Zurich und Krankenversicherung: kein eigener Versicherer

Anders als bei den meisten Anbietern auf dieser Seite handelt es sich bei der Zurich Versicherung im Bereich der Krankenversicherung nicht um einen eigenständigen Versicherer. Nach Angaben von Zurich selbst gilt: „Als Kooperationspartner der DKV Deutsche Krankenversicherung AG können wir Ihnen eine breite Produktpalette anbieten." Sowohl die private Krankenvollversicherung als auch sämtliche Krankenzusatzversicherungen, die unter der Marke Zurich beworben werden, stammen materiell von der DKV.

Wichtiger Unterschied zu klassischen Versicherern

Dieser Punkt unterscheidet die Zurich grundlegend von den übrigen Anbietern auf dieser Seite: Während andere Unternehmen eigene Tarife entwickeln, kalkulieren und als Versicherer selbst tragen, tritt Zurich im Krankenversicherungsgeschäft ausschließlich als Vertriebspartner auf. Der eigentliche Versicherungsvertrag kommt mit der DKV zustande, nicht mit der Zurich Versicherungsgesellschaft selbst.

Für Interessenten bedeutet dies: Wer sich für eine „Zurich Krankenversicherung" interessiert, sollte sich bewusst machen, dass die tatsächlichen Tarifbedingungen, Leistungen und Beiträge denen der DKV entsprechen. Ein Vergleich der „Zurich"-Konditionen mit denen anderer Anbieter läuft in der Praxis auf einen Vergleich mit der DKV hinaus.

Diese Besonderheit ist auf den ersten Blick nicht immer offensichtlich, da Zurich als bekannter, international tätiger Versicherungskonzern auftritt und die eigenen Vertriebskanäle unter der Marke Zurich präsentiert. Wer im Internet oder bei einem Vermittler nach einer „Zurich Krankenversicherung" sucht, landet zwar auf Zurich-Markenmaterialien und wird von Zurich-Mitarbeitenden beraten, unterschreibt am Ende jedoch einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen als Versicherer.

Diese Seite erklärt deshalb bewusst nicht einzelne „Zurich-Tarife", da es solche im eigentlichen Sinne nicht gibt. Stattdessen wird im Folgenden dargestellt, wie diese Kooperation zustande kam, was sie für Verbraucher praktisch bedeutet und wo sich die tatsächlich relevanten Tarifinformationen finden lassen.

Wer diese Website bereits auf der Suche nach anderen Anbietern durchsucht hat, wird feststellen, dass die meisten übrigen Anbieter eigene, individuell entwickelte Tarife mit spezifischen Erstattungssätzen, Wartezeiten und Ausschlüssen anbieten. Bei Zurich entfällt diese Ebene der individuellen Tarifgestaltung vollständig, da das Unternehmen im Krankenversicherungsgeschäft keine eigene Produktentwicklung betreibt, sondern sich ausschließlich auf den Vertrieb der DKV-Produkte beschränkt.

Zurich Krankenversicherung: die Übernahme durch DKV 2005

Diese Kooperation hat einen klaren historischen Ursprung: Die frühere Zürich Krankenversicherung AG gehörte ursprünglich der Zürich Beteiligungs-AG und war ein eigenständiger Teil des deutschen Zurich-Konzerns. Im Januar 2005 übernahm die Kölner DKV (Deutsche Krankenversicherung) sowohl die Zürich Krankenversicherung als auch die Globale Krankenversicherungs-AG und verstärkte sich damit im deutschen Krankenversicherungsgeschäft.

Vertriebskooperation als zentraler Bestandteil der Transaktion

Zentraler Bestandteil dieser Übernahme war das Aushandeln einer Vertriebskooperation zwischen den beteiligten Parteien, die es Vermittlern der Zurich-Gruppe seither ermöglicht, DKV-Policen anzubieten. Diese Kooperation wurde in den Folgejahren mehrfach verlängert – Zurich-Vermittler können bis heute DKV-Produkte im Bereich der Krankenversicherung vertreiben.

Diese Konstellation ist im deutschen Versicherungsmarkt kein Einzelfall: Verkäufer der Globale-Anteile im Rahmen derselben Transaktion waren unter anderem die Gerling Konzern Lebensversicherung und die Deutsche Bank, was zeigt, wie eng verflochten der deutsche Versicherungsmarkt in einzelnen Sparten historisch gewachsen ist. Für die Zurich-Gruppe bedeutete der Verkauf der eigenen Krankenversicherungssparte an die DKV eine strategische Fokussierung auf die eigenen Kernbereiche, während der Zugang zum Krankenversicherungsmarkt über die vereinbarte Vertriebskooperation erhalten blieb.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine solche Bündelung von Kompetenzen nachvollziehbar: Die DKV zählt zu den größten und traditionsreichsten Krankenversicherern Deutschlands und konnte durch die Übernahme der Zürich Krankenversicherung sowie der Globale zusätzliche Marktanteile und Versichertenbestände gewinnen. Für die Zurich-Gruppe wiederum entfiel der Aufwand für den eigenständigen Betrieb einer vergleichsweise kleineren Krankenversicherungssparte, während über die Vertriebskooperation weiterhin Provisionserlöse aus diesem Geschäftsbereich erzielt werden können.

Für Bestandskunden, die noch einen Vertrag aus der Zeit vor 2005 unter dem Namen Zürich Krankenversicherung besitzen, gilt: Auch diese älteren Verträge werden heute von der DKV verwaltet, da die Zürich Krankenversicherung AG als eigenständige Gesellschaft im Rahmen der Übernahme aufgegangen ist. Wer einen solchen historischen Vertrag besitzt, sollte sich für aktuelle Fragen ebenfalls direkt an die DKV wenden, auch wenn der ursprüngliche Versicherungsschein noch den Namen Zürich Krankenversicherung trägt.

Zurich als Vertriebspartner: was das praktisch bedeutet

Für Kunden, die über Zurich eine Krankenversicherung abschließen möchten, ergeben sich aus dieser Konstruktion mehrere praktische Konsequenzen. Auf der Zurich-Website selbst wird die Kooperation offen benannt: Die private Krankenversicherung wird explizit als Produkt beworben, bei dem Kunden „das umfassende Angebot der DKV und gleichzeitig die gewohnt professionelle Beratung" der Zurich-Berater erhalten.

Auch die Krankenzusatzversicherung stammt von der DKV

Dasselbe gilt für die Krankenzusatzversicherung: Auf der entsprechenden Zurich-Produktseite heißt es wörtlich, dass Kunden „in Kooperation mit der DKV" spezielle Zusatzprodukte für verschiedene Bereiche erhalten – von ambulanten Zusatzversicherungen bis hin zu Zahn-, Klinik- und Pflegezusatzversicherungen. Alle diese Produkte sind inhaltlich identisch mit den entsprechenden DKV-eigenen Tarifen.

Diese Transparenz seitens Zurich ist positiv zu bewerten: Anders als bei manchen anderen Kooperationsmodellen im Versicherungsmarkt wird die Beteiligung der DKV nicht verschleiert, sondern offen kommuniziert. Interessenten sollten diese Information jedoch aktiv nutzen, indem sie bei einem Anbietervergleich die DKV direkt mit einbeziehen, statt „Zurich" und „DKV" fälschlicherweise als zwei unabhängige Angebote zu behandeln.

Diese Verwechslungsgefahr ist real: Vergleichsportale und Ratgeberseiten im Internet führen „Zurich Krankenversicherung" mitunter als eigenständigen Eintrag neben der DKV, obwohl es sich inhaltlich um dasselbe Produkt handelt. Wer bei einem Tarifvergleich versehentlich beide Einträge als unterschiedliche Optionen gegeneinander abwägt, vergleicht in Wahrheit denselben Tarif mit sich selbst, was zu einem verzerrten Bild der tatsächlichen Marktvielfalt führen kann.

Zurich Krankenversicherungsprodukte: PKV und Zusatzversicherung über DKV

Über die Zurich-Vertriebskanäle lässt sich das gesamte Spektrum der DKV-Krankenversicherungsprodukte abschließen. Dazu zählt zum einen die private Krankenvollversicherung für Angestellte oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, für Beamte, Selbstständige und Freiberufler. Wann genau ein Wechsel möglich wird, zeigt der Ratgeber zu den PKV-Zeitpunkten.

ProduktbereichZielgruppeTatsächlicher Versicherer
Private KrankenvollversicherungAngestellte, Beamte, SelbstständigeDKV
Ambulante ZusatzversicherungGesetzlich VersicherteDKV
ZahnzusatzversicherungGesetzlich VersicherteDKV
Krankenhaus-/KlinikzusatzversicherungGesetzlich VersicherteDKV
PflegezusatzversicherungAlle VersichertenDKV

Für die genauen Erstattungssätze, Wartezeiten, Tarifstufen und aktuellen Beiträge dieser Produkte gelten exakt dieselben Konditionen wie bei einem direkten Abschluss über die DKV, da es sich technisch um dieselben Versicherungsverträge handelt. Wer sich für die Details der einzelnen DKV-Tarife interessiert, findet auf der eigenen DKV-Anbieterseite dieser Website eine ausführliche Übersicht der entsprechenden Leistungen.

Diese Produktidentität gilt unabhängig vom gewählten Vertriebsweg: Ob ein Interessent den Antrag über einen Zurich-Vermittler, direkt bei der DKV oder über einen unabhängigen Versicherungsmakler stellt, der Endvertrag mit der DKV als Versicherer unterscheidet sich in seinen Bedingungen nicht. Unterschiede können sich allenfalls bei begleitenden Serviceleistungen oder bei eventuellen Vermittlerprovisionen ergeben, die jedoch die eigentlichen Versicherungsleistungen nicht berühren.

Zurich Vertragspartner: wer haftet und wer verwaltet den Vertrag

Ein für Verbraucher wichtiger, oft übersehener Aspekt betrifft die Frage, wer im Ernstfall für den Versicherungsvertrag haftet und wer die laufende Vertragsverwaltung übernimmt.

DKV als eigentlicher Vertragspartner

Bei einem über Zurich abgeschlossenen Krankenversicherungsvertrag ist die DKV Deutsche Krankenversicherung AG der eigentliche Versicherer und damit Vertragspartner. Rechnungen werden bei der DKV eingereicht, die Beitragsabrechnung erfolgt über die DKV, und auch im Schadenfall oder bei Streitigkeiten über Leistungen ist die DKV der zuständige Ansprechpartner – unabhängig davon, über welchen Vertriebsweg der Vertrag ursprünglich zustande kam.

Diese Konstellation ist für Verbraucher grundsätzlich unproblematisch, sollte aber bei der Kontaktaufnahme im Leistungsfall bekannt sein: Wer sich mit Fragen zu bereits eingereichten Rechnungen oder zum Leistungsumfang direkt an die DKV statt an den ursprünglichen Zurich-Vermittler wendet, erreicht in der Regel den zuständigen Ansprechpartner schneller.

Auch bei einer möglichen Kündigung oder einem späteren Tarifwechsel innerhalb der DKV ist die DKV selbst die richtige Ansprechpartnerin, da sämtliche vertragsrelevanten Vorgänge dort bearbeitet werden. Der ursprüngliche Zurich-Vermittler kann zwar weiterhin unterstützend zur Seite stehen, hat auf die eigentliche Vertragsbearbeitung aber keinen direkten Einfluss, da diese vollständig in der Verantwortung der DKV liegt.

Für die Nutzung digitaler Services wie Apps zur Rechnungseinreichung oder Kundenportale gilt ebenfalls: Diese werden von der DKV bereitgestellt und betrieben, unabhängig davon, über welchen Vertriebsweg der Vertrag ursprünglich abgeschlossen wurde. Kunden mit einem über Zurich vermittelten DKV-Vertrag nutzen dieselben digitalen Werkzeuge wie Kunden, die direkt bei der DKV abgeschlossen haben.

Zurich Beratung: Vermittler statt eigener Tarifgestaltung

Auch wenn die eigentlichen Tarife von der DKV stammen, bleibt die Beratungsleistung der Zurich-Vermittler ein relevanter Teil des Kooperationsmodells. Zurich-Vermittler unterstützen Interessenten bei der Auswahl der passenden DKV-Tarifkombination und begleiten den Antragsprozess.

Kein inhaltlicher Unterschied zum direkten DKV-Abschluss

Für den Kunden entsteht durch diesen Vertriebsweg in der Regel kein inhaltlicher Unterschied zu einem direkten Abschluss über die DKV oder einen unabhängigen Versicherungsmakler – die Tarifbedingungen, Beiträge und Leistungen sind identisch. Der Vorteil eines Zurich-Vermittlers kann in der persönlichen, oft langjährigen Kundenbeziehung liegen, wenn bereits andere Versicherungsverträge über denselben Vermittler laufen.

Wer sich für einen Vertragsabschluss über Zurich entscheidet, sollte dennoch nicht auf einen unabhängigen Vergleich mit anderen PKV-Anbietern verzichten, da die DKV nur einer von mehreren großen deutschen Krankenversicherern ist und andere Anbieter je nach persönlicher Situation unter Umständen besser passende Tarife bereithalten.

Ein Vorteil, den manche Interessenten am Zurich-Vertriebsweg schätzen, ist die Möglichkeit, mehrere Versicherungssparten bei einem einzigen Ansprechpartner zu bündeln: Wer bereits eine Kfz-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung bei Zurich hat, kann über denselben Vermittler auch die Krankenversicherung abschließen, ohne einen zusätzlichen Kontakt zu einem separaten Krankenversicherer aufbauen zu müssen. Dieser Komfortgewinn sollte jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die eigentliche Produktqualität allein von der DKV abhängt.

Die Zurich Gruppe Deutschland als Teil eines globalen Konzerns

Die Zurich Gruppe Deutschland, vereint unter der Zürich Beteiligungs-Aktiengesellschaft (Deutschland), ist Teil der international tätigen Zurich Insurance Group mit Hauptsitz in der Schweiz. Die deutsche Konzerngeschichte ist von mehreren Umbenennungen und Fusionen geprägt.

Wichtige Stationen der Unternehmensgeschichte

1993 wurde die Vita Lebensversicherung AG in Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft umbenannt. 1995 fusionierten die bis dahin eigenständigen Unternehmen Zürich und Agrippina zur Zürich Agrippina. Ab 1998 erweiterte der Konzern sein Geschäftsfeld um die Krankenversicherung, bevor diese Sparte 2005 an die DKV überging. Im Jahr 2006 wurden die Zürich Lebensversicherung AG und die Deutscher Herold Lebensversicherung AG zur Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG verschmolzen.

Diese wechselvolle Geschichte mit zahlreichen Umbenennungen und Zusammenschlüssen ist im deutschen Versicherungsmarkt keine Seltenheit und spiegelt die Konsolidierung der Branche über mehrere Jahrzehnte hinweg wider. Für heutige Kunden ist vor allem relevant, dass die Marke Zurich in Deutschland weiterhin für ein breites Versicherungsportfolio steht, auch wenn einzelne Sparten wie die Krankenversicherung heute über Kooperationspartner abgewickelt werden.

Global betrachtet gehört die Zurich Insurance Group zu den größten Versicherungskonzernen der Welt, mit tausenden Mitarbeitenden in zahlreichen Ländern auf mehreren Kontinenten. Diese internationale Größe verschafft der deutschen Landesgesellschaft eine solide wirtschaftliche Basis im Hintergrund, auch wenn einzelne Geschäftsbereiche wie die Krankenversicherung in Deutschland über spezialisierte Partner statt über eigene Kapazitäten abgewickelt werden.

Zurich außerhalb der Krankenversicherung: das übrige Portfolio

Anders als im Bereich der Krankenversicherung tritt die Zurich in zahlreichen anderen Versicherungssparten als eigenständiger Versicherer auf. Dazu zählen unter anderem Kfz-, Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz-, Tier- und Reiseversicherungen sowie Produkte zur Altersvorsorge und Lebensversicherung.

Kapitalanlage in Kooperation mit der Deutschen Bank

Auch außerhalb der Krankenversicherung setzt die Zurich auf strategische Kooperationen: Für die Gestaltung fondsbasierter Lebensversicherungsprodukte arbeitet die Zurich Versicherung mit der Deutsche-Bank-Tochter DWS Investments zusammen, und als Kooperationspartner der Deutschen Bank Gruppe bringt Zurich Know-how in den Bereichen Kapitalaufbau und Kapitalanlage ein.

Diese Kombination aus eigenständig geführten Kernsparten und gezielten Partnerschaften in einzelnen Geschäftsbereichen prägt das Geschäftsmodell der Zurich Gruppe Deutschland insgesamt. Die Krankenversicherung ist dabei nicht die einzige Sparte, in der Zurich auf einen spezialisierten Partner statt auf ein eigenes Angebot setzt – ähnliche Kooperationsmodelle finden sich auch im Bausparbereich mit der BHW Bausparkasse.

Für Kunden, die ein möglichst breites Versicherungsportfolio aus einer Hand wünschen, kann diese Kombination aus eigenen Kernprodukten und strategischen Partnerschaften durchaus attraktiv sein: Statt für jede einzelne Versicherungssparte einen separaten Anbieter suchen zu müssen, lässt sich bei Zurich vieles über einen zentralen Ansprechpartner koordinieren, auch wenn im Hintergrund unterschiedliche Versicherer als eigentliche Vertragspartner fungieren.

Zurich im Gesamturteil

Wer sich für eine „Zurich Krankenversicherung" interessiert, sollte sich bewusst machen, dass es sich dabei inhaltlich um ein DKV-Produkt handelt, das über die Zurich-Vertriebskanäle vermittelt wird. Diese Konstellation ist weder ungewöhnlich noch nachteilig, sollte aber bei der eigenen Recherche und beim Anbietervergleich berücksichtigt werden, um Doppelrecherchen oder Missverständnisse zu vermeiden.

Für die eigentliche Tarifentscheidung – also die Frage, ob die DKV mit ihrem Leistungsumfang und ihren Beiträgen zur eigenen Situation passt – gelten dieselben Kriterien wie bei einem direkten DKV-Abschluss. Die auf dieser Website separat geführte DKV-Anbieterseite liefert dafür die inhaltlich relevanten Informationen zu Tarifen, Leistungen und Beiträgen.

Diese klare Trennung zwischen Vertriebsmarke und tatsächlichem Versicherer ist ein Beispiel dafür, wie komplex Konzernstrukturen im deutschen Versicherungsmarkt gewachsen sind. Wer sich beim Anbietervergleich allein auf Markennamen verlässt, ohne die dahinterliegenden Versicherungsgesellschaften zu identifizieren, läuft Gefahr, denselben Tarif mehrfach unter verschiedenen Namen zu vergleichen, statt tatsächlich unterschiedliche Angebote gegeneinander abzuwägen.

Der Mehrwert einer Zurich-Beratung liegt in erster Linie in der persönlichen Betreuung durch einen Vermittler, der möglicherweise bereits andere Versicherungsverträge des Kunden betreut, sowie in der Bündelung verschiedener Versicherungssparten bei einem Ansprechpartner. Wer dagegen ausschließlich an der bestmöglichen Krankenversicherung interessiert ist, sollte einen Vergleich der DKV mit anderen unabhängigen PKV-Anbietern in Betracht ziehen, statt sich allein auf den Vertriebsweg über Zurich zu beschränken.

Diese Empfehlung gilt unabhängig davon, wie zufrieden ein Kunde mit dem persönlichen Zurich-Vermittler ist: Die Qualität der Beratung und die Qualität des zugrunde liegenden Versicherungsprodukts sind zwei getrennte Aspekte, die bei der endgültigen Entscheidung beide eine Rolle spielen sollten. Ein freundlicher, kompetenter Vermittler kann eine wertvolle Unterstützung im Antragsprozess sein, ersetzt aber nicht die eigenständige Prüfung, ob die DKV mit ihrem Leistungsspektrum tatsächlich die beste verfügbare Option darstellt.

Wer sich unsicher ist, ob die DKV zur eigenen Situation passt, kann die auf dieser Website separat aufgeführte DKV-Anbieterseite als Ausgangspunkt für einen unabhängigen Marktvergleich nutzen und die dortigen Informationen mit weiteren Anbietern gegenüberstellen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird – unabhängig davon, ob der spätere Abschluss dann über Zurich, direkt bei der DKV oder über einen anderen Vermittler erfolgt.

Zurich: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die Zurich Versicherung bietet im Bereich der Krankenversicherung keine eigenen Tarife an, sondern vertreibt seit der Übernahme der früheren Zürich Krankenversicherung AG durch die DKV im Jahr 2005 ausschließlich DKV-Produkte. Für die eigentliche Tarifentscheidung sind daher die Leistungen und Beiträge der DKV maßgeblich, die auf der eigenen DKV-Anbieterseite dieser Website im Detail beschrieben werden.