener Hilfebedürftigkeit auf die Hälfte reduziert werden. Diese Regelung soll sicherstellen, dass der Basistarif auch für Personen mit geringem Einkommen finanziell tragbar bleibt. In besonderen Härtefällen ist sogar eine weitergehende Reduzierung bis auf null möglich, sofern der zuständige Sozialleistungsträger die Kosten dann vollständig übernimmt.

DEVK betriebliche Krankenversicherung für Arbeitgeber

Mit der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) ist die DEVK in ein weiteres, wachsendes Marktsegment eingestiegen. Dieses Angebot richtet sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen ab einer Belegschaftsgröße von fünf Beschäftigten, die ihren Mitarbeitern zusätzliche Gesundheitsleistungen als attraktiven Baustein der betrieblichen Zusatzleistungen bieten möchten.

Zusatzleistung ohne vollständige Übernahme der PKV-Beiträge

Anders als eine klassische private Krankenvollversicherung übernimmt der Arbeitgeber bei der bKV in der Regel nicht die vollständigen Beiträge einer PKV, sondern finanziert einen begrenzten jährlichen Gesundheitsetat für seine Mitarbeiter, der für bestimmte Zusatzleistungen wie Vorsorgeuntersuchungen, Sehhilfen, Zahnbehandlungen oder alternative Heilmethoden eingesetzt werden kann. Für Arbeitgeber stellt dies eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit dar, die Attraktivität als Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte zu steigern.

Für Angestellte, die selbst gesetzlich krankenversichert sind, bietet eine vom Arbeitgeber finanzierte bKV eine sinnvolle und willkommene Ergänzung, um typische Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen, ohne dass dafür eigene monatliche Beiträge anfallen. Da diese Zusatzleistung vom Arbeitgeber finanziert wird, kann sie zudem unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich günstiger behandelt werden als eine entsprechende Gehaltserhöhung.

Für kleine und mittelständische Betriebe, die im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte mit größeren, finanzstärkeren Unternehmen konkurrieren, kann die bKV ein wirksames und vergleichsweise kostengünstiges Instrument sein, um die eigene Arbeitgeberattraktivität spürbar zu steigern, ohne dabei die finanziellen Verpflichtungen einer vollständigen betrieblichen Krankenvollversicherung einzugehen. Da der Gesundheitsetat flexibel gestaltet werden kann, lässt sich das Angebot zudem an die individuellen Möglichkeiten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Für Arbeitnehmer, die von einer solchen bKV profitieren, entfällt zudem die sonst bei einer privaten Zusatzversicherung übliche eigenständige Vertragsabwicklung, da der Arbeitgeber die organisatorische Abwicklung meist zentral über einen Rahmenvertrag mit der DEVK übernimmt. Dies reduziert den administrativen Aufwand für die einzelnen betroffenen Mitarbeiter ganz erheblich und spürbar.

So gelingt der Wechsel zur DEVK

Der Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung bei der DEVK setzt voraus, dass eine der grundlegenden Zugangsvoraussetzungen erfüllt ist. Angestellte benötigen ein Bruttoeinkommen, das mindestens seit einem Jahr über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, während Selbstständige und Freiberufler unabhängig von ihrem Einkommen wechseln können.

Kündigungsfrist bei erstmaligem Überschreiten der Einkommensgrenze

Die reguläre Kündigungsfrist für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt zwei Monate zum Monatsende. Überschreitet das eigene Einkommen jedoch erstmalig die Jahresarbeitsentgeltgrenze, muss diese reguläre Frist nicht beachtet werden – der Wechsel zur DEVK kann in diesem Fall zeitnah erfolgen, sobald die Einkommensvoraussetzung nachweislich erfüllt ist.

Vor dem eigentlichen Wechsel empfiehlt sich in jedem Fall eine sogenannte Risikovoranfrage, bei der anonym geprüft wird, ob und zu welchen Konditionen die DEVK den gewünschten Versicherungsschutz gewähren würde. Diese Voranfrage klärt mögliche Risikozuschläge bereits im Vorfeld, ohne dass eine spätere Ablehnung im Versicherungsantrag bei anderen Anbietern vermerkt werden müsste. Wer sich für einen Wechsel entscheidet, sollte diesen Schritt möglichst früh und in gesundheitlich stabiler Verfassung angehen, da sich spätere Vorerkrankungen ungünstig auf die Aufnahmebedingungen auswirken können.

Nach erfolgreicher Risikovoranfrage und Antragstellung prüft die DEVK die eingereichten Gesundheitsangaben im Rahmen der regulären Risikoprüfung. Fällt diese Prüfung positiv aus, erhält der Antragsteller ein verbindliches Vertragsangebot mit den genauen Beitrags- und Leistungskonditionen. Erst nach Unterzeichnung dieses Angebots und fristgerechter Kündigung der bisherigen gesetzlichen Krankenversicherung wird der Wechsel zur DEVK vollständig wirksam.

Zwischen der Antragstellung und dem tatsächlichen Versicherungsbeginn liegen bei der DEVK in der Regel mehrere Wochen, in denen die Risikoprüfung und die anschließende Vertragserstellung erfolgen. Wer einen nahtlosen Übergang von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung anstrebt, sollte diesen zeitlichen Vorlauf bei der genauen Planung des Wechsels von Anfang an berücksichtigen und die Kündigung der bisherigen Krankenkasse entsprechend zeitlich gut abstimmen.

DEVK bei unabhängigen Prüfinstituten

Im PKV-Test wurde die DEVK Krankenversicherung von der internationalen Ratingagentur Fitch Ratings mit der Bewertung A+ ausgezeichnet, die eine sehr gute wirtschaftliche Finanzkraft sowie eine gute Beitragsstabilität bescheinigt. Da die Beitragsentwicklung bei privaten Krankenversicherern eng mit deren wirtschaftlicher Stabilität zusammenhängt, gilt dieses Rating als wichtiger Indikator für die langfristige Verlässlichkeit eines Anbieters.

Für den Beihilfe-Wahlleistungstarif erzielte die DEVK bei Stiftung Warentest in der Ausgabe FINANZtest 10/2016 die Note 1,6 „gut", während die Zahnzusatzversicherung bei der ServiceValue-Befragung 2023 ebenfalls mit „gut" bewertet wurde. Diese Kombination aus solider Finanzstärke und guten Bewertungen in verschiedenen Testkategorien positioniert die DEVK als verlässlichen Anbieter im deutschen PKV-Markt.

Für Verbraucher, die vor einer Vertragsentscheidung unabhängige Bewertungen heranziehen möchten, lohnt sich neben dem Blick auf aktuelle Testnoten auch ein Vergleich verschiedener Ratingquellen, da unterschiedliche Agenturen mit unterschiedlichen Methoden und Schwerpunkten bewerten. Während Fitch Ratings vor allem die wirtschaftliche Finanzkraft in den Fokus rückt, bewertet Stiftung Warentest einzelne Tarifleistungen aus Verbrauchersicht, und ServiceValue erfasst die Erfahrungen tatsächlicher Kunden im Leistungsfall.

Diese unterschiedlichen Perspektiven ergänzen sich gegenseitig und liefern zusammen ein deutlich vollständigeres Bild der Anbieterqualität, als es eine einzelne Bewertung allein leisten könnte. Interessenten sollten daher nach Möglichkeit mehrere unabhängige Quellen heranziehen, bevor sie sich für einen bestimmten Tarif entscheiden, statt sich allein auf ein einzelnes Testergebnis zu verlassen.

Die DEVK: Genossenschaftlicher Versicherer mit Eisenbahner-Wurzeln

Die DEVK Krankenversicherungs-AG mit Hauptverwaltung in Köln wurde 1886 gegründet und blickt damit auf eine mehr als 125-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben mehr als 415.000 Kunden im Bereich der Krankenversicherung, unterstützt von rund 3.000 Mitarbeitern und etwa 2.100 Außendienstmitarbeitern.

Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist die DEVK ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet. Mit einem bundesweiten Netz von rund 1.250 Geschäftsstellen legt das Unternehmen nach eigenem Anspruch besonderen Wert auf kundennahen, persönlichen Service vor Ort. Mit einem Marktanteil von rund 2,16 Prozent zählt die DEVK zwar nicht zu den größten Anbietern der Branche wie Debeka oder Allianz, hat sich aber durch verschiedene Übernahmen und strategische Ausrichtungen einen festen Platz im Markt gesichert.

Diese Rechtsform als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit erlaubt es dem Unternehmen nach eigenem Anspruch, erwirtschaftete Überschüsse konsequent und langfristig in stabile Beiträge sowie die eigene wirtschaftliche Substanz zu investieren, statt kurzfristige Renditeerwartungen externer Kapitalgeber bedienen zu müssen. Diese genossenschaftliche Ausrichtung passt zu den historischen Wurzeln der DEVK als betriebliche Sozialeinrichtung und prägt bis heute das Selbstverständnis des Unternehmens als kundenorientierter, mitgliederbezogener Versicherer.

Über die Krankenversicherung hinaus ist die DEVK Teil eines größeren Versicherungskonzerns, der in vielen Bereichen des täglichen Lebens passende Produkte anbietet, von Sach- über Lebensversicherungen bis hin zu weiteren Vorsorgeprodukten.

Der volle Name des Unternehmens, DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung, verweist auf die historischen Wurzeln als betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn. Diese Herkunft aus dem Eisenbahnwesen prägt bis heute die genossenschaftliche Unternehmenskultur der DEVK, auch wenn sich das Angebot längst auf alle Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten erweitert hat. Heute versichert die DEVK Kunden aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen, von Angestellten über Selbstständige bis hin zu Beamten und Freiberuflern, unabhängig von einer etwaigen Verbindung zum Eisenbahnwesen. Mit Blick auf die mittlerweile rund 140-jährige Unternehmensgeschichte verzeichnete die DEVK im Jahr 2025 nach eigenen Angaben das beste Vertriebsergebnis ihrer gesamten Firmengeschichte, wobei sowohl Beiträge als auch Gewinn deutlich zulegten – ein Ergebnis, das insbesondere auf ein schadenarmes Jahr sowie höhere Kapitalanlageerträge zurückgeführt wird.

Als jüngste strategische Erweiterung ist die DEVK zudem mit einer eigenen betrieblichen Krankenversicherung (bKV) in den Markt eingestiegen. Dieses Angebot richtet sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen ab einer Belegschaftsgröße von fünf Beschäftigten und ermöglicht es Arbeitgebern, ihren Mitarbeitern zusätzliche Gesundheitsleistungen als attraktiven Bestandteil der betrieblichen Zusatzleistungen anzubieten.

DEVK PKV: Baukastenprinzip im Gesamturteil

Die DEVK eignet sich besonders für alle, die einen kundennahen Versicherer auf Gegenseitigkeit mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem flexiblen Baukastenprinzip suchen. Mit den Bausteinen AM-V, ZE-V und ST-V2/ST-V3 lässt sich der Versicherungsschutz sehr genau auf das eigene Budget und den persönlichen Komfortanspruch zuschneiden, statt sich für eine starre Tariflinie entscheiden zu müssen.

Besonders überzeugend zeigt sich die DEVK bei der Erstattung von Heilpraktikerleistungen mit 100 Prozent sowie beim soliden Fitch-Ratings-Ergebnis A+, das eine gute wirtschaftliche Basis für langfristige Beitragsstabilität signalisiert. Auch der Beihilfe-Wahlleistungstarif und die Zahnzusatzversicherung bestätigen mit ihren jeweiligen Testnoten eine insgesamt überzeugende Qualität.

Ein Punkt, der vor Vertragsabschluss beachtet werden sollte, ist die für 2026 angekündigte, branchenweit übliche Beitragsanpassung. Wer bereits bei der DEVK versichert ist, sollte einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG prüfen lassen, um die Beitragsentwicklung möglichst zu dämpfen, ohne dabei die bereits angesparten Alterungsrückstellungen zu verlieren. Interessenten, die vor einem Neuabschluss stehen, sollten sich zusätzlich über die aktuell gültigen Beiträge der jeweils gewünschten Bausteinkombination informieren, da sich die beschriebene Beitragsentwicklung künftig fortsetzen könnte.

Als traditionsreicher Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit rund 140 Jahren Markterfahrung, einem bundesweiten Filialnetz und einer soliden wirtschaftlichen Basis bietet die DEVK eine langfristig ausgerichtete Absicherung mit persönlichem Service vor Ort. Wer diese Kombination aus Flexibilität durch das Baukastenprinzip und regionaler Kundennähe schätzt, findet in der DEVK einen ernst zu nehmenden Anbieter im deutschen PKV-Markt.

Für Familien mit Kindern sollte allerdings von vornherein einkalkuliert werden, dass die DEVK keinen klassischen Familientarif kennt und jedes Kind einen eigenständigen, individuell zu bezahlenden Vertrag benötigt. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern eine zusätzliche Gesundheitsleistung bieten möchten, ohne gleich eine vollständige PKV zu finanzieren, finden mit der neu eingeführten betrieblichen Krankenversicherung (bKV) eine passende, kostenbewusste Alternative.

Auch die kostenfreie DEVK-App mit ihrer unkomplizierten Rechnungseinreichung und der ergänzenden digitalen Sprechstunde zeigt, dass der traditionsreiche Versicherer trotz seiner langen Firmengeschichte aktiv in eine zeitgemäße digitale Ausstattung investiert, um seinen Kunden einen bequemen und modernen Zugang zu den eigenen Versicherungsleistungen zu ermöglichen.

Für Interessenten, die den direkten Vergleich mit anderen Baukastensystemen suchen, lohnt sich ein Blick darauf, wie selten dieses Konzept am deutschen PKV-Markt tatsächlich in dieser konsequenten Form umgesetzt wird. Während die meisten Wettbewerber auf vorgefertigte Tarifpakete setzen, verlangt die DEVK von ihren Kunden eine aktivere Rolle bei der Zusammenstellung des eigenen Schutzes. Wer diese Eigenverantwortung schätzt und bereit ist, sich mit den einzelnen Bausteinen auseinanderzusetzen, kann daraus einen spürbaren finanziellen Vorteil ziehen.

DEVK: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die DEVK bietet mit dem Baukastenprinzip aus AM-V, ZE-V und ST-V2/ST-V3 eine flexible Alternative zu starren Tariflinien, ergänzt durch eine 100-prozentige Heilpraktiker-Erstattung und ein solides Fitch-Ratings-Ergebnis. Wer sich für die passende Bausteinkombination entscheiden möchte, sollte die genauen Leistungsunterschiede sorgfältig vergleichen und bei Bedarf eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen. Über das Formular auf dieser Seite lässt sich die DEVK zudem unkompliziert mit anderen privaten Krankenversicherern vergleichen.