LVM Vollversicherung: das Baukastenprinzip im Überblick

Anders als Anbieter mit fest definierten Tariflinien setzt die LVM bei ihrer privaten Krankenvollversicherung konsequent auf ein Baukastenprinzip. Der Versicherungsschutz setzt sich aus drei Grundbausteinen zusammen: der ambulanten Behandlung, der stationären Behandlung und der zahnärztlichen Behandlung. Jeder dieser Bereiche lässt sich in mehreren Leistungsstufen wählen und unabhängig voneinander miteinander kombinieren, sodass sich der Gesamtschutz sehr genau auf die eigenen Prioritäten zuschneiden lässt.

BausteinBereichBeispielhafte Leistungen
AmbulantArzt, Heilpraktiker, SehhilfenFreie Arztwahl, Naturheilverfahren, Sehschärfenkorrektur
StationärKrankenhausFreie Klinikwahl, Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer
Zahn (Optimal-Schutz)Zahnarzt100 % Zahnbehandlung, 80 % Zahnersatz und Kieferorthopädie
Zahn (Kostenbewusst)Zahnarzt100 % Zahnbehandlung, 50 % Zahnersatz und Kieferorthopädie
Zahn (Preisorientiert)Zahnarzt75 % Zahnbehandlung, 50 % Zahnersatz und Kieferorthopädie
Pflegepflichtversicherung (PVN/PVB)PflegeGesetzlicher Mindestschutz, verpflichtender Bestandteil
BeitragsrückerstattungAmbulantBis zu 4 Monatsbeiträge nach leistungsfreiem Jahr
Arbeitgeberzuschuss PKV (2026)Max. 508,59 €/Monat
Arbeitgeberzuschuss Pflegepflicht (2026)104,63 €/Monat

Diese modulare Struktur unterscheidet sich von Anbietern mit vorgefertigten Tarifpaketen dadurch, dass Versicherte selbst entscheiden, wie stark sie in einzelnen Leistungsbereichen investieren möchten. Wer beispielsweise besonderen Wert auf hochwertigen Zahnersatz legt, kann gezielt den Baustein Optimal-Schutz wählen, während im ambulanten oder stationären Bereich bewusst eine günstigere Stufe gewählt wird, um den Gesamtbeitrag zu steuern.

Diese Flexibilität setzt allerdings voraus, dass Interessenten sich vorab intensiv mit den eigenen Bedürfnissen auseinandersetzen, da eine unpassende Bausteinkombination im Ernstfall zu unerwarteten Deckungslücken führen kann. Da eine private Krankenvollversicherung bei der LVM kein standardisiertes Online-Geschäft ist, empfiehlt sich für die Auswahl der passenden Bausteine grundsätzlich eine persönliche Beratung in einer der zahlreichen LVM-Agenturen vor Ort, wo die individuelle Lebenssituation gemeinsam mit einem festen Ansprechpartner besprochen werden kann.

Im Vergleich zu Anbietern mit wenigen vorgefertigten Tarifpaketen erfordert das Baukastenprinzip der LVM zwar mehr Eigeninitiative bei der Zusammenstellung des Schutzes, ermöglicht dafür aber eine sehr genaue Anpassung an die persönliche Lebenssituation. Wer beispielsweise als junger, gesunder Berufseinsteiger zunächst bewusst auf höherwertige Zahnleistungen verzichtet, kann diese Entscheidung später über einen internen Tarifwechsel revidieren, sobald sich die eigenen Ansprüche oder die finanziellen Möglichkeiten verändert haben.

LVM Baustein Ambulant: Haus- und Facharzt, Heilpraktiker

Der ambulante Baustein deckt die Behandlung beim Haus- und Facharzt sowie die Kostenübernahme für Heil- und Hilfsmittel ab. Zu den zentralen Leistungsmerkmalen zählen die freie Arztwahl, die Erstattung von Naturheilverfahren sowie Leistungen für Sehhilfen und operative Sehschärfenkorrekturen wie LASIK.

Selbstbehalt wählbar

Versicherte entscheiden bei der LVM selbst, ob sie ihre private Krankenversicherung mit oder ohne Selbstbehalt abschließen. Ein vereinbarter Selbstbehalt senkt dabei den monatlichen Beitrag, während der Verzicht auf einen Selbstbehalt zu einer höheren, aber planbareren monatlichen Belastung führt.

Auch Behandlungen beim Heilpraktiker lassen sich auf Wunsch in den ambulanten Baustein integrieren. Da die genaue Ausgestaltung je nach gewählter Leistungsstufe variiert, empfiehlt sich vor Vertragsabschluss ein detaillierter Blick auf die jeweiligen Erstattungssätze und etwaige Höchstbeträge für einzelne Leistungspositionen.

Für Versicherte mit einem starken Interesse an alternativen Heilmethoden kann die Wahl einer höherwertigen ambulanten Leistungsstufe besonders lohnend sein, da manche günstigere Stufen die Kostenübernahme für Heilpraktikerleistungen stärker begrenzen als die höherwertigen Varianten. Wer regelmäßig Naturheilverfahren in Anspruch nimmt, sollte diesen Aspekt bei der Auswahl der ambulanten Leistungsstufe von Beginn an berücksichtigen, statt eine reine Kostenoptimierung ohne Blick auf den persönlichen Behandlungsbedarf vorzunehmen.

Auch bei Hilfsmitteln wie Bandagen, orthopädischen Einlagen oder Gehhilfen unterscheiden sich die Erstattungsregeln zwischen den verschiedenen ambulanten Leistungsstufen. Wer aufgrund einer chronischen Erkrankung regelmäßig auf bestimmte Hilfsmittel angewiesen ist, sollte die entsprechenden Erstattungsregeln vor Vertragsabschluss genau mit der LVM-Agentur besprechen, um spätere Überraschungen bei der Kostenübernahme zu vermeiden.

LVM Baustein Stationär: Chefarzt und Zimmerwahl

Im stationären Baustein profitieren Versicherte von freier Klinikwahl, Chefarztbehandlung sowie der Wahl zwischen Ein- oder Zweibettzimmer. Wie im ambulanten Bereich lässt sich auch hier zwischen unterschiedlichen Komfortstufen wählen, die sich im Beitrag entsprechend unterscheiden.

Krankenhausaufenthalte wirken sich nicht negativ auf die BRE aus

Ein wichtiges Detail für die Tarifplanung: Stationäre Krankenhausaufenthalte beeinträchtigen bei der LVM nicht den Anspruch auf die Beitragsrückerstattung im Ambulanttarif. Wer also einmalig einen Krankenhausaufenthalt benötigt, muss deswegen nicht auf die BRE für das betreffende Jahr verzichten.

Die Wahl zwischen Ein- und Zweibettzimmer sollte sich vor allem am persönlichen Komfortanspruch orientieren: Wer besonderen Wert auf Privatsphäre während eines Krankenhausaufenthalts legt, sollte von Beginn an die höherwertige Stufe mit Einbettzimmer wählen, da ein späterer Wechsel zwar über das Recht auf Tarifwechsel nach § 204 VVG möglich ist, aber gegebenenfalls an bestimmte Fristen gebunden sein kann.

Auch die Erstattung der Arzthonorare unterscheidet sich zwischen den stationären Leistungsstufen: Während in einfacheren Stufen die Erstattung häufig auf die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) begrenzt bleibt, ermöglichen höherwertige Stufen teilweise eine Erstattung über diese Höchstsätze hinaus. Wer eine Behandlung durch besonders erfahrene oder spezialisierte Ärzte anstrebt, die häufig über den Höchstsätzen liegende Honorarvereinbarungen abschließen, sollte diesen Aspekt in die Wahl der stationären Leistungsstufe einbeziehen.

LVM Baustein Zahn: Optimal-Schutz, Kostenbewusst, Preisorientiert

Beim zahnärztlichen Baustein bietet die LVM drei unterschiedliche Leistungsstufen an, die sich vor allem in der Erstattungshöhe für Zahnersatz und Kieferorthopädie unterscheiden.

Höchste Stufe

LVM Optimal-Schutz

  • Zahnbehandlung: 100 % Erstattung
  • Zahnersatz und Kieferorthopädie: 80 % Erstattung
Mittlere Stufe

LVM Kostenbewusst

  • Zahnbehandlung: 100 % Erstattung
  • Zahnersatz und Kieferorthopädie: 50 % Erstattung
Günstigste Stufe

LVM Preisorientiert

  • Zahnbehandlung: 75 % Erstattung
  • Zahnersatz und Kieferorthopädie: 50 % Erstattung

Die Wahl der passenden Zahnstufe sollte sich am persönlichen Zahnstatus und der familiären Vorbelastung orientieren: Wer bereits absehen kann, dass in den kommenden Jahren umfangreicherer Zahnersatz notwendig wird, sollte trotz des höheren Beitrags den Baustein Optimal-Schutz in Betracht ziehen, da die Differenz zwischen 50 und 80 Prozent Erstattung bei größeren Behandlungen schnell mehrere tausend Euro ausmachen kann.

Für Familien mit Kindern kann sich zudem eine gesonderte Betrachtung des Zahnbausteins für den Nachwuchs lohnen, insbesondere wenn in der Familie bereits kieferorthopädischer Behandlungsbedarf bekannt ist, etwa aufgrund erblich bedingter Zahnfehlstellungen. Da sich die drei Zahnstufen unabhängig von den übrigen Bausteinen für jedes Familienmitglied individuell wählen lassen, können Eltern für ihre Kinder gezielt eine höherwertige Zahnstufe vereinbaren, während für sich selbst eine andere Kombination gewählt wird.

LVM Beitragsrückerstattung: bis zu vier Monatsbeiträge

Ein zentrales Leistungsmerkmal der LVM-Vollversicherung ist die Beitragsrückerstattung (BRE). Nach einem leistungsfreien Kalenderjahr im Ambulanttarif erstattet die LVM bis zu vier Monatsbeiträge zurück.

Vorsorgeuntersuchungen gefährden die BRE nicht

Stationäre Krankenhausaufenthalte und Zahnarztbesuche wirken sich nicht negativ auf den Anspruch aus. Auch die Inanspruchnahme von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen mindert weder die Beitragsrückerstattung noch wird dabei eine vereinbarte Selbstbeteiligung angerechnet – ein Anreiz, der gesundheitsbewusstes Vorsorgeverhalten gezielt fördert, statt es finanziell zu bestrafen.

Diese klare Trennung zwischen ambulanten Leistungen, die sich auf die BRE auswirken, und Vorsorge- beziehungsweise stationären und zahnärztlichen Leistungen, die davon unberührt bleiben, schafft für Versicherte eine verlässliche Kalkulationsgrundlage: Wer im Laufe eines Jahres unerwartet einen Krankenhausaufenthalt benötigt, muss nicht gleichzeitig auf die Rückerstattung im ambulanten Bereich verzichten.

Wer über mehrere Jahre hinweg durchgehend leistungsfrei bleibt, kann die Beitragsrückerstattung als spürbaren finanziellen Vorteil gegenüber dem reinen Bruttobeitrag betrachten. Da die Höhe der BRE nicht garantiert, sondern jährlich neu von der LVM festgelegt wird, sollte sie bei der langfristigen Beitragsplanung eher als zusätzlicher Vorteil und weniger als fester Bestandteil des kalkulierten Nettobeitrags eingeplant werden.

LVM für Beamte: keine Teilnahme an der Öffnungsaktion

Auch für Beihilfeberechtigte bietet die LVM eigene, auf die Beihilfe abgestimmte Restkostentarife an. Ein wichtiger Unterschied zu manchen anderen Anbietern: Die LVM nimmt nach eigenen Angaben nicht an der sogenannten Öffnungsaktion für Beamte teil, bei der Versicherer unter erleichterten Aufnahmebedingungen Beihilfeberechtigte versichern. Die allgemeinen Bemessungssätze von Bund und Ländern fasst der Ratgeber zur Beihilfe für Beamte zusammen.

Reguläre Gesundheitsprüfung für Beamte

Beamte und Beamtenanwärter durchlaufen bei der LVM die reguläre Gesundheitsprüfung wie andere Antragsteller auch. Wer bereits Vorerkrankungen hat und auf erleichterte Aufnahmebedingungen angewiesen ist, sollte diesen Punkt vor einer Entscheidung für die LVM berücksichtigen und gegebenenfalls einen Vergleich mit Anbietern anstellen, die an der Öffnungsaktion teilnehmen.

Für Beamte ohne relevante Vorerkrankungen bleibt die LVM dennoch eine grundsätzlich passende Option, insbesondere wenn der persönliche Ansprechpartner vor Ort und die regionale Verankerung der LVM als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit einen besonderen Stellenwert einnehmen. Wie bei jedem Beihilfetarif sollte sich der gewählte private Erstattungssatz möglichst genau mit der Beihilfeleistung zu 100 Prozent ergänzen.

Da die Beihilfesätze zwischen Bund und den einzelnen Bundesländern zum Teil erheblich variieren, empfiehlt sich vor Vertragsabschluss ein genauer Blick auf die für den jeweiligen Dienstherrn geltende Beihilfeverordnung. Beamtenanwärter, die sich für die LVM interessieren, sollten insbesondere prüfen, ob ihre spezifische Lebenssituation, etwa im Hinblick auf frühere Vorerkrankungen aus der Kindheit oder Jugend, im Rahmen der regulären Gesundheitsprüfung zu Risikozuschlägen führen könnte.

LVM für Studenten: früher Einstieg in die PKV

Studenten können sich innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung der LVM wechseln – unabhängig vom eigenen Einkommen. Diese Entscheidung gilt für die gesamte Dauer des Studiums; ein Rückweg in die studentische Pflichtversicherung der gesetzlichen Krankenkasse ist während des laufenden Studiums nicht mehr möglich.

Junges Eintrittsalter zahlt sich aus

Wer sich bereits zu Studienbeginn für die private Krankenversicherung entscheidet, profitiert von einem niedrigen Einstiegsbeitrag, da sich dieser maßgeblich am jungen Eintrittsalter orientiert und über die gesamte Vertragslaufzeit ausreichend Alterungsrückstellungen aufgebaut werden können. Da für Kinder und junge Erwachsene naturgemäß noch geringere Alterungsrückstellungen benötigt werden, fällt der Einstiegsbeitrag entsprechend niedrig aus.

Nach dem Studienabschluss und dem Übergang in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis lohnt sich eine erneute Überprüfung der gewählten Bausteinkombination, da sich mit steigendem Einkommen häufig auch die finanziellen Möglichkeiten für einen umfassenderen Versicherungsschutz verbessern.

Auch für Auszubildende im dualen System, die nicht an einer Hochschule, sondern in einem klassischen Ausbildungsberuf lernen, bietet die LVM über das reguläre Baukastenprinzip vergleichbare, auf ein begrenztes Ausbildungsbudget zugeschnittene Konditionen an. Die grundlegenden Regeln zur Versicherungsfähigkeit unterscheiden sich dabei kaum von denen für Studierende, sodass sich auch für diese Zielgruppe ein früher, kostenbewusster Einstieg in die private Krankenversicherung lohnen kann.

Für Studierende, die sich unsicher sind, welche Bausteinkombination für die eigene Situation am sinnvollsten ist, kann sich ein Beratungstermin in einer LVM-Agentur besonders lohnen, da die persönlichen Ansprechpartner der LVM auf die typischen Fragen junger Erstversicherter eingestellt sind und häufig auf altersgerechte, kostenbewusste Kombinationen aus den drei Grundbausteinen zurückgreifen können.

LVM für Ärzte: individuelle Bausteinkombination

Für Ärzte und andere Mediziner bietet die LVM keine gesonderte, eigenständige Tariflinie, sondern ermöglicht über das reguläre Baukastenprinzip eine individuelle Zusammenstellung des Versicherungsschutzes. Da sich die passende Kombination aus ambulantem, stationärem und zahnärztlichem Baustein je nach Fachrichtung und Anstellungsverhältnis unterscheiden kann, empfiehlt sich für Mediziner eine persönliche Beratung in einer LVM-Agentur vor Ort.

Individuelles Angebot in der Agentur

Da eine private Krankenvollversicherung bei der LVM kein standardisiertes Online-Geschäft ist, ermittelt die LVM den individuellen Beitrag typischerweise über eine persönliche Beratung in einer der zahlreichen Agenturen vor Ort. Für Ärzte kann sich dieser persönliche Beratungsansatz besonders lohnen, da sich berufsspezifische Absicherungsfragen, etwa zum Krankentagegeld bei eigener Praxis, im direkten Gespräch oft leichter klären lassen als über einen automatisierten Online-Rechner.

Niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis können als Selbstständige unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit zur LVM wechseln. Angestellte Klinikärzte und Assistenzärzte müssen dagegen zunächst die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Für niedergelassene Ärzte lohnt sich zudem häufig der Abschluss eines Krankentagegelds, um bei einer krankheitsbedingten Praxisschließung sowohl das persönliche Einkommen als auch laufende Praxiskosten abzusichern. Wann genau ein Wechsel möglich wird, zeigt der Ratgeber zu den PKV-Zeitpunkten.

Approbierte Zahnärzte, Tierärzte und andere Angehörige akademischer Heilberufe können grundsätzlich von vergleichbaren Konditionen wie Humanmediziner profitieren. Wer sich noch in der Facharztausbildung befindet und zunächst ein geringeres Einkommen hat, kann über die Wahl günstigerer Bausteinstufen den Einstiegsbeitrag zunächst senken und die Bausteinkombination später über einen internen Tarifwechsel an die veränderte finanzielle Situation anpassen, sobald sich das Einkommen im Zuge der fortschreitenden Karriere erhöht hat.

Kinder bei der LVM: eigenständiger Vertrag

Eine kostenfreie Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der privaten Krankenvollversicherung der LVM nicht. Jedes Familienmitglied wird individuell versichert und zahlt einen eigenen Beitrag, der ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.

Günstige Beiträge für Kinder

Da für Kinder keine Alterungsrückstellungen in vollem Umfang gebildet werden müssen, ist eine private Krankenversicherung für Kinder bei der LVM vergleichsweise günstig. Angestellte erhalten von ihrem Arbeitgeber zudem auch für privat versicherte Kinder einen Zuschuss im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenze von bis zu 50 Prozent des Beitrags.

Ob ein Kind privat versichert werden kann oder ein Anspruch auf die kostenfreie gesetzliche Familienversicherung besteht, hängt von der individuellen Lebenssituation der Familie ab. Ist nur ein Elternteil privat versichert, sollte der Anspruch auf gesetzliche Familienversicherung über den anderen Elternteil vor der Entscheidung für eine private Kinderversicherung sorgfältig geprüft werden.

Für Eltern, die mehrere Kinder privat versichern möchten, empfiehlt sich eine realistische Einbeziehung der Gesamtkosten in die langfristige Familienplanung, da sich die einzelnen Kinderbeiträge über die Jahre summieren. Gleichzeitig spricht der niedrige Einstiegsbeitrag bei jungen, gesunden Kindern dafür, eine frühzeitige private Versicherung in Erwägung zu ziehen, da der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehende Gesundheitszustand für die gesamte künftige Vertragslaufzeit gesichert wird, ohne dass spätere Erkrankungen zu nachträglichen Risikozuschlägen führen können.

LVM in besonderen Lebensphasen: Elternzeit, Arbeitslosigkeit, Rente

Für privat Krankenversicherte ändert sich während der Elternzeit grundsätzlich nichts am Versicherungsschutz selbst – er wird unverändert weitergeführt. Allerdings entfällt der bisher gezahlte Arbeitgeberzuschuss, da während der Elternzeit in der Regel kein reguläres Gehalt bezogen wird. Wer bis zu 30 Wochenstunden während der Elternzeit arbeitet, kann unter bestimmten Voraussetzungen erneut versicherungspflichtig werden, es besteht dann aber eine Befreiungsmöglichkeit.

Anwartschaft bei Arbeitslosigkeit

Wer arbeitslos wird, unter 55 Jahre alt ist und Arbeitslosengeld I bezieht, wird in der Regel versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für die Dauer der Arbeitslosigkeit lässt sich bei der LVM eine kleine Anwartschaftsversicherung abschließen, mit der eine erneute Gesundheitsprüfung vermieden wird, sobald die private Krankenversicherung später reaktiviert werden soll.

Im Ruhestand bleibt der private Krankenversicherungsschutz vollständig erhalten. Rentner erhalten vom Rentenversicherungsträger einen Zuschuss von aktuell 7,3 Prozent der Rente zuzüglich 1,45 Prozent, was der Hälfte des durchschnittlichen gesetzlichen Zusatzbeitrags entspricht. Da im Ruhestand kein Krankentagegeld mehr mitversichert werden muss, sinkt der Beitrag zusätzlich automatisch.

Bezieher von Bürgergeld werden nicht automatisch versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn sie unmittelbar vor dem Bürgergeldbezug privat krankenversichert waren – ein Fall, der etwa bei privatversicherten Selbstständigen nach einer Unternehmensinsolvenz auftreten kann. Innerhalb von drei Monaten lässt sich eine Befreiung von der eintretenden Versicherungspflicht beantragen, sofern zuvor mindestens fünf Jahre eine private Vollversicherung bestand.

In diesen Fällen bezuschusst die Bundesagentur für Arbeit den Beitrag zur privaten Krankenversicherung, sodass Betroffene nicht allein auf die eigenen finanziellen Mittel angewiesen sind, um den bestehenden PKV-Schutz aufrechtzuerhalten. Wer sich in einer solchen Situation befindet, sollte sich frühzeitig sowohl an die zuständige Agentur für Arbeit als auch an die LVM wenden, um die genauen Voraussetzungen für die Befreiung und den möglichen Zuschuss im eigenen Fall zu klären.

Auch bei Zahlungsschwierigkeiten aus anderen Gründen bietet die LVM Versicherten die Möglichkeit, den Versicherungsschutz vorübergehend oder dauerhaft zu verringern, statt den Vertrag vollständig zu kündigen. Eine rechtzeitige Rücksprache mit der LVM hilft dabei, gemeinsam eine passende Lösung zu finden, die den grundlegenden Versicherungsschutz möglichst weitgehend erhält.

LVM Pflegepflichtversicherung und Pflegezusatztagegeld

Als verpflichtender Bestandteil der Vollversicherung bietet die LVM die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung in den Tarifen PVN und PVB an, deren Leistungsniveau der gesetzlichen Grundabsicherung entspricht. Da diese Basisabsicherung im Pflegefall die tatsächlichen Kosten häufig nicht vollständig deckt, empfiehlt die LVM ausdrücklich eine ergänzende Vorsorge über das optionale Pflegezusatztagegeld.

Begutachtung über MEDICPROOF

Den Antrag zur Begutachtung und Feststellung der Pflegebedürftigkeit stellen Versicherte direkt bei der LVM, die den Antrag an den medizinischen Dienst der privaten Krankenversicherer, die Firma MEDICPROOF, weiterleitet. Für 2025 hat die LVM die gesetzlich festgelegten Bearbeitungsfristen in 96,79 Prozent der Fälle eingehalten. Wird eine Frist überschritten, besteht nach § 18c Abs. 5 SGB XI Anspruch auf eine Entschädigungszahlung von in der Regel 70 Euro für jede begonnene Woche der Fristüberschreitung.

Für eine unabhängige Pflegeberatung steht Versicherten zusätzlich COMPASS, die Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer, kostenfrei zur Verfügung – sowohl telefonisch als auch bei einem persönlichen Beratungstermin zu Hause oder im Pflegeheim.

Da die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur eine Grundabsicherung darstellt, die im Ernstfall meist nur einen Teil der tatsächlich anfallenden Pflegekosten deckt, empfiehlt die LVM ausdrücklich eine ergänzende private Vorsorge über das Pflegezusatztagegeld. Wer sich frühzeitig, etwa bereits im mittleren Erwachsenenalter, für eine solche Zusatzabsicherung entscheidet, profitiert von einem günstigeren Einstiegsbeitrag, da sich dieser maßgeblich am Eintrittsalter orientiert.

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland, bei der ein wachsender Anteil der Bevölkerung im Laufe des Lebens pflegebedürftig wird, gewinnt eine durchdachte private Pflegevorsorge zunehmend an Bedeutung. Ein späterer Einstieg in eine ergänzende Pflegezusatzversicherung bleibt zwar grundsätzlich möglich, geht aber in der Regel mit einem spürbar höheren monatlichen Beitrag einher.

LVM Ergänzungsbausteine: Krankentagegeld, Kurtagegeld und mehr

Zusätzlich zu den drei Grundbausteinen bietet die LVM mehrere Ergänzungsbausteine an, die den Versicherungsschutz gezielt abrunden.

Einkommen

Krankentagegeld

  • Schutz vor Verdienstausfall bei längerer Krankheit
  • Für Angestellte nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung
  • Anpassbar bei Gehaltserhöhungen
Krankenhaus

Krankenhaustagegeld

  • Zusätzliche Kosten bei Krankenhausaufenthalt abgedeckt
  • Auszahlung ab dem ersten Krankenhaustag
Reha

Kurtagegeld

  • Finanzielle Absicherung für Kur- und Rehamaßnahmen
  • Ergänzt die Genesung nach überstandener Krankheit

Ergänzend bietet die LVM eine Beitragsabsenkung im Alter an, mit der Versicherte bereits heute für morgen vorsorgen können. Die Höhe dieser zusätzlichen Vorsorge lässt sich dabei individuell selbst festlegen, sodass sich der spätere Entlastungseffekt an die persönliche finanzielle Situation anpassen lässt.

Wer sich für mehrere dieser Ergänzungsbausteine gleichzeitig entscheidet, sollte die jeweiligen Leistungsvoraussetzungen und Wartezeiten im Detail vergleichen, da sich die Bausteine in ihrer Ausgestaltung unterscheiden können. Eine Kombination aus Krankentagegeld und Beitragsabsenkung im Alter kann sich beispielsweise besonders für Selbstständige lohnen, die sowohl kurzfristig gegen Einkommensausfälle als auch langfristig gegen steigende Beiträge im Ruhestand vorsorgen möchten.

LVM Gesundheitsservices: Telefon, Videoberatung und Case Management

Versicherte der LVM-Krankenvollversicherung profitieren von einem umfangreichen Servicepaket. Über das Gesundheitstelefon lassen sich rund um die Uhr Fragen zu Erkrankungen klären, Facharzttermine vermitteln oder unabhängige Zweitmeinungen einholen. Die medizinische Videoberatung ergänzt dieses Angebot montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr mit direktem Kontakt zu Fachärztinnen und Fachärzten per Video-Chat.

Case Management bei schweren Erkrankungen

Bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Schädel-Hirn-Trauma unterstützt das Case Management der LVM Betroffene und Angehörige dabei, einen reibungslosen Versorgungs- und Therapieablauf zu organisieren. Diese Begleitung kann gerade in akuten Krisensituationen eine spürbare Entlastung bedeuten, wenn Familien mit komplexen medizinischen und organisatorischen Fragen konfrontiert sind.

Weitere Gesundheitsprogramme unterstützen Versicherte individuell bei Themen wie Depression und Burnout, Diabetes Mellitus, Gewichtsreduzierung, Herzerkrankungen, Migräne, Kopfschmerz und Rückenproblemen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Spezialistensuche, die bei der Wahl der passenden Ärztin, des passenden Arztes oder der richtigen Klinik unterstützt.

Das LVM-Gesundheitsportal bündelt zusätzlich Neuigkeiten aus Wissenschaft und Forschung sowie weiterführende Informationen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness. Diese Kombination aus telefonischer Beratung, digitalen Informationsangeboten und persönlicher Unterstützung bei schweren Erkrankungen unterscheidet die LVM von Anbietern, die sich ausschließlich auf die reine Kostenerstattung konzentrieren, ohne begleitende Gesundheitsservices anzubieten.

LVM Zahnzusatzversicherung: ZahnKomfort und ZahnPremium

Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung bietet die LVM mit ZahnKomfort und ZahnPremium zwei eigenständige Zahnzusatztarife an, die die Regelversorgung der GKV deutlich verbessern.

LeistungZahnKomfortZahnPremium
Zahnbehandlung, Zahnersatz, Schmerzausschaltung (inkl. GKV)80 %100 %
Kieferorthopädie Erwachsene (Zuzahlung)AnteiligBis 2.000 €
Professionelle ZahnreinigungAnteiligBis 200 €/Jahr
Wartezeit Zahnersatz8 Monate8 Monate
Wartezeit ProphylaxeEntfälltEntfällt

Beide Tarife lassen sich grundsätzlich auch bei bereits vorhandenem Zahnersatz oder fehlenden Zähnen abschließen. Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind allerdings alle bei Antragstellung bereits begonnenen oder bereits geplanten Zahnbehandlungen, Zahnersatzmaßnahmen sowie kieferorthopädische und kieferchirurgische Maßnahmen.

LVM Krankenzusatzversicherung für gesetzlich Versicherte

Neben der Zahnzusatzversicherung bietet die LVM eine allgemeine Krankenzusatzversicherung an, die gesetzlich Versicherten Zugang zu Premiumleistungen bei Ärzten, Fachärzten und im Krankenhaus verschafft.

Heilpraktiker

Naturheilkunde

80 % Erstattung bis maximal 1.000 €/Jahr

Vorsorge

Früherkennung

100 % bis maximal 600 € in zwei Jahren

Hörgeräte

Premiumleistungen Ohren

Bis 800 € je Hörgerät

Diese Ergänzungstarife richten sich gezielt an gesetzlich Versicherte, die einzelne Lücken ihres GKV-Schutzes schließen möchten, ohne vollständig in die private Krankenversicherung zu wechseln. Gerade bei Heilpraktikerbehandlungen und hochwertigen Hörgeräten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung häufig nur einen geringen Anteil der tatsächlichen Kosten, sodass eine private Krankenzusatzversicherung den Eigenanteil spürbar reduzieren kann.

Für Versicherte, die regelmäßig auf Naturheilverfahren zurückgreifen oder aufgrund einer beginnenden Hörminderung auf hochwertige Hörgeräte angewiesen sind, kann sich der zusätzliche Beitrag für die LVM-Krankenzusatzversicherung bereits nach kurzer Zeit finanziell auszahlen. Wer dagegen selten alternative Heilmethoden in Anspruch nimmt und über ein normales Hörvermögen verfügt, sollte den tatsächlichen Nutzen der Zusatzversicherung realistisch gegen den zusätzlichen monatlichen Beitrag abwägen.

LVM App und elektronische Patientenakte

Über die App „Meine LVM" können Versicherte eingescannte oder fotografierte Belege digital einreichen und erhalten ihre Erstattung dadurch in der Regel schneller als auf dem klassischen Postweg. Das zugehörige Kundenportal ermöglicht zudem den Überblick über den Bearbeitungsstand eingereichter Rechnungen sowie die Verwaltung persönlicher Vertragsdaten.

Elektronische Patientenakte ab zweitem Halbjahr 2026

Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 wird die LVM ihren Kunden mit einer Krankenvollversicherung die elektronische Patientenakte (ePA) kostenlos zur freiwilligen Nutzung zur Verfügung stellen. Diese Ankündigung reiht sich in die kontinuierliche Erweiterung der digitalen Versorgungsangebote der LVM ein, mit denen Versicherte auch im Alltag begleitet werden sollen.

Die fortlaufende Erweiterung digitaler Angebote zeigt, dass die LVM trotz ihres traditionell stark auf persönliche Beratung ausgerichteten Geschäftsmodells zunehmend auch digitale Self-Service-Funktionen in den Versicherungsalltag integriert, ohne dabei auf die persönliche Betreuung durch den festen Ansprechpartner vor Ort zu verzichten.

Für Versicherte, die ihre Gesundheitsdaten zentral und digital verwalten möchten, dürfte die geplante elektronische Patientenakte einen spürbaren Mehrwert bieten, da sich damit Befunde, Arztbriefe und Medikationspläne unabhängig vom jeweils behandelnden Arzt an einem Ort einsehen lassen. Bis zur vollständigen Einführung der ePA bei der LVM bleibt die klassische Belegeinreichung über die App „Meine LVM“ der zentrale digitale Kanal für die Abwicklung von Erstattungen.

LVM Beitragsanpassung 2026 und interner Tarifwechsel

Wie alle privaten Krankenversicherer darf auch die LVM die Beiträge nur dann anpassen, wenn gesetzlich definierte Schwellenwerte bei den sogenannten auslösenden Faktoren überschritten werden. Zum 1. Januar 2026 kündigte die LVM in mehreren Tarifen Beitragsanpassungen an, die nach Einschätzung von Vergleichsportalen besonders Versicherte über 50 Jahre betrafen.

Interner Tarifwechsel als Alternative

Wer von einer Beitragserhöhung betroffen ist, sollte einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG in Betracht ziehen, etwa durch die Anpassung einzelner Bausteine oder die Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts. Die bereits angesparten Alterungsrückstellungen bleiben dabei vollständig erhalten, eine erneute Gesundheitsprüfung ist für einen Wechsel in einen gleichwertigen oder niedrigeren Tarif nicht erforderlich.

Nach eigenen Angaben verfolgt die LVM eine vorausschauende Beitragskalkulation, um allgemeinen Preissteigerungen entgegenzuwirken, und bildet überdurchschnittlich hohe Alterungsrückstellungen. Zusätzlich prüft die LVM im Vergleich zu manchen Mitbewerbern ab dem 65. Lebensjahr gezielt, wie die Beiträge der Versicherten weiter entlastet werden können.

Diese zusätzliche Prüfung ab dem 65. Lebensjahr unterscheidet die LVM von Anbietern, die eine Beitragsentlastung im Alter ausschließlich über die freiwillige, zusätzlich zu vereinbarende Beitragsabsenkung im Alter ermöglichen. Für Versicherte, die sich nicht frühzeitig für eine solche zusätzliche Vorsorge entschieden haben, kann diese automatische Prüfung im fortgeschrittenen Alter eine willkommene Entlastung darstellen, auch wenn sie keinen garantierten Anspruch auf eine bestimmte Beitragssenkung begründet.

Vor einem internen Tarifwechsel sollten Versicherte die genauen Leistungsunterschiede zwischen der bisherigen und der neuen Bausteinkombination sorgfältig vergleichen, da eine reine Beitragsersparnis nicht automatisch mit einer für die eigene Situation passenden Absicherung einhergeht. Eine persönliche Beratung in einer LVM-Agentur hilft dabei, das für die eigene Lebenssituation passende Verhältnis aus Beitragshöhe und Leistungsumfang zu finden, ohne dass dabei wichtige Leistungsbereiche unbeabsichtigt reduziert werden.

Die LVM als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Die LVM Versicherungsgruppe wurde 1896 ursprünglich als Haftpflichtversicherer für Landwirte gegründet und hat sich seither zu einem breit aufgestellten Versicherungskonzern mit Sitz in Münster entwickelt. Zur Gruppe gehören unter anderem die LVM Lebensversicherung AG, die LVM Rechtsschutzversicherung AG, die LVM Krankenversicherung AG und die LVM Pensionsfonds AG.

Dichtes Netz an Vertrauensleuten

Mit rund 2.125 Vertrauensleuten und einem entsprechend dichten Außendienst legt die LVM besonderen Wert auf persönliche Beratung vor Ort statt auf ein reines Online-Geschäft. Diese regionale Verankerung unterscheidet die LVM von reinen Direktversicherern und kann für Versicherte, die eine langfristige, persönliche Betreuungsbeziehung schätzen, ein wichtiges Auswahlkriterium sein.

Insgesamt verwaltet die LVM Versicherungsgruppe rund 15,5 Millionen Versicherungsverträge über alle Sparten hinweg und beschäftigt etwa 12.220 Mitarbeiter. Im FOCUS-MONEY Fairness-Test in Zusammenarbeit mit der ServiceValue GmbH erzielte die LVM-Krankenversicherung zum siebten Mal in Folge ein sehr gutes Gesamtergebnis, mit der Bestnote „Sehr gut" in den Kategorien faire Kundenberatung und faires Preis-Leistungsverhältnis. Auch das Ratinghaus ASSEKURATA bescheinigt der LVM-Krankenversicherung seit vielen Jahren eine exzellente Qualität.

Diese Kombination aus wiederholt bestätigter Fairness im Kundenumgang und einer soliden Finanzstärke unterstreicht die Positionierung der LVM als traditionsreicher, regional stark verankerter Versicherer. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist die LVM ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet, nicht externen Aktionären, was sich langfristig auch auf die Ausrichtung der Geschäftsstrategie auswirken kann: Überschüsse fließen im Rahmen der Beitragsrückerstattung oder stabiler Beitragsentwicklung an die Mitglieder zurück, statt als Dividende an außenstehende Anteilseigner ausgeschüttet zu werden.

Die Kombination aus einem breit aufgestellten Versicherungskonzern mit mehreren Sparten und der Spezialisierung der LVM Krankenversicherungs-AG auf das Krankenversicherungsgeschäft verschafft Versicherten einerseits die Sicherheit eines finanzstarken Gesamtkonzerns, andererseits die fachliche Tiefe eines auf Gesundheitsfragen spezialisierten Teams innerhalb der Gruppe.

So gelingt der Wechsel zur LVM

Ein Wechsel zur LVM folgt dem in der privaten Krankenversicherung üblichen Ablauf: Zunächst wird gemeinsam mit einer LVM-Agentur vor Ort die passende Bausteinkombination aus ambulantem, stationärem und zahnärztlichem Schutz ausgewählt, anschließend folgt die Beantwortung der Gesundheitsfragen im Rahmen der Risikoprüfung. Nach erfolgreicher Prüfung und Vertragsannahme kann die bestehende gesetzliche Krankenversicherung gekündigt werden.

Angestellte sollten vor der Kündigung ihrer gesetzlichen Krankenkasse sicherstellen, dass ihr Jahresbruttogehalt dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro (Stand 2026) liegt. Selbstständige, Beamte und Freiberufler können dagegen unabhängig vom Einkommen frei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen. Wird die Versicherungspflichtgrenze im Laufe eines Kalenderjahres wieder unterschritten, etwa durch eine Gehaltskürzung, tritt unmittelbar erneut Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein, sofern das 55. Lebensjahr noch nicht überschritten wurde.

Ein erneuter Wechsel in die private Krankenversicherung ist nach einer solchen Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nur möglich, wenn sich das Einkommen später wieder erhöht und dauerhaft oberhalb der dann geltenden Versicherungspflichtgrenze liegt. Angestellte, deren Gehalt nahe an der Versicherungspflichtgrenze liegt, sollten diese Schwelle daher regelmäßig im Blick behalten, um nicht unerwartet zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung hin- und herwechseln zu müssen.

Nach erfolgreichem Wechsel zur LVM empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf die eigene Bausteinkombination, insbesondere nach größeren Lebensereignissen wie einer Familiengründung, einem Umzug oder einem beruflichen Aufstieg. Da sich die persönlichen Ansprüche an Leistung und Beitrag im Zeitverlauf verändern können, lohnt sich diese Überprüfung nicht nur unmittelbar nach dem Wechsel, sondern in regelmäßigen Abständen über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg – idealerweise im persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Ansprechpartner vor Ort.

LVM PKV im Gesamturteil

Die LVM eignet sich besonders für alle, die Wert auf persönliche Betreuung durch einen festen Ansprechpartner vor Ort legen und gleichzeitig von einem flexiblen Baukastenprinzip profitieren möchten, das sich sehr genau auf die eigenen Prioritäten in den Bereichen Ambulant, Stationär und Zahn zuschneiden lässt. Die Beitragsrückerstattung von bis zu vier Monatsbeiträgen, die durch Vorsorgeuntersuchungen nicht gefährdet wird, honoriert gesundheitsbewusstes Verhalten auf eine nachvollziehbare Weise.

Ein Punkt, der vor Vertragsabschluss beachtet werden sollte, ist die fehlende Teilnahme der LVM an der Öffnungsaktion für Beamte. Wer als Beihilfeberechtigter auf erleichterte Aufnahmebedingungen angewiesen ist, sollte diesen Aspekt in die eigene Anbieterwahl einbeziehen und gegebenenfalls Alternativen prüfen. Für Beamte ohne relevante Vorerkrankungen bleibt die LVM davon unabhängig eine solide Option.

Die konsequente Ausrichtung auf persönliche Beratung statt auf einen automatisierten Online-Abschluss kann je nach persönlicher Präferenz Vor- oder Nachteil sein: Wer eine schnelle, digitale Antragsstrecke ohne persönlichen Kontakt bevorzugt, findet bei anderen Anbietern möglicherweise einen direkteren Weg zum Vertragsabschluss. Wer dagegen eine langfristige, persönliche Betreuungsbeziehung durch einen festen Ansprechpartner schätzt, findet in der LVM mit ihrem dichten Netz an Vertrauensleuten einen naheliegenden Partner.

Für Familien mit Kindern gilt wie bei den meisten privaten Krankenversicherern, dass jedes Familienmitglied einen eigenständigen, individuell zu bezahlenden Vertrag benötigt. Wer sich für die LVM interessiert, sollte in jedem Fall die individuellen Beitrags- und Leistungsdaten für die eigene Situation über eine persönliche Beratung einholen, da ein automatisierter Online-Rechner bei der LVM anders als bei manchen Wettbewerbern nicht durchgängig zur Verfügung steht.

Insgesamt positioniert sich die LVM als Anbieter, der bewusst auf die Kombination aus flexiblem Baukastenprinzip und persönlicher, regional verankerter Beratung setzt, statt vollständig auf ein digitales Selbstbedienungsmodell umzusteigen. Für Interessenten, die diese Mischung aus individueller Gestaltungsfreiheit und persönlicher Begleitung durch einen festen Ansprechpartner schätzen, bietet die LVM mit ihrer über 125-jährigen Geschichte im Versicherungsgeschäft und ihrer soliden Position in unabhängigen Qualitätstests eine überzeugende Gesamtlösung im deutschen PKV-Markt.

LVM: die wichtigsten Punkte im Überblick

Die LVM bietet mit ihrem Baukastenprinzip aus Ambulant-, Stationär- und Zahn-Bausteinen einen individuell zusammenstellbaren Versicherungsschutz, ergänzt durch eine Beitragsrückerstattung von bis zu vier Monatsbeiträgen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit dichtem Außendienst setzt die LVM konsequent auf persönliche Beratung vor Ort. Wer sich für die passende Bausteinkombination entscheiden möchte, sollte die genauen Leistungsunterschiede sorgfältig vergleichen und eine persönliche Beratung in einer LVM-Agentur in Anspruch nehmen.